mini|300px|Blick auf Wassenach (2016, vom Lydiaturm) mini|300px|Burghaus Wassenach, Hofseite mini|hochkant|Pfarrkirche St. Remigius mini|hochkant|Lydiaturm Wassenach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Brohltal an, die ihren Verwaltungssitz in Niederzissen hat. Wassenach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Geographie Wassenach liegt in der Osteifel nördlich des Laacher Sees auf einem von Süden nach Norden stetig abfallenden Bergrücken. Die Ortschaft umfasst dabei Höhenlagen zwischen und . Westlich erhebt sich der Veitskopf, wo das Gemeindegebiet mit seinen höchsten Bodenpunkt erreicht. Naturräumlich lässt es sich dem Laacher Kuppenland zuordnen, im Westen hat es Anteil am Naturschutzgebiet Laacher See. Zu Wassenach gehört der Wohnplatz Wassenacher Mühle (Degensmühle).
Geschichte Wassenach wurde im Jahre 1138 erstmals urkundlich erwähnt, als der Ritter Embrico sein Gehöft (Mansum) zu Wassenach (Waszennaco) dem Kloster Laach für sein Seelenheil vermachte. Papst Innozenz II. bestätigte diese Schenkung. Aus dem Jahre 1149 ist ein „Theoduricus de Wassenacho“ nachgewiesen. Um das Jahr 1320 wurde das Geschlecht der „Herren von Kolb“ erstmals erwähnt, als die erste Kapelle von Wassenach gebaut wurde. Der Hof derer von Kolb zu Wassenach war reichsritterschaftlich. Eine Linie derer von Kolb führte den Beinamen „von Wassenach“ und war mehrere Jahrhunderte im Besitz dieses Ritterguts.Johann Friedrich Schannat: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Band 3, 1852, Seite 78
Statistik zur Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Wassenach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 379 1835 448 1871 533 1905 615 1939 561 1950 676 1961 747 Jahr Einwohner 1970 919 1987 959 1997 1.195 2005 1.152 2011 1.137 2017 1.220 mini|400px|links|Einwohnerentwicklung von Wassenach von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Wassenach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD CDU FWG Gesamt 2024 2 9 5 16 Sitze 2019 3 8 5 16 Sitze 2014 4 7 5 16 Sitze 2009 4 7 5 16 Sitze 2004 3 8 5 16 Sitze FWG = Freie Wählergruppe Wassenach e. V.
Bürgermeister Manfred Sattler (CDU) wurde am 1. Juli 2009 Ortsbürgermeister von Wassenach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 85,10 % und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 82,6 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.
Sattlers Vorgänger Werner Willems war 2009 nicht erneut angetreten.
Gemeindepartnerschaft Seit 1993 unterhält Wassenach eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Sommepy-Tahure im Département Marne in der Region Grand Est.Infos zur Partnerschaft auf den Seiten der Verbandsgemeinde Brohltal
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Das die Wassenacher Dorfmitte beherrschende Burghaus Wassenach wurde im Jahr 1772 von der adligen Familie von Kolb erbaut. Diese Familie erlangte über die Grenzen des Dorfes hinaus reichenden Einfluss; ihre privilegierte Stellung konnte sie über Generationen bewahren. Heute beherbergt das Burghaus eine Sammlung alter Musikinstrumente. Außerdem werden dort Konzerte veranstaltet. Die katholische Pfarrkirche St. Remigius in Wassenach stammt aus dem Jahr 1851. Sie besitzt einen barocken Hochaltar aus dem Jahre 1772 sowie eine historische Orgel aus dem Jahre 1854 von dem Orgelbauer Ludwig Hünd.Vgl. unter Opus-Nummer 1495 auf der Website der Orgelbaufirma Klais Das buddhistische Meditationszentrum mit Kloster und Tempel „Wat Buddha Vipassana“ der Thai Buddhisten Deutschland e. V., welches im Mai 2009 in der Ortsmitte in einem ehemaligen Hotel eröffnet wurde, beherbergt Mönche aus Bangkok und Chiang Mai und steht jederzeit für Besucher offen. Natürliche Mineralquelle Römerbrunnen. Im ovalen Quellbecken steigen Gase auf. Das Quellwasser hat einen hohen Gehalt an Eisen. Natürliche Mineralquelle Pferdebrunnen. Kohlensäurehaltiges Trinkwasser mit einem gelösten Mineralstoffgehalt von 1162 mg/l.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wassenach
Persönlichkeiten Ehrenbürger 2010, 21. August: Felix Genn (* 1950), Bischof des Bistums Münsterkirchensite.de: Hier gehöre ich hin. Bischof Felix Genn Ehrenbürger seines Heimatortes Wassenach.
Söhne und Töchter der Gemeinde Eva Mulner (um 1575–1609), Opfer der Hexenverfolgung. Felix Genn (* 1950), Bischof
Persönlichkeiten, die in Wassenach wirkten Josef Zilliken (1872–1942), katholischer Priester, der im KZ Dachau ermordet wurde.
Weblinks
Internetauftritt der Ortsgemeinde Wassenach Ortsgemeinde Wassenach bei der Verbandsgemeinde Brohltal Alles über Wassenach
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Ahrweiler Kategorie:Ersterwähnung 1138 Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Rheinland-Pfalz