Neubronn (fränkisch: NaibrunnE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 137. Dort folgendermaßen transkribiert: „naibrún“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Neubronn liegt in der Gemarkung Haasgang.

Geografie In der Nähe des Weilers entspringt der Itzelsbach, ein rechter Zufluss des Mettlachbachs. Im Osten grenzt das Waldgebiet Adelmannsdorfer Schlag an. Die Kreisstraße AN 9 führt nach Zellrüglingen (2,5 km südlich) bzw. nach Haasgang (1,5 km nördlich).

Geschichte Aus der ungünstigen Ortslage und aus dem Präfix Neu- kann man schließen, dass Neubronn eine Spätsiedlung ist, die wohl zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert an einer „neuen Quelle“ (dem Itzelsbach) gegründet wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1281 als „Niwenbrunne“.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 137.

Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Neubronn 5 Mannschaften verzeichnet: 2 Anwesen (beide Halbhöfe) unterstanden dem Hofkastenamt Ansbach und 3 Anwesen dem Stiftsamt Ansbach. Außerdem gab es das Hirtenhaus und die Schmiede, beides kommunale Gebäude. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 2659. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 688.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Neubronn 8 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Alleiniger Grundherr war das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 2 Halbhöfe, 1 Leerhaus; Stiftsamt Ansbach: 4 Halbhöfe, 1 Gut). Neben den Anwesen gab es kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 890. Es gab zu dieser Zeit 7 Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 730. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 992.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neubronn dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wernsbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Wernsbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Am 27. Juli 1830 wurde Neubronn in die neu gebildete Gemeinde Haasgang umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 948. Nach dem Grundsteuerkataster der Steuergemeinde Neubronn von 1833 gab es in der Siedlung 10 Anwesen, 6 davon Halbhöfe, das Gemeindehirtenhaus, ein Lehrhaus der „Potaschensiederen“, einen Metzger- und einen Schuhmachermeister.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Neubronn am 1. Juli 1972 nach Weihenzell eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1999 2011 2017 2025Einwohner 52 81 53 60 47 54 56 66 40 48 38 34 32 33 29HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 10 11 11 9 8 8 8 Quelle Günther Roesner: Weihenzell, S. 152.

Religion Neubronn ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Jakob (Weihenzell) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Weihenzell Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1281