thumb|hochkant|Mario Merola Mario Merola (* 6. April 1934 in Neapel; † 12. November 2006 in Castellammare di Stabia) war ein neapolitanischer Sänger und Schauspieler.
Leben mini|Grabstätte von Mario Merola Merola, aus ärmlichsten Verhältnissen stammend, verdiente zunächst in seiner Heimatstadt seinen Lebensunterhalt als Hilfskoch und Hafenarbeiter. Auf Drängen seiner Kollegen nahm er einige Gesangsstunden und nahm das rabiate Lied Malu figlio auf. Recht schnell hatte er im neuen Metier großen Erfolg und wurde zu einer Ikone des neapolitanischen Liedes, der auch in den Vereinigten Staaten und Kanada bei den dortigen Einwanderern zum Star wurde. Er veröffentlichte zahlreiche Schallplatten.
Zum Ende der 1970er Jahre begann er parallel zu seiner Gesangskarriere eine Reputation als Schauspieler aufzubauen. Er trat häufig in Filmen von Regisseur Alfonso Brescia auf, meist kriminalistisch angehauchten Filmen sowie Melodramen in der Tradition des Regisseurs Raffaello Matarazzo und fast ausschließlich mit Neapel-Bezug, meist schon im (Original-)Titel. Nur wenige dieser Filme hatten Aufführungen außerhalb Italiens.
Seit Mitte der 1980er konzentrierte der „massige und leidenschaftliche Darsteller und Sänger sich wieder auf die neapolitanischen Lieder voller Schluchzen, Verzweiflung und Zorn“Andrea Orbicciani, Artikel Mario Merola. In: Roberto Chiti, Enrico Lancia, Andrea Orbicciani, Roberto Poppi: Dizionario del cinema italiano. Gli attori. Gremese, Rom 1998, ISBN 88-7742-261-0, S. 321/322 und trat in unzähligen Konzerten, auf Bühnen und im Fernsehen auf.
Zu Beginn des Jahres 2006 musste er auf Grund gesundheitlicher Probleme seine Karriere beenden. Er starb an einem Lungenödem. Die Trauerfeier fand am 14. November 2006 in Neapel in der Basilika Santa Maria del Carmine Maggiore statt, in der auch Merola geheiratet hatte. Zahlreiche Menschen folgten seinem Sarg zum monumentalen Friedhof von Neapel, wo der Künstler begraben wurde.
Seit 1964 war er mit Rosa Serrapaglia verheiratet, mit der er drei Kinder hatte, von denen sein Sohn Francesco die Tradition als Sänger neapolitanischen Liedgutes fortführt.
Filme (Auswahl) 1973: Sgarro alla Camorra 1978: Napoli serenata calibro 9 1978: L'ultimo guappo 1978: Von Corleone nach Brooklyn (Da Corleone a Brooklyn) 1979: Hunted City (Sbirro, la tua legge è lenta… la mia no) 1979: Der große Kampf des Syndikats (I contrabbandieri di Santa Lucia) 1979: Il mammasantissima 1979: Napoli… la Camorra sfide, la città risponde 1980: Zappatore 1980: La tua vita per mio figlio 1981: Napoli, Palermo, New York – Il triangolo della Camorra 1981: Carcerato 1982: Tradimento 1982: Giuramento 1984: Torna 1984: Guapparia
Platten (Auswahl) 1967: Mario Merola (PIG AVA 74) 1970: 6 sceneggiate cantate da Mario Merola (ZSL TM 55460) 1972: canzoni 'nziste (REL-ST 19154) 1981: Lacrime napulitane 2001: Passione eterna (Distr. Venus)
Weblinks
news.ch zum Tod von Mario Merola Biografie bei Storia Radio TV
Einzelnachweise
Kategorie:Sänger Kategorie:Musiker (Italien) Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Ritter) Kategorie:Person (Malteserorden) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Gestorben 2006 Kategorie:Mann