mini|Meschduretschensk, Juli 2006 Meschduretschensk () ist eine Stadt in Russland in der Oblast Kemerowo. Sie hat Einwohner (Stand ).
Geographie Meschduretschensk liegt etwa 60 Kilometer östlich von Nowokusnezk, der größten Stadt der Oblast Kemerowo, sowie rund 312 Kilometer südöstlich der Gebietshauptstadt Kemerowo. Die Stadt befindet sich zwischen den beiden Flüssen Tom und Usa. Daher der Ursprung des Namens Meschduretschensk, was übersetzt „Zwischen zwei Flüssen“ bedeutet. Meschduretschensk verfügt über eine Eisenbahnanbindung an die Strecke zwischen Nowokusnezk und Abakan.
Geschichte Allgemein Meschduretschensk als Stadt gibt es seit dem 23. Juni 1955. Es wurde an der Stelle der Siedlung Olscheras gegründet, die als Arbeitersiedlung im Rahmen der Erschließung einer Steinkohlelagerstätte 1948 entstand. 1948 bis 1954 befand sich in der Nachbarschaft der Stadt das Gulag-Sonderlager KamyschLag.
Im Juli 1989 löste ein Streik der Bergarbeiter in Meschduretschensk eine Welle von weiteren Streiks in anderen sowjetischen Bergbaugebieten aus. Bald danach zerfiel die Sowjetunion.
In der Nähe der Stadt stürzte am 23. März 1994 ein Aeroflot-Flugzeug mit 75 Menschen an Bord ab.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1959 54.513 1970 81.739 1979 91.296 1989 107.014 2002 101.987 2010 101.678 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Wirtschaft Heute gehört die Stadt zu den größten Steinkohlenbergbaugebieten Russlands und beherbergt insgesamt vier Bergwerke, darunter Raspadskaja, das größte Steinkohlebergwerk Russlands. Hier kam es in den Abendstunden des 8. Mai 2010 (Ortszeit) zu zwei Schlagwetterexplosionen. bei tagesschau.de, 10. Mai 2010. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 359 Arbeiter unter Tage. Die Zahl der Todesopfer stieg in den folgenden Tagen auf insgesamt 75 Bergleute.
Neben dem Bergbau, der maßgebend für das wirtschaftliche Leben der Stadt ist, gibt es in Meschduretschensk heute mehrere Verarbeitungsbetriebe für die geförderte Steinkohle sowie zwei Nahrungsmittelproduktionsbetriebe. Daneben gilt die Stadt als ein bekanntes Wintersportgebiet der Region; hier befindet sich der Sportpark Yugus mit fünf Skipisten.
Verkehr Die Stadt liegt an der Südsibirischen Eisenbahn.
Söhne und Töchter der Stadt Sergei Kosminin (* 1964), Judoka Arthur Kulkov (* 1983), männliches Model Sofja Smirnowa (* 1988), Freestyle-Skierin Sergei Maitakow (* 1990), Skirennläufer Stepan Oganessjan (* 2001), Fußballspieler
Einzelnachweise
Weblinks
Inoffizielles Informationsportal (russisch) Meschduretschensk auf mojgorod.ru (russisch)
Kategorie:Ort in der Oblast Kemerowo