Rimetea (veraltet Trăscău; , ) ist eine rumänische Gemeinde im Kreis Alba in der Region Siebenbürgen.
Der Ort ist auch unter dem deutschen Namen Eisenmarkt und dem rumänischen Namen RîmeteaHeinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. oder Râmetea bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Rimetea im Kreis Alba Die Gemeinde Rimetea liegt im Norden des Kreises Alba, am gleichnamigen Fluss Rimetea – einem rechten Zufluss des Arieș – im Trascău-Gebirge. Etwa acht Kilometer vom Drum național 75 und 23 Kilometer nordwestlich von Aiud (Straßburg am Mieresch), befindet sich der Ort Rimetea an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 107M; die Kreishauptstadt Alba Iulia liegt 57 Kilometer südlich.
Geschichte Auf dem Gebiet der Gemeinde – von den Einheimischen Dealul Cetății, Stânca Secuilor, Pădurea Pietrii u. a. genannt – werden viele archäologische Funde in Verbindung mit der Jungsteinzeit, der frühen Bronzezeit und der Römerzeit gebracht.Repertoriul Arheologic al României – Râmetea, abgerufen am 6. Mai 2010 (rumänisch).
Der in einem eisenerzreichen Gebiet gelegene Ort ist eine der ersten deutschen Bergwerkssiedlungen in Siebenbürgen und wurde nach unterschiedlichen Angaben erstmals 1257 unter der Bezeichnung Toroczcko,. oder 1332, im Komitat Torda urkundlich erwähnt. Die Berg- und Hüttenarbeiter waren hörige Siebenbürger Sachsen (Ansiedlung steirischer Bergleute unter König Géza II.Mathias Bernath (Hrsg.), Gertrud Krallert (Red.): Historische Bücherkunde Südosteuropa. Band 1: Mathias Bernath (Hrsg.): Mittelalter (= Südosteuropäische Arbeiten 76, 2). Teil 2. Oldenbourg, München 1980, ISBN 3-486-49841-X.) und Ungarn. Durch deren Vermischung ging eine besondere Volksgruppe mit eigener Volkstracht hervor, wobei im 17.–18. Jahrhundert die Siebenbürger Sachsen durch die Ungarn assimiliert wurden.
Urkundlich wird im 15. Jahrhundert eine Schmiede einer adligen Familie zur Erzeugung landwirtschaftlichen Werkzeugs erwähnt; 1716 waren es 16 Schmelzöfen und Schmieden. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden in Rimetea ca. 1500 Tonnen Eisen produziert.
Vom alten rumänischen Namen des Ortes (Trascău), leitet sich der des Trascău-Gebirges ab.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gesamtgemeinde entwickelte sich wie folgt:Volkszählung, 1852–2011 (ungarisch). Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2560 61 2264 – 235 1920 2498 104 2381 7 6 1966 1840 210 1629 – 1 2002 1213 145 1059 1 8 2011 1126 146 958 – 22 2021 1015 107 881 – 27 Die höchste Einwohnerzahl der heutigen Gemeinde wurde 1930 ermittelt, die der Rumänen 1966, der Ungarn und Deutschen 1920 und die der Roma (225) 1850. 1930 wurde ein Slowake, 1992 ein Ukrainer registriert.
Sehenswürdigkeiten
Das Dorfmuseum mit Eisenhüttegegenständen und Eisenwerkzeugbau, 1952 im Rathaus von Rimetea eröffnet.Beschreibung und Bilder von Rimetea auf „welcometoromania.ro“, abgerufen am 8. Mai 2010. Der Berg Piatra Secuiului (dt. Szeklerstein, ung. Székelykő), 1129 m.Piatra Secuiului auf www.welcometoromania.ro. Die unitarische Kirche, im 18. Jahrhundert errichtet, Die Burgruine Cetatea Trascăului im eingemeindeten Dorf Colțești (Sankt Georgen), im 13. Jahrhundert errichtet, 1713 zerstört, steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB). Häuser im siebenbürgisch-sächsischen Baustil. Die Wassermühle von Rimetea, 1752 errichtet.
Persönlichkeiten Máté Toroczkai (1553–1616), Vertreter des ungarisch-siebenbürgischen Unitarismus
Weblinks
Rimetea bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise