Frauental ist ein Stadtteil von Creglingen im Main-Tauber-Kreis im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs.

Geographie

Frauental liegt in einer nicht sehr tiefen Talmulde am linken Hang des östlichen Tauberzuflusses Steinach. Zur Gemarkung der ehemaligen Gemeinde Frauental gehören das Dorf Frauental (), die Weiler Lohrhof () und Weidenhof () und die Höfe Fuchshof (auch Fuchsmühle) () und Seewiesenhof () sowie die abgegangenen Ortschaften Enkersberg und Alterhof.Angaben des Frauentaler Ortsvorstehers Rainer Preiss, 2011

Geschichte Der Ort entstand mit dem Bau des Klosters Frauental im Jahre 1232, eines Zisterzienserinnenklosters. Im Bauernkrieg wurde es 1525 zerstört, danach als Kloster aufgegeben und im Jahre 1548 mit Übernahme durch die Markgrafschaft Ansbach säkularisiert.

Nach und nach entwickelte sich um das ehemalige Kloster eine kleine Siedlung, die 1791 selbständig wurde.

Am 1. Februar 1972 wurde Frauental in die Stadt Creglingen eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Die Bevölkerung von Frauental entwickelte sich wie folgt: Jahr Gesamt 1961 225Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 6. Juni 1961 (Gemeindeverzeichnis) 1970 230Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 27. Mai 1970 (Gemeindeverzeichnis) 2014 134Fortgeschriebene Daten der Stadt Creglingen anhand der Volkszählung in der Europäischen Union 2011 (Zensus) 2016 126

Religion Im Jahre 1276 wurde erstmals ein Pfarrer in Frauental genannt. Nach der Reformation gehörte Frauental kirchlich zu Equarhofen bei Uffenheim. 1810 wurde es dem Pfarramt Freudenbach zugeordnet, zu dem die evangelische Kirchengemeinde Frauental bis heute gehört. Die Kirchengemeinde hat jedoch eine alte frühgotische Kirche mit einem einschiffigen, flachgedeckten Langhaus und einem schlanken Chor, die ehemalige Klosterkirche. 1879 wurde ein Querhaus abgebrochen. Im Norden der Kirche befindet sich die ehemalige Klosteranlage mit Gebäuden aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.

Die Katholiken gehören kirchlich zu Creglingen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Kulturdenkmale

Kloster Frauental Vom ehemaligen Kloster Frauental sind noch der Südflügel des Konvents erhalten, in dem heute ein Modellprojekt für Jugendstrafvollzug in freien Formen betrieben wird, das Projekt Chance, sowie die Klosterkirche, die im Stil der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik erbaut ist.Sophie Stelzle-Hüglin, Michael Strobel, Andreas Thiel, Inken Vogt (Bearb.): Archäologische Denkmäler in Baden-Württemberg. Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und dem Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2002, ISBN 3-89021-717-6, S. 77 (Nr. 103: Creglingen, Frauental, TBB, ehem. Klosterkirche).

Weitere Bauwerke Sehenswert sind darüber hinaus die Alte Schäferei sowie der Seewiesenhof und Weidenhof.

Verkehr

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Frauental auf der Website der Stadt Creglingen unter www.creglingen.de Frauental auf der Website www.leo-bw.de Frauental auf der Website www.taubertal.de

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtteil von Creglingen Kategorie:Ort im Main-Tauber-Kreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Main-Tauber-Kreis) Kategorie:Gegründet 1232 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972