mini|Aswad (2007) Aswad (arabisch „schwarz“) ist eine britische Reggae-Band, die besonders Ende der 1980er und in den frühen 1990er Jahren erfolgreich war. Sie bestand aus den Musikern Donald „Dee“ Griffiths (Gitarre; * 1954 auf Jamaika), Brinsley Allan „Dan“ Forde (Gesang, Gitarre; * 16. Oktober 1952 in Guyana), Courtney Hemmings (Keyboard), Angus „Drummie Zeb“ Gaye (Schlagzeug, Gesang; * 24. September 1959 in London; † 2. September 2022 ebenda) und Ras George Oban (Bass), der auch als George Levy aktiv war und 1980, dem Gründungsjahr seines eigenen Projektes Motion, durch Dennis Anthony „Gad“ Robinson (Gesang, Bass; * 11. November 1957 in London) ersetzt wurde.

Geschichte Die Gruppe formierte sich 1975 in London. 1976 erhielt sie als die erste britische Reggae-Band einen Vertrag bei Island Records. Der Erfolg blieb aber zunächst aus. Lediglich Platzierungen in den Reggae-Charts konnten vermerkt werden. Es war ein ständiges Auf und Ab und sie wechselte einige Male zwischen kleinen und größeren Plattenlabels.

1986 wurde das Management ausgewechselt und die Gruppe schrumpfte auf ein Trio zusammen. 1988 hatte es mit dem von Diane Warren und Albert Hammond geschriebenen Titel Don’t Turn Around eine Nummer-1-Platzierung in den britischen Charts. Das Original wurde von Tina Turner gesungen.

Vor dieser Hitnotierung fiel Aswad durch kritische Texte und nicht durch poppige Coverversionen auf. Nach dem großen Erfolg von Don’t Turn Around spielte sie aber immer häufiger Fremdkompositionen, so auch die direkten Single-Nachfolger Give a Little Love (wiederum von Albert Hammond geschrieben und von ihm selbst bereits veröffentlicht) und Beauty’s Only Skin Deep (The Temptations).

Ihr politisches und soziales Engagement, z. B. in Form von Benefiz-Auftritten und -Aktionen für Katastrophen-Opfer, behinderte Kinder und gegen Rassismus oder auch Drogen, behielt die Band jedoch kompromisslos bei.

2009 veröffentlichten Drummie Zeb und Tony Gad erneut ein Album mit dem Titel City Lock. Die Zahl der Aswad-Kompilationen ist – nicht zuletzt wegen der vielen Labelzugehörigkeiten – unüberschaubar.

Diskografie

Studioalben

Weitere Studioalben 1976: Aswad 1979: Hulet 1981: New Chapter 1985: In Addis Ababa Studio (Jah Shaka meets Aswad) 1997: Big Up 1999: Roots Revival 2009: City Lock

Livealben

Weitere Livealben 2000: 25 Live 2016: Live at Rockpalast – Cologne 1980

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1981: Showcase 1989: Crucial Tracks: Best of Aswad 1993: Firesticks 1997: Roots Rocking: The Island Anthology (2 CDs) 1997: The B. B. C. Sessions 1997: Don’t Turn Around 1999: Classic. The Universal Master Collection 2000: Millennium Edition 2004: The Best of Aswad 2009: The BBC Sessions (2 CDs) 2009: Reggae Warriors: The Best of Aswad (2 CDs)

Remixalben 1982: A New Chapter of Dub 1995: Dub: The Next Frontier

Singles

Weitere Singles

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

1994: für das Album Rise and Shine

Quellen

Weblinks

Aswad bei Myspace

Kategorie:Reggaeband Kategorie:Englische Band