Marie Colbin (* 18. November 1957 in Gmunden) ist eine österreichische Autorin und Schauspielerin.
Leben und Wirken Marie Colbin studierte zwei Jahre an der Wiener Kunstakademie, besuchte anschließend drei Jahre die Schauspielschule des Mozarteums in Salzburg und schloss ihre Ausbildung 1979 mit einem Diplom ab. Bereits 1977 gab sie ihr Debüt in Turrinis Rozznjogd. In den achtziger Jahren war sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. 1984 erhielt sie für ihre darstellerische Leistung in Der Fall Bachmeier das Filmband in Gold und einen Darstellerpreis beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary.
Als am 30. Oktober 2006 das Literaturhaus Salzburg die Schriftstellerin Ilse Aichinger feierte, las aus diesem Anlass u. a. Colbin aus Aichingers Werk Subtexte.
2009 las sie im Rahmen der Festwochen Gmunden in sieben Stunden den Text Siddhartha von Hermann Hesse.Peter Grubmüller: Marie Colbin: Sieben Stunden Sinnlichkeit, In: nachrichten.at vom 29. Juli 2009. Seit 2011 ist Marie Colbin Mitglied der Akademie des Österreichischen Films.
2012 las Colbin bei den internationalen Literaturfestspielen in Berlin den Roman Siddhartha von Hermann Hesse zu seinem 50. Todestag.
2013 veröffentlichte Colbin ihr erstes Buch TA-BU 2000-2013 im Verlag Bibliothek der Provinz. Auf der Viennale 2013 gehörte sie der Jury des Wiener Filmpreises an. 2015 veröffentlichte Marie Colbin ihr Buch WINTER Lyrik im Verlag Bibliothek der Provinz.
Marie Colbin lebt seit einigen Jahren als freischaffende Künstlerin in Triest.
Filmografie 1978: Der Schneider von Ulm 1979: Tatort: Der King 1980: Auf halbem Weg (Fernsehen) 1980: Die Reinheit des Herzens 1981: Malou 1982: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (Mini-Serie) 1982: Sei zärtlich, Pinguin 1982: Miras Haus (Fernsehen) 1983: Karambolage 1983: Das Gold der Liebe 1983: Frühlingssinfonie 1984: Der Fall Bachmeier – Keine Zeit für Tränen 1985: Das Mal des Todes 1986: Die Walsche (Fernsehen) 2004: Augenleuchten 2006: Die Zeit, die man Leben nennt
Auszeichnungen 1984: Deutscher Filmpreis als beste Hauptdarstellerin in Der Fall Bachmeier – Keine Zeit für Tränen
Werke TA-BU. Tagebuchaufzeichnungen 2000–2013. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2013, ISBN 978-3-99028-237-3. WINTER. Lyrik. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2015, ISBN 978-3-99028-458-2.
Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 160.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Autor Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Frau