Designerdrogen sind synthetisch hergestellte Rauschmittel, deren Molekülstruktur auf der Basis von Leitstrukturen entworfen wurde, mit der Absicht, ein Rauschmittel herzustellen.

Der Design-Prozess kann systematische Auswertungen von Struktur-Wirkungs-Beziehungen enthalten. Er beläuft sich in der Regel auf eine geringfügige chemisch-strukturelle Änderung einer bekannten Rauschdroge.

Einige Drogen werden fälschlicherweise den Designerdrogen zugeordnet, obwohl sie nicht mit dem Ziel entwickelt wurden, ein Rauschmittel herzustellen, und eine Rauschwirkung erst später, oft durch Zufall, entdeckt wurde. Beispiele dafür sind Amphetamin („Speed“), 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin („Ecstasy“) und Stoffe, die ursprünglich im Prozess der Arzneimittel-Entwicklung entstanden sind: Dextromethorphan, Fentanyl, Phencyclidin (PCP), LSD etc.

Ein Motiv bei der Entwicklung von Designerdrogen ist kommerzieller Natur. Da nur in den dortigen Gesetzesanlagen erfasste Stoffe dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, können neue Rauschmittel entwickelt und bis zu einer eventuellen Gesetzesänderung straffrei vertrieben werden. Diese Strafbarkeitslücke versucht das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz von 2016 zu schließen.

Rechtslage von 2014 bis 2016

Neue Designerdrogen waren, sofern sie nicht dem Betäubungsmittelgesetz oder anderweitiger Gesetzgebung oder Regulierung unterlagen, für den privaten Besitz legal. Laut Urteil des Europäischen GerichtshofsCannabinoide Kräutermischungen vor dem EuGH. Legal Tribune OnlineLegal Highs – Verbot von Cannabis-Ersatz teilweise rechtswidrig. Zeit OnlineKräutermischung als „Legal High“: EU-Richter entscheiden. derStandard.at und bestätigt durch den BundesgerichtshofBGH-Urteil zu „Legal High“-Mischung – Drogen sind keine Medikamente. taz.deLegal Highs – Warum der Kampf gegen Designerdrogen so zäh ist. In: Badische Zeitung fielen Designerdrogen, welche z. B. ausdrücklich als legaler Ersatz für Cannabis vertrieben wurden, nicht unter den Arzneimittelbegriff, womit diese Form der Kriminalisierung nicht vereinbar mit deutschem und europäischem Arzneimittelrecht war. Der Europäische Gerichtshof erkannte abschließend in seinem Urteil:

Siehe auch Neue psychoaktive Substanzen

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Drogen