mini|hochkant=1.333|Frichlkouen auf Apians bairischen Landtafeln von 1568 mini|Frichlkofen von Nordwesten
Frichlkofen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gottfrieding im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau.
Lage und Einwohner Das Kirchdorf liegt im Weilnbachtal, einem rechten Seitental des unteren Isartals, das vom Gottfriedinger Bach durchflossen wird, der auch durch den Ort fließt, 1100 Meter unterhalb von Unterweilnbach und 1200 Meter oberhalb des Dorfes Gottfrieding. In dem Dorf leben 194 Einwohner (Stand: 2. November 2004). Nach dem Melderegister der Gemeinde Gottfrieding hatte Frichlkofen 198 Einwohner am 1. Juli 2013 im Haupt- und Nebenwohnsitz.gottfrieding.de:
Geschichte Die Besiedlung von Frichlkofen erfolgte im 6. Jahrhundert, als die Bajuwaren sich im Isartal niederließen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde auf dem Schusterberg eine Kanonenstation der Schwedenschanze in Oberdingolfing angelegt. Im Jahr 2012 feierte Frichlkofen sein eintausendjähriges Bestehen.Gottfrieding: Historisches: 1000 Jahre Frichlkofen 1011 wurde Frichlkofen zum ersten Mal urkundlich erwähnt: König Heinrich II. schenkte auf Bitten seiner Gemahlin Kunigunde von Luxemburg unter anderem Frochilinchouun dem damaligen Bischof Eberhard von Bamberg und seinen Nachfolgern. (PDF)
Nach der statistischen Aufstellung von Joseph von Hazzi über das Herzogthum Baiern von 1808 gehörte Früchelkofen mit 25 Häusern und ebenso vielen Herdstellen zur Obmannschaft Günz und Früchlkofen.Joseph von Hazzi: Statistische Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, aus ächten Quellen geschöpft. Ein allgemeiner Beitrag Zur Länder- u. Menschenkunde. Vierter Band. Nürnberg 1808, S. 230
Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Frichlkofen, zu der auch die Orte Golding, Tichling, Unterweilnbach, Reitholz, Kaltenberg und das damals noch nicht erwähnte Hacklberg gehörten. 1823/24 wurde die Gemeinde Frichlkofen in die Gemeinde Gottfrieding eingegliedert, mit Ausnahme von Kaltenberg (nach Frauenbiburg) und Reitholz (nach Griesbach).Joseph von Hazzi: Statistische Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, aus ächten Quellen geschöpft. Ein allgemeiner Beitrag Zur Länder- u. Menschenkunde. Vierter Band. Nürnberg 1808, S. 384
Baudenkmäler Das Ortsbild wird geprägt vom Turm der katholischen Filialkirche St. Laurentius. Der Bau wurde im 12. Jahrhundert im Stil der Romanik errichtet und später frühgotisch und barock überformt. Ebenfalls unter Denkmalschutz stehen ein Bauernhaus und ein Stadel.
Literatur Paul Streifeneder: Frichlkofen, aus seiner tausendjährigen Geschichte. Wälischmiller, Dingolfing 2012
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Dingolfing-Landau Kategorie:Gottfrieding Kategorie:Ersterwähnung 1011 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Dingolfing-Landau) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1824 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)