Tulwitz war bis Ende 2014 eine Gemeinde mit 508 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) und lag im Bezirk Graz-Umgebung nördlich von Graz in der Steiermark.
Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist sie ab 2015 mit den Gemeinden Fladnitz an der Teichalm und Tyrnau zusammengeschlossen,Steiermärkische Gemeindestrukturreform. die neue Gemeinde führt den Namen Fladnitz an der Teichalm weiter und gehört zum Bezirk Weiz. Grundlage dafür ist ein gemeinsamer Antrag dieser Gemeinden.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. Oktober 2013 über die Vereinigung der Gemeinde Fladnitz an der Teichalm, politischer Bezirk Weiz, und der Gemeinden Tulwitz und Tyrnau, beide politischer Bezirk Graz-Umgebung. Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 26. Juni 2014. Nr. 74, Jahrgang 2014. , S. 1. Die Grenzen der Bezirke Graz-Umgebung und Weiz wurden so geändert, dass die neue Gemeinde vollständig im Bezirk Weiz liegt.Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. Juli 2014, mit der die Steiermärkische Bezirkshauptmannschaftenverordnung geändert wird. Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 10. September 2014. Nr. 99 Jahrgang 2014. .
Geografie Geografische Lage Tulwitz liegt ca. 20 km nördlich der Landeshauptstadt Graz im Bezirk Weiz in der Region Almenland, und zwar am Westrand des Passailer Beckens im Grazer Bergland, am Rechberg.
Auf Tulwitzer Gebiet liegt der hohe Sulberg.
Gliederung Das Gebiet umfasste folgende zwei Katastralgemeinden und gleichnamigen Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Tulwitzdorf () Tulwitzviertl ()
Nachbargemeinden bis 2014
Geschichte Das früheste Schriftzeugnis ist von 1406 und lautet „Tulbicz“. Der Name geht auf urslawisch dόlovica (‚kleines Tal‘) zurück.
Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.
Religionen Beinahe 100 % der Einwohner von Tulwitz sind römisch-katholisch. Bevölkerungs-entwicklung Datum Einwohner 1869 628 1880 652 1890 606 1900 605 1910 616 1923 621 1934 617 1939 590 1951 566 1961 513 1971 517 1981 515 1991 517 2001 500 2014 508
Politik Bürgermeister bis Ende 2014 war Hermann Gschaidbauer (ÖVP). Der Gemeinderat setzte sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen: 8 ÖVP und 1 SPÖ.
Wirtschaft und Infrastruktur Tulwitz gehört zur Region Almenland.
Verkehr Durch das Gebiet von Tulwitz führt die Rechberg Straße B 64. Auf diesem Weg ist auch die Brucker Schnellstraße S 35 von Graz nach Bruck an der Mur, die im Murtal verläuft, in circa zwölf Kilometern zu erreichen.
In Tulwitz befindet sich kein Bahnhof. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in circa zwölf Kilometern Entfernung in Frohnleiten und bietet Zugang zur Südbahn mit stündlichen Regionalzug-Verbindungen nach Graz und Bruck an der Mur.
Der Flughafen Graz ist ca. 55 km entfernt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Rechbergrennen Tulwitz ist vor allem durch das Rechbergrennen bekannt, eine internationale Motorsportveranstaltung mit ungefähr 200 Startern. Der Start ist im Zentrum von Tulwitz und die Strecke führt hinauf auf den Rechberg, um in Tulwitzdorf zu enden. Das Rechbergrennen ist das größte Motorsport-Event Österreichs. Die Oldtimer, Tourenwagen und Formel-Fahrzeuge locken jährlich zehntausende Besucher an. Den Streckenrekord stellte im Jahr 2014 der Italiener Simone Faggioli vom Osella-Werksteam auf, der damit seinen Rekord vom Jahr 2010 auf 1:55:366 verbessert hat.
Persönlichkeiten Ehrenbürger 1962: Josef Krainer (1903–1971), Landeshauptmann der Steiermark 1948–1971 1964: Lorenz Pirstinger 1978: Helmut Fallada, Bezirkshauptmann 1980: Johann Mandl, Bürgermeister von Tulwitz 1955–1978 1991: Karl Walcher, Bürgermeister von Tulwitz 1978–1990 2002: Ehrenfried Seitinger 2003: Josef Jandl, Pfarrer 2004: Waltraud Klasnic (* 1945), Landeshauptmann der Steiermark 1996–2005 2014: Hermann Gschaidbauer, Bürgermeister von Tulwitz 1990–1997, 1998–2014Gottfried Allmer: Fladnitz an der Teichalm – Tulwitz – Tyrnau. Geschichte und Kultur im oststeirischen Naturpark Almenland. Bd. 2, Fladnitz an der Teichalm 2014, S. 675, 680.
Söhne und Töchter Lore Schoiswohl (* 1940), Politikerin (SPÖ)
Literatur Gottfried Allmer: Fladnitz an der Teichalm – Tulwitz – Tyrnau. Geschichte und Kultur im oststeirischen Naturpark Almenland. 2 Bände, Fladnitz an der Teichalm 2014.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Fladnitz an der Teichalm Kategorie:Grazer Bergland Kategorie:Ehemalige Gemeinde in der Steiermark Kategorie:Ort im Bezirk Weiz