Das Ens (lateinisch ens [seiend], Partizip Präsens von lateinisch esse [sein]; Plural entia) ist ein Begriff der Philosophie, insbesondere der Scholastik.
Der Begriff wird in verschiedenen Zusammenhängen verwendet; die Wortbedeutung variiert entsprechend: Ens reale: „das wirkliche (vom Bewusstsein unabhängige) Ding, das reale Sein, das wirkliche Wesen“Rainer Hegenbart: Wörterbuch der Philosophie. Gondrom Verlag, 1994, ISBN 3-8112-1125-0 Ens rationis: „das (nur) gedachte Ding, das Gedankending“ Ens rationis cum fundamento in re: „das in der Sache begründete Gedankending“ Ens realissimum: „das allerwirklichste Sein = Gott“ Ens a se: „das Durchsichselbstseiende“; siehe Aseität. Ens perfectissimum: Zur Bezeichnung Gottes bei Descartes
Der Gegensatz Nichts bzw. Nicht-Seiendes (lateinisch Non ensBrockhaus’ Conversations-Lexikon. 13., vollständig umgearbeitete Auflage. Band 12 (Murrhardt – Phoxos). F. A. Brockhaus, Leipzig 1885, S. 274 (Non ens).) wird auch als „Unding“ bezeichnet.
Siehe auch Entität Ontologie
Einzelnachweise
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