Sankt Georgen ob Murau ist eine ehemalige Gemeinde mit 1383 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 72 kB; abgerufen am 3. Februar 2025) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark. Seit 2015 ist sie im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform mit der Gemeinde Sankt Ruprecht-Falkendorf zusammengeschlossen worden. Die neue Gemeinde trägt den Namen Sankt Georgen am Kreischberg.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 24. Oktober 2013 über die Vereinigung der Gemeinden Sankt Georgen ob Murau und St. Ruprecht-Falkendorf, beide politischer Bezirk Murau. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 128, 32. Stück. . S. 634, in der Fassung der Änderung (Namenszusatz „am Kreischberg“ statt „ob Murau“) durch die Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 27. März 2014, mit der die Kundmachung über die Vereinigung der Gemeinden Sankt Georgen ob Murau und St. Ruprecht-Falkendorf, beide politischer Bezirk Murau, geändert wird, Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 11. April 2014. Nr. 40. S. 1.
Sie ist vor allem durch den Kreischberg bekannt geworden, da hier die Snowboard-Weltmeisterschaften 2003 stattfanden. 2015 wurden abermals Snowboard-Weltmeisterschaften ausgetragen.
Geografie Sankt Georgen ob Murau liegt im Bezirk Murau im österreichischen Bundesland Steiermark.
Gliederung Das Gemeindegebiet umfasste bis 2014 folgende vier Ortschaften bzw. Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand , Fläche Stand ):
Bodendorf (; ) Lutzmannsdorf (; ) Sankt Georgen ob Murau (; ) Sankt Lorenzen ob Murau () bzw. St. Lorenzen ()
Geschichte Im Jahre 1152 schenkte Gräfin Emma von Treffen geb. von Pux mit Zustimmung ihrer Brüder Heinrich von Pris und Meginhalm von Weichselburg ihr Eigengut Babindorf (Bodendorf) mit allem Zugehör dem Kloster Sittich.
Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche St. Georgen ob Murau
Katholische Pfarrkirche St. Georgen ob Murau
Politik Letzte Bürgermeisterin war Cäcilia Spreitzer (ÖVP). Der Gemeinderat setzte sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen: 7 SPÖ, 6 ÖVP und 2 FPÖ.
Persönlichkeiten Ehrenbürger 1975: Franz Wegart (1918–2009), Landeshauptmann-StellvertreterMurtaler Zeitung, Nr. 26 (28. Juni 1975), S. 4. Söhne und Töchter der Gemeinde Franz Murer (1912–1994), SS-Offizier, genannt „Schlächter von Vilnius“Mascha Rolnikaitė: Ich muss erzählen. Mein Tagebuch 1941-1945. Dort die kaltblütige Ermordung eines Mädchens (S. 83 f), die Prügel einer nackten Frau (S. 110 f), der Sadismus gegen einen älteren Mann (S. 111).
Literatur Karl Raffalt (Hg.): St. Georgen ob Murau. Festschrift zur 800-Jahr-Feier. St. Georgen ob Murau 1988
Weblinks
Einzelnachweise
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