mini|Haus Norken im Landschaftsmuseum Westerwald

Norken (mundartlich: Noorge) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald) an.

Geographie Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg an der Lahn und Siegen. Das Gemeindegebiet liegt zwischen der Großen Nister und der Kleinen Nister.

Geschichte Norken wurde 1262 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Norken war Teil der Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58. 2015, S. 74–80. Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn 1652 gehörte Norken zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. 1799 kam die Grafschaft auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg und 1806 an das Herzogtum Nassau.

Der Ortsteil Bretthausen wurde 1813 zur Zeit der nassauischen Regierung eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Norken, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 225 1835 287 1871 318 1905 416 1939 515 1950 573 1961 644 Jahr Einwohner 1970 761 1987 862 1997 1.007 2005 1.032 2011 998 2017 972

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Norken besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat 16 Mitglieder an.

Bürgermeister Simone Jungbluth wurde im Sommer 2019 Ortsbürgermeisterin von Norken. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war sie mit einem Stimmenanteil von 55,6 % für fünf Jahre gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 setzte sie sich mit 58,8 % gegen einen Mitbewerber durch.

Jungbluths Vorgänger Friedrich Wagner hatte das Amt 15 Jahre ausgeübt.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten Kulturdenkmäler Ein repräsentatives Gehöft aus Norken wurde Anfang der 1980er Jahre abgebaut und im Landschaftsmuseum Westerwald als Eingangsgebäude wieder aufgebaut.

Regelmäßige Veranstaltungen Veranstaltungen der Vereine und der Gemeinde finden im Dorfgemeinschaftshaus statt. An Ostern veranstaltet der Schibbelclub das traditionelle Eierschibbeln am Schibbelrain. Mitte August wird Kirchweih gefeiert.

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr In unmittelbarer Nähe des Ortes verläuft die B 414, die von Hohenroth nach Altenkirchen führt. Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind in Siegen oder Wilnsdorf an der A 45 Dortmund–Hanau, etwa 26 Kilometer entfernt. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Bildung Die Grundschule Norken und der Kindergarten Norken/Mörlen stehen unter der Trägerschaft der Ortsgemeinde. Seit Ende 2009 gehören beide dem Bildungsstätten-Netzwerk der UNESCO an. Am 8. März 2010 wurde der Förderverein der Bildungsstätte Norken-Mörlen e. V. gegründet.

Persönlichkeiten Manfred Stock (* 1932), Gartenbauer und Umweltschützer, wohnt seit 1995 in Norken. Detlef Schütz (* 1966), ehemaliger Fußballschiedsrichter, ist in Norken geboren.

Literatur Ortsgemeinde Norken (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Norken. 1262–1987. Norken 1987. Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58. 2015, S. 74–80.

Weblinks

Internetpräsenz der Ortsgemeinde Norken Norken auf den Webseiten der Verbandsgemeinde Bad Marienberg

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Westerwaldkreis Kategorie:Ersterwähnung 1262