Stolzalpe ist ein Ort mit 32 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2022) im Oberen Murtal in der Steiermark wie auch Ortschaft und Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Murau im Bezirk Murau.

Stolzalpe war bis 2014 selbständige Gemeinde und wurde dann mit der Stadt Murau vereinigt.

Geografie

Lage und Landschaft Die Rotte Stolzalpe befindet sich direkt nordöstlich oberhalb von Murau, etwa 200 Meter über dem Ort auf um die Höhe, an der Südwestflanke des Stolzalpenmassivs. Sie umfasst knapp 40 Gebäude, darunter die Anlagen des Landes-Krankenhaus Stolzalpe und die Sportplatzsiedlung.

Die Katastralgemeinde Stolzalpe umfasst mit 1184 Hektar über 120 Adressen. Davon sind etwa 80 Adressen Stolzalpe für die Höhenlagen, mitsamt der Merbachsiedlung nordwestlich beim Ort, den zerstreuten Häusern Sauwinkel über der Mur, und den Häusern Planitzen über dem Rantental.Die Statistik Austria gibt für die Ortschaft  Einwohner an (Stand , ); die ehemalige Gemeinde (nur eine Ortschaft, selbe Ortschaftskennziffer) hatte aber zuletzt um die 450 Einwohner: Es lässt sich vermuten, dass die Ortschaft mit der Gemeindestrukturreform auf die Adressen Stolzalpe eingeschränkt wurde. Zum Katastralgebiet gehören auch noch die Rantenbach-linksufrigen Tallagen über 3½ Kilometer einwärts, insbesondere die Siedlungen direkt bei der Stadt, Mühlengasse, Hagersiedlung, Stolzalpensiedlung, Albert-Sacherer-Siedlung und Am Hammer. Das Katastralgebiet erstreckt sich noch bis zur Stolzalpen-Kapelle knapp unterhalb des Stolzalpengipfels (), der damit nicht in der Gemeinde Murau liegt.

Der Ort gilt als einer der sonnenreichsten Orte der Steiermark.Stolzalpe. AEIOU-Österreich-Lexikon (Link zum Austria-Forum führt auf den Gemeindeartikel, Stand 2019).

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden

Klima

Geschichte Um 1080 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der Stolzalpe.

Gemeinde Stolzalpe Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850.

1920 bzw. 1924 wurden zwei „Sonnenheime“ der Tuberkuloseheilstätte Stolzalpe eingerichtet. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Stolzalpe war bis 31. Dezember 2014 selbständige Gemeinde, mit zuletzt 449 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013).Land Steiermark: . Mit 1. Jänner 2015 wurde sie im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark mit den vordem ebenfalls selbständigen Gemeinden Laßnitz bei Murau und Triebendorf der Gemeinde Murau angeschlossen.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 5. Dezember 2013 über die Vereinigung der Stadtgemeinde Murau und der Gemeinden Laßnitz bei Murau, Stolzalpe und Triebendorf, alle politischer Bezirk Murau. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 20. Dezember 2013. Nr. 170, 37. Stück. . S. 712.

Die Gemeinde bestand aus nur einer Ortschaft und Katastralgemeinde. An die Gemeinde Stolzalpe grenzten seinerzeit die Gemeinden Rinegg, St. Peter am Kammersberg, Triebendorf, Laßnitz bei Murau und Murau (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn).

Bürgermeister war zuletzt bis 31. Dezember 2014 Wolfgang Hager (SPÖ). Der mit 31. Dezember 2014 ebenfalls aufgelöste Gemeinderat setzte sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen: 5 SPÖ, 3 ÖVP, 1 FPÖ

Infrastruktur und Sehenswürdigkeiten mini|Die Häuser 1 (rechts) und 2 (links) des LKH Stolzalpe, dazwischen die Erlöserkapelle Eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielen neben dem Tourismus das ehemalige Allgemeine und Orthopädische Landeskrankenhaus Stolzalpe und die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Stolzalpe. Das Klinikum gehört heute zum Landeskrankenhaus Murtal.Einrichtungen Standort Stolzalpe. lkh-murtal.at (abgerufen am 25. September 2019).

Im Haus 2 des LKH Stolzalpe wurde ab 2002Geschichte. mare-gmbh.at (abgerufen am 25. September 2019). von der Klinik Judendorf-Straßengel GmbH in Gratwein-Straßengel ein Rehabilitationszentrum für Orthopädie und Neuroorthopädie mit Schwerpunkt in der Nachbehandlung von orthopädischen Erkrankungen und Operationen betrieben (Rehabilitationszentrum Stolzalpe).Rehabilitationszentrum Stolzalpe (reha-stolzalpe.at). Diese Kliniken gehören heute organisatorisch getrennt zur 1999 gegründeten Mare-Gruppe (Bad Radkersburg, Kurzentrum).

Beide Häuser und die Krankenpflegeschule (beim Haus 1) stehen unter Denkmalschutz. Weitere Denkmalobjekte sind die Krankenhauskirche, die Messkapelle zum Hlgst. Erlöser; die Ärztevilla beim Haus 2; und die Gesundheitswerkstätte (ehemaliges Gehöft vulgo Hillberger). Beim Jocklbauer in Planitzen steht eine ebenfalls denkmalgeschützte Hofkapelle.

Hier befindet sich auch der Sender Murau-Stolzalpe, auf der Anhöhe östlich über dem Ort.

Literatur Wolfgang Hager: Stolzalpe – 925 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung. Stolzalpe 2004 Norbert Weiss: Stolzalpe – Spital an der Sonne. Graz 2010.

Weblinks

Das LKH Stolzalpe. LKH Murtal Standort Stolzalpe Mediathek, Webseite der Steiermärkischen Krankenanstalten (stolzalpe.awm.at)

Einzelnachweise

Kategorie:Murau Kategorie:Ort im Bezirk Murau Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Murau Kategorie:Schladminger Tauern Kategorie:Ersterwähnung im 11. Jahrhundert Kategorie:Ehemalige Gemeinde in der Steiermark Kategorie:Gemeindegründung 1850 Kategorie:Gemeindeauflösung 2014 Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Mur