mini|Nußdorfer Brücke, im Hintergrund eine der Brücken am Knoten Nußdorf Die Nußdorfer Brücke ist eine Straßenbrücke, die den Donaukanal in Wien überquert und die Bezirke Döbling und Brigittenau verbindet.

Lage Die Nußdorfer Brücke befindet sich in der Nähe der Schiffbautechnischen Versuchsanstalt und des Bahnhofs Heiligenstadt der Franz-Josefs-Bahn. Die Brücke verbindet den Handelskai mit der Nußdorfer Lände.

Geschichte Alte Nußdorfer Brücke Nußdorf war schon im Spätmittelalter Standort der ersten Wiener Donaubrücke.Christian Rohr: Extreme Naturereignisse im Ostalpenraum: Naturerfahrung im Spätmittelalter und am Beginn der Neuzeit. Band 4 von Umwelthistorische Forschungen, Verlag Köln, Weimar 2007, ISBN 978-3-412-20042-8, S. 205 f und insb. Fußnote 10 () Auf Höhe der Stadt Wien war die Donau schon so verzweigt und versumpft, dass ein Übergang nicht möglich war (tatsächlich lag die Stadt ein gutes Stück ab vom Hauptlauf der Donau am Wienfluss, der heutige Donaukanal war ein kleiner Nebenarm). Juli 1439 erteilte König Albrecht II.Urkunde vom 4. Juli 1439, Stadt- und Landesarchiv Wien; Regest in Quellen zur Geschichte der Stadt Wien II, Bd. 2, S. 174, Nr. 2705; Franz Michlmayr: Gegen den Strom. Die Regulierung der Donau. In: Karl Brunner, Petra Schneider (Hrsg.): Umwelt Stadt – Geschichte des Natur- und Lebensraumes Wien. Band 1 von Wiener Umweltstudien, Böhlau, Wien 2005, ISBN 978-3-205-77400-6, S. 307–317; Angabe nach Rohr: Extreme Naturereignisse. 2007, Fußnote 10. den Wienern das Recht zum Bau einer Brücke, die als mehrteiliges Bauwerk die bei Nußdorf beginnenden Hauptarme der Donau überspannen sollte.Zeittafel: 20. Bezirk und Donauregulierung, wien.gv.at Diese Brücke war die erste DonaubrückeDie alte slachpruck, vermutlich aus der Zeit Herzog Albrecht II. (1330–1358), hatte nur den stadtnächsten Arm vom Roten Turm zum Unteren Werd (2. Bezirk) überspannt. Angabe nach Rohr: Extreme Naturereignisse. 2007, Fußnote 10. des Herzogtums Österreich (Krems/Mautern 1463, Linz 1479, Mauthausen bei Enns 1505).Rohr: Extreme Naturereignisse. 2007, S. 205.

Die wolffsprucken maß dann auf 13 Joch eine Länge von 260 Schritt, die lange prucken (entsprechend der heutigen Nordbrücke) 30 Joch und 500 Schritt.

1688 bis 1698 wurde die Taborbrücke erbaut und die Wolfsbrücke stromabwärts verlegt. Damit entstand auch die Ortschaft Zwischenbrücken und eine Durchzugsstraße Zwischen den Brücken.

Neubau der heutigen Brücke Die Nußdorfer Brücke wurde 1962–1964 für den stadteinwärts fließenden Verkehr als Verlängerung der die Donau querenden Nordbrücke (A22) errichtet und ebenso wie diese am 19. Dezember 1964 eröffnet. Die 202 Meter lange bogenförmige Brücke quert den Donaukanal in einem Winkel von 37 Grad und mündet in die Nußdorfer Lände (B227). Die Spannbetonbrücke wurde von Wilhelm Gutmannsthal-Krizanits geplant und von P. Auteried & Co erbaut.

Ursprünglich war die Brücke über zwei Stiegentürme auch für den Fußgängerverkehr benützbar. Die Stiegenanlage Brigittenau wurde 1998 durch eine Rampe ersetzt. Durch die Eröffnung des Nußdorfer Stegs im Jahr 1999 wurde eine ortsnahe Alternative zur Querung des Donaukanals geschaffen, sodass der Fußweg auf der Nußdorfer Brücke gesperrt wurde.

Literatur

Christine Klusacek, Kurt Stimmer: Die Stadt und der Strom. Wien und die Donau. Dachs Verlagsges.m.b.H., Wien 1995, ISBN 3-85058-113-6. Walter Hufnagel (Hrsg.): Querungen. Brücken – Stadt – Wien. Verlag Sappl, Kufstein 2002, ISBN 3-902154-05-5. Alfred Pauser: Brücken in Wien – Ein Führer durch die Baugeschichte. Springer Verlag, Wien 2005, ISBN 3-211-25255-X.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Donaukanalbrücke in Wien Kategorie:Döbling Kategorie:Brigittenau

Kategorie:Erbaut in den 1440er Jahren Kategorie:Österreichische Geschichte (Mittelalter) Kategorie:Holzbrücke in Österreich Kategorie:Zerstört in den 1690er Jahren

Nußdorfer Brucke Wien, Nußdorfer Brucke Wien, Nußdorfer Brucke Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren