Die Andrade-GleichungE.N. da C. Andrade, "A Theory of the Viscosity of Liquids. - Part I.", London Edinb.Dub.Philos.Mag.J.Sci., 17(112), 497–511, 1934 wird zur Korrelation der dynamischen Viskositäten von Reinstoffen verwendet. Sie ist benannt nach Edward Andrade, jedoch veröffentlichte C. V. Raman dieses Modell bereits im Jahr 1923 in der Zeitschrift Nature.C. V. Raman, “A Theory of the viscosity of liquids”, Nature 111, pp. 532–533, London 1923 (PDF; 127 kB)

Formulierung Die Gleichung beschreibt einen linearen Zusammenhang zwischen dem Logarithmus der Viskosität und dem Kehrwert der Temperatur:Horst Kuchling, Taschenbuch der Physik

mit : dynamische Viskosität : empirische Konstanten : absolute Temperatur in K : Eulersche Zahl.

Güte der Anpassung

Der Abweichungsplot zeigt, dass die Andradegleichung den Verlauf der Viskosität über den gesamten Temperaturbereich nur unzureichend wiedergibt. Sie sollte daher nur in einem eng begrenzten Temperaturbereich verwendet werden.

Beispielparameter b / KT(min.) / KT(max.) / KWasser−6,9442036,8274373Benzol−4,8251289,2273483Aceton−4,003842,5183329Ethanol−5,8781755,8163516 Die Tabellenwerte liefern jeweils die dynamische Viskosität η in mPa·s.

Siehe auch DIPPR-Gleichungen: Die DIPPR-Gleichungen 100 und 101 sind Alternativen zur Andrade-Gleichung Dortmunder Datenbank: Datenbank für experimentell ermittelte Viskositäten Arrhenius-Gleichung

Einzelnachweise

Kategorie:Thermodynamisches Modell Kategorie:Rheologie