Hart-Purgstall ist eine ehemalige Gemeinde mit 1599 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 72 KB; abgerufen am 3. Februar 2025) nordöstlich von Graz in der Steiermark im Bezirk Graz-Umgebung. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde sie mit 1. Jänner 2015 mit den Gemeinden Brodingberg, Eggersdorf bei Graz und Höf-Präbach zusammengeschlossen,Steiermärkische Gemeindestrukturreform. die neue Gemeinde wird den Namen Eggersdorf bei Graz weiterführen. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.§ 3 Abs. 3 Z 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. . S. 2. Eine Beschwerde, die von der Gemeinde gegen die Zusammenlegung beim Verfassungsgerichtshof eingebracht wurde, war nicht erfolgreich.Erkenntnis des VfGH vom 24. November 2014, G 75/2014, G 76/2014, G 77/2014.
Die Gemeinde war aufgrund des ähnlichen Namens leicht mit der nur zehn Kilometer entfernten Gemeinde Hart bei Graz zu verwechseln.
Geografie Geografische Lage Hart-Purgstall liegt ca. 15 km nordöstlich der Landeshauptstadt Graz im oststeirischen Hügelland. Durch das Gemeindegebiet fließt der Rabnitzbach, ein Nebenfluss der Raab.
Ehemalige Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasste folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Hart bei Eggersdorf () Purgstall bei Eggersdorf ()
Die Gemeinde bestand aus den Katastralgemeinden Hart bei Eggersdorf und Purgstall.
Ehemalige Nachbargemeinden
Geschichte Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.
2003 hat die Gemeinde ihren ursprünglichen Namen Purgstall bei Eggersdorf abgelegt, um ihre Eigenständigkeit zu demonstrieren und den Eindruck zu vermeiden, sie sei ein Ortsteil von Eggersdorf bei Graz. In einer Bürgerbefragung sprach sie die Bevölkerung für den neuen Namen Hart-Purgstall aus. Dadurch kann die Gemeinde allerdings leicht mit Hart bei Graz verwechselt werden. Am 1. Jänner 2015 wurde die Gemeinde nach Eggersdorf bei Graz eingemeindet.
Bevölkerungsentwicklung der ehemaligen Gemeinde Jahr 1869 1880 1890 1900 1910 1923 1934 1939 Einwohner 992 978 1037 1026 955 946 1037 1026 Jahr 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2014 Einwohner 1046 1026 1119 1243 1515 1653 1593
Politik Bürgermeister war zuletzt Reinhard Pichler (ÖVP).
Der Gemeinderat setzte sich nach der Gemeinderatswahl in der Steiermark 2010 wie folgt zusammen: ÖVP: 13 Mandate SPÖ: 2 Mandate
Wappen der ehemaligen Gemeinde Die Verleihung des ehemaligen Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juli 1992. Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Im Zinnenschnitt von Kürsch und Rot geteilt mit einer silbernen von unten nach vorne gebogenen Dornenranke mit einer silbernen Rose im roten Feld.“Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 42/43, 1992/93, S. 53
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Schloss Dornhofen ist ein Renaissanceschloss, das links des Rabnitzbaches auf einer Hangstufe liegt. Es wurde im 17. Jahrhundert erbaut.
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Hart-Purgstall liegt zwar nicht an einer der Hauptverkehrsstraßen, diese sind aber schnell zu erreichen. Die Süd Autobahn A 2 ist circa zehn Kilometer entfernt und über die Anschlussstelle Gleisdorf-West (161) zugänglich. Die Weizer Straße B 72 ist etwa drei Kilometer entfernt, die Gleisdorfer Straße B 65 etwa fünf Kilometer.
Hart-Purgstall hat keinen Bahnhof. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Gleisdorf in etwa 12 km Entfernung und bietet Zugang zur Steirischen Ostbahn sowie zur Landesbahn Gleisdorf-Weiz. Der Hauptbahnhof Graz ist ca. 16 km entfernt. Hart-Purgstall hat eine Haltestelle auf der Buslinie des Verkehrsverbundes zwischen Graz und Eggersdorf bei Graz.
Der Flughafen Graz ist etwa 25 km entfernt.
Fremdenverkehr Im Greithgraben gab es ein kleines privat betriebenes Schigebiet. Der 1972 vom Landwirt Josef Wimmer auf einem Hang von 400 Metern Länge und 80 Metern Breite gebaute Wimmerlift war bis 2023 ein Familienbetrieb mit zwei Schleppliften, Flutlichtanlage und fünf Schneekanonen.Wimmerlift Trotz der geringen Seehöhe von 450 bis 500 m gelang es durch den Einsatz von Schneekanonen zumindest wochenweise zwischen Weihnachten und den Semesterferien den Liftbetrieb sicherzustellen. Anfang 2023 musste der Schibetrieb wegen der klimatischen Veränderungen und die damit einhergehenden warmen Temperaturen sowie des Alters der Betreiber eingestellt werden.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde Engelbert von Admont (um 1250–1331), Abt von Admont, geboren im Ortsteil Volkersdorf
Weblinks
Einzelnachweise
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