mini|links|Früchte mini|Blütenstand mini|Blätter und Früchte Die Amur-Berberitze (Berberis amurensis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Berberitzen (Berberis) innerhalb der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). Sie stammt aus Ostasien und kommt in der Volksrepublik China am Amur und in der Mandschurei, in Korea und in Japan vor.
Beschreibung
Vegetative Merkmale Die Amur-Berberitze ist ein sommergrüner (laubabwerfender) Strauch, der eine Wuchshöhe von bis zu 3,5 Meter erreichen kann. Die Zweige sind gefurcht und grau, die Dornen ein- bis dreiteilig, bis zu 2 Zentimeter lang und sehr spitz.
Die kurz gestielten, oberseits dunkelgrünen, unterseits hellgrün, im Herbst gelbroten Laubblätter sind verkehrt-eiförmig bis elliptisch. Sie sind auf beiden Seiten netznervig, an der Basis keilförmig bis herablaufend, an der Spitze stumpf oder spitz, teils stachelspitzig, dicht borstig gesägt und bis 9 Zentimeter lang.
Generative Merkmale Die kleinen hellgelben Blüten erscheinen im Mai zu 10 bis 20 in hängenden traubigen Blütenständen. Die Blüten sind zwittrig mit 12 Blütenhüllblättern.
Die länglichen, bis ellipsoiden, etwa 1 Zentimeter langen, bis zweisamigen Beeren mit Narbenresten sind lebhaft rot und selten „bereift“.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28 oder 42.
Vorkommen Berberis amurensis kommt in China Korea, Japan, in der Mongolei und in Russlands Fernem Osten vor.
Taxonomie und Systematik Berberis amurensis wurde 1857 von Franz Josef Ruprecht in Bulletin de la Classe Physico-Mathematique de l'Academie Imperiale des Sciences de Saint-Pétersbourg Band 15 Seite 260 erstbeschrieben. Ein Synonym ist Berberis amurensis var. japonica .
Es werden zwei Varietäten unterschieden: Berberis amurensis var. amurensis: Sie kommt im ganzen Verbreitungsgebiet der Art vor. Berberis amurensis var. quelpaertensis : Sie kommt in Korea auf der Insel Jejudo vor.
Verwendung Die Amur-Berberitze wird als Zierstrauch in Gärten und Parks verwendet. Die Beeren sind gekocht essbar.
Literatur Camillo Karl Schneider: Illustriertes Handbuch der Laubholzkunde. Erste Lieferung, Verlag Gustav Fischer, Jena 1904, S. 315, Fig. 200, online auf biodiversitylibrary.org.
Robert Zander: Zander. Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold. 17. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3573-6. Berberis amurensis in der Flora of China, Vol. 19.
Weblinks
Berberis amurensis bei Japanese Treeflowers. bei Moscow State University Botanical Server.
Einzelnachweise
Kategorie:Berberitzen Kategorie:Ziergehölz ~Amurberberitze