Das Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium ist ein postgraduales Stipendium für hervorragende künstlerische Leistungen. Im Rhythmus von zwei Jahren werden bis zu fünf Stipendien an bildende Künstler vergeben, die ausschließlich oder überwiegend freiberuflich tätig sind. Die Laufzeit des Stipendiums beträgt zunächst ein Jahr; sie kann um ein weiteres Jahr verlängert werden. Das Stipendium ist mit monatlich 1200 Euro dotiert, zudem beinhaltet es die Möglichkeit zur Teilnahme an den Bildungsveranstaltungen der Studienstiftung des deutschen Volkes (Exkursionen, Akademien, Workshops und Tagungen). Am Ende der Förderungszeit präsentieren die letzten beiden Jahrgänge ihre Arbeiten in einer Gruppenausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf samt Begleitprogramm und der Publikation eines Einzelkataloges. Es gibt keine Auflagen hinsichtlich des Aufenthaltsortes oder des Arbeitsvorhabens. Das Höchstalter sollte bei Vorschlag 35 Jahre nicht überschreiten.
Begründet wurde das Stipendium im Jahr 1975 durch Karl Schmidt-Rottluff, der sein privates Vermögen in die Karl Schmidt-Rottluff Förderungsstiftung einbrachte, „In der Überzeugung, daß der Erfolg meines schöpferischen Wirkens erhalten bleiben und in den Fluß künstlerischen Schaffens eingegliedert werden sollte“ (Stiftungsurkunde). Die Konzeption und Durchführung erfolgt seit 1977 durch die Studienstiftung des deutschen Volkes. Partner ist seit 2007 die Marianne Ingenwerth-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Geleitet wird das Programm von Julia Apitzsch-Haack, Leiterin der Förderung der Künste und des Berliner Büros der Studienstiftung.
Stipendiaten (Auswahl) 1977: Wolfgang Nestler, Friedemann Hahn, Thomas Kaminsky, Christiane Möbus 1978: Lili Fischer, Isa Genzken, Barbara Schmidt-Heins, Gabriele Schmidt-Heins, Rolf Zimmermann 1979: Lothar Baumgarten, Harald Gruber, Christian Löwenstein, Susanne Mahlmeister, Bernd Zimmer 1980: Jürgen Bordanowicz, Heiner Altmeppen, Dagmar Rhodius, Katharina Sieverding 1981: Otto Boll, Dan Freudenthal, Michael Heindorff 1982: Volker Tannert, Frank Dornseif, Manfred Gieseler, Hella Santarossa 1983: Stephan Balkenhol, Ludger Gerdes, Thomas Lange, Reinhard Mucha, Marcel Odenbach, Eva-Maria Schön 1984: Wolfgang Luy, Klaus Mettig, Ernst Kapatz, Elisabeth Wagner 1985: Bruno K., Astrid Klein, Norbert Kraus, Bernhard Prinz 1986: Bogomir Ecker, Axel Hütte, Klaus Kumrow 1987: Klaus vom Bruch, Cordula Güdemann, Sibylle Ungers, Thomas Virnich, Winfried Virnich 1988: Volker Thies, Hans-Peter Webel, Wilhelm Weiner, Petra Wunderlich 1989: Asta Gröting, Heiner Blumenthal, Elke Denda, Bernhard Striebel 1990: Dieter Kiessling, Walter Kütz, Clara Marek, Günther Rost 1991: Karl Kels, Karin Kneffel, Thomas Locher, Jörg Rode 1992: Franka Hörnschemeyer, Christiane Richter, Frank Rosenthal, Eva Ruhland 1993: Anke Doberauer, Katharina Grosse, Norbert Kottmann 1994: Pia Stadtbäumer, Maix Mayer, Gabi Schirrmacher, Rolf Walz 1995: Natascha Sadr Haghighian, Frances Scholz, Martin Schwenk 1996: Isa Dahl, Thomas Eller, Andreas Köpnick, Stefan Löffelhardt, Gregor Schneider 1997: Thomas Demand, Maik und Dirk Löbbert, Diemut Schilling 1998: Thomas Zitzwitz, Gunda Förster, Sabine Hornig 1999: Eberhard Havekost, Heike Aumüller 2000: Nol Hennissen, Christian Jankowski, Volker Lang 2002: Susanne Bürner, Thomas Scheibitz, Alexandra Ranner, Marita Maul 2004: Martin Kobe, Stefan Mauck, David Zink Yi, Ralf Ziervogel, Stella Hamberg 2006: Roland Gätzschmann, Freya Hattenberger, Sibylle Springer, Eva Teppe 2010: Katja Eckert, Sven Johne, Alicja Kwade, Cathleen Schuster 2012: Eli Cortiñas, Jenny Kropp (FORT), Anna Möller, Jonas Weichsel, Pablo Wendel 2014: Mariechen Danz, Antje Engelmann, Pauline M’Barek, Konrad Mühe, Jens Pecho 2016: Charlotte Dualé, Susann Maria Hempel, Sarah Lehnerer, Raphael Sbrzesny, Arne Schmitt 2018: Yalda Afsah, Serena Ferrario, Felix Leffrank, Henrike Naumann, Fabian Treiber 2020: Ava Irandoost, Ida Kammerloch, Vera Palme, Julia Phillips, Silke Schönfeld 2022: Matej Bosnić, Cudelice Brazelton IV, Nicolas Fehr, Daniel Hopp, Larissa Rosa Lackner, Andrėja Šaltytė 2025: Vincent Haynes, Jeanna Kolesova, Mizi Lee, Amin Motalebzadeh, Tino Zimmermann
Weblinks , Informationen zum Stipendium und den Zugangsvoraussetzungen auf der Homepage der Studienstiftung des deutschen Volkes
Einzelnachweise
Kategorie:Kunstpreis Kategorie:Stipendium Kategorie:Erstverleihung 1977