Johannes Knittel (* 11. August 1910 in Woltrop; † 3. Januar 1989) war ein deutscher Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor.

Leben Während seines Studiums der Theaterwissenschaft, Romanistik und Philologie in Münster, Hamburg und in Paris wirkte Knittel bereits in kommunistischen Studententheatern mit. Wegen seiner antifaschistischen Betätigung wurde er verhaftet und ins Gefängnis Hamm (Westfalen) gebracht. Nach seiner Freilassung emigrierte er nach Frankreich. Dort war er Kämpfer im Maquis. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er zunächst Ratsherr der KPD in Hamm, als er 1946 an Deutsche Theater nach Ost-Berlin kam, wo er als Dramaturg und Regieassistent arbeitete.

Ab 1949 arbeitet Knittel dann für Phoenix-Film, später für die DEFA, wo er vorwiegend in der Synchronarbeit eingesetzt wurde. In der Zeit von 1955 bis 1961 inszenierte er insgesamt vier DEFA-Spielfilme, darunter 1959 Musterknaben mit Rolf Herricht. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur, Drehbuchautor wirkte er aber auch vereinzelt als Schauspieler in Spielfilmen mit, wie beispielsweise in Wo du hingehst aus dem Jahr 1957 oder in dem Märchenfilm Der Eisenhans aus dem Jahr 1988.

1969 wurde er mit dem Kunstpreis der DDR ausgezeichnet.Kunstschaffende geehrt, In: Neue Zeit, 5. Oktober 1969, S. 4. 1975 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze.

Filmografie (Auswahl) 1949: Die Brücke 1949: Rotation 1950: Der Auftrag Höglers 1951: Die letzte Heuer 1956: Mich dürstet 1957: Zwei Mütter 1957: Wo du hingehst... 1958: Geschwader Fledermaus 1958: Die Elenden 1960: Hatifa 1962: Die schwarze Galeere 1962: Die neue Losung 1967: Chingachgook, die große Schlange 1970: Ich – Axel Cäsar Springer. 5. Der Königsmacher 1972: Schwarzer Zwieback 1972: Die große Reise der Agathe Schweigert 1984: Ach du meine Liebe (Fernsehfilm) 1988: Der Eisenhans

Regie 1957: Der Fackelträger 1959: Musterknaben 1961: Der Arzt von Bothenow 1962: Die Entdeckung des Julian Böll

Theater 1953: Iwan Popow: Die Familie (Polizeidirektor) – Regie: Werner Schulz-Wittan (Maxim-Gorki-Theater Berlin)

Hörspiele 1958: Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen (SS-Mann) – Regie: Joachim Witte (Rundfunk der DDR) 1965: Peter Weiss: Die Ermittlung – Regie: Wolfgang Schonendorf (Rundfunk der DDR)

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Einzelnachweise

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