Die Initiative Finanzstandort Deutschland war eine Lobbyorganisation ohne Rechtsform. Seit 2011 ist die Initiative nicht mehr aktiv, ihre Spuren im Internet wurden so weit wie möglich gelöscht.Alexander Dill: , Telepolis, 7. Juli 2011. Sie bestand aus Finanzdienstleistern, interessierten Verbänden, dem Bundesministerium der Finanzen und der Bundesbank mit dem erklärten Ziel, den "Finanzstandort Deutschland" zu "stärken".
Zielsetzung und Wirken Die im Frühjahr 2003 gegründete Initiative repräsentierte nach eigenen Angaben alle Bereiche der deutschen Finanzwirtschaft und verstand sich als Arbeits- und Aktionsgruppe sowie Kommunikationsplattform. Auch das Bundesfinanzministerium und die Bundesbank waren hier vertreten. Die IFD hatte weder eine eigene Verwaltung noch einen Vorsitzenden.
Der von ihr formulierte Gesetzentwurf zum Kleinunternehmerförderungsgesetz und zur Verbesserung der Unternehmensfinanzierung (KFG) bewirkte ab 2003 die Gewerbesteuerbefreiung für Zweckgesellschaften. Dies erlaubte erstmals den Handel mit hochriskanten Credit Default Swaps (CDS). Das Gesetz wurde einstimmig und ohne parlamentarische Debatte verabschiedet.Nichts gelernt aus der Finanzmarktkrise – Zocken als ob nichts gewesen wäre, Kontraste, 23. Oktober 2008Katja Pink, Thilo Bode: Die Finanzkrise als Demokratiekrise, Blätter für deutsche und internationale Politik, Nr. 6/2010, Seite 45–55.
Bis zur Finanzkrise ab 2007 wuchs der liberalisierte globale Handel mit CDS-Papieren (zwischen 2001 und 2006) von 1 auf 50 Billionen US-Dollar.
Mit dem Projekt "Kursraum Geld" sollte die Behandlung finanzpolitischer Themen im Schulunterricht gefördert werden.
Im April 2010 gründete sie den Arbeitskreis Verbraucherschutz, 2011 löste sie sich auf.
Mitglieder Die Vereinigung hatte folgende Mitglieder: Allianz Dresdner Bank BayernLB Bundesministerium der Finanzen Deutsche Bank Commerzbank DekaBank Deutsche Börse Group DZ Bank Deutsche Bundesbank HypoVereinsbank KfW Bankengruppe Morgan Stanley Münchener Rück Postbank Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft Bundesverband deutscher Banken Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken Deutscher Sparkassen- und Giroverband
assoziierte Mitglieder: Goldman Sachs Citigroup JPMorgan Lehman Brothers Merrill Lynch UBS
IFD-Medienpreis Der IFD-Medienpreis wurde jährlich an Journalisten vergeben, um „herausragende Leistungen“ auf dem Gebiet des Finanz- und Wirtschaftsjournalismus zu würdigen.
In der Vergabe-Jury saßen 2006 die Journalisten Holger Steltzner (Vorsitzender, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), Claus Döring (Chefredakteur der Börsen-Zeitung), Christoph Keese (Chefredakteur der Welt am Sonntag), Helmut Markwort (Herausgeber und Chefredakteur Focus), Christoph Moss (Leiter der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten), zudem aus den Reihen der IFD Heinz Hilgert (Mitglied des Vorstandes DZ Bank), Hermann-Josef Lamberti (Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank), Johannes Lörper (Mitglied des Vorstandes der Hamburg-Mannheimer Versicherung AG, Vorstand der Victoria Lebensversicherungs AG) und Jürgen Pfister (Chefvolkswirt der Bayern LB).
Preisträger 2006:bdzv.de: , 26. Januar 2007. Benedikt Fehr und Matthias Hannemann 2007:bvr.de: https://archive.today/2012.07.20-170056/http://www.bvr.de/p.nsf/index.html?ReadForm&main=0&sub=10&ParentUNID=9932F5BC4FB017DDC12573D3005D583E 18. Januar 2008 Guido Bohsem, Reinhard Hönighaus und Stephan Lorz 2008:bankkaufmann.com: Yasmin Osman gewinnt Medienpreis der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD), 23. Januar 2009. Yasmin Osman 2009: vom 20. Januar 2010 Stephan Lamby (Fernsehjournalist) 2010:Finanztelegraph.de: , 21. Januar 2011. Bernd Wittkowski (1. Preis), Mark Schieritz, Heike Buchter und Arne Storn (2. Preis)
Weblinks
Einzelnachweise
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