Amapá, amtlich , ist ein Bundesstaat im Norden Brasiliens mit der Hauptstadt Macapá. Im Jahr 2022 bewohnten diesen 733.508 Einwohner auf einer Fläche von 142.470,8 km².

Geografie Amapá liegt an der nördlichen Atlantikküste und grenzt im Norden an Frankreich (Französisch-Guayana) und Suriname, im Westen und Süden an den brasilianischen Bundesstaat Pará.

Nur fünf Kilometer südlich der Hauptstadt Macapá verläuft der Äquator. Die Stelle ist durch einen Stein gekennzeichnet.

Den äußersten Norden nimmt der bis an die Grenze zu Französisch-Guayana reichende, 619.000 Hektar große Parque Nacional Cabo Orange ein, der seit 1980 unter Naturschutz steht.

Die Atlantikküste ist von Mangrovenvegetation gekennzeichnet, der Rest des Bundesstaates von tropischem Regenwald, aus dem sich einige Härtlinge erheben, wie der Monte Carupina.

Hydrografie mini|Wasserfall Cachoeira do Desespero, Rio Jari. Rund 39 % des Staates liegen im Einflussbereich des Amazonasbeckens. Das hydrografische Netz von Amapá besteht aus Flüssen, die in der Region eine große wirtschaftliche Rolle spielen, von der Fischerei bis zum Wasserstraßentransport. Die meisten Flüsse in Amapá münden in den Amazonas oder direkt in den Atlantik. Die Hauptflüsse sind:

Geschichte Die Grenze Brasiliens zu Französisch-Guayana war bis zu einem Schiedsspruch im Jahre 1900 umstritten. Im Jahre 1943 wurde Amapá zu einem Bundesterritorium erklärt. Am 5. Oktober 1988 wurde es mit dem Inkrafttreten der neuen brasilianischen Verfassung Bundesstaat.

Politik Gouverneur ist seit 1. Januar 2023 Clécio Luís des Partido Socialismo e Liberdade (PSOL), der den Vorgänger Waldez Góes des Partido Democrático Trabalhista (PDT) ablöste. Er hatte bei den Gouverneurswahlen in Brasilien 2022 53,69 % der Stimmen bekommen.

Die Legislative liegt bei der Legislativversammlung von Amapá aus 24 gewählten Abgeordneten.

Größere Städte

Die größten der 16 Städte Amapás, municípios mit einer Einwohnerzahl von über 20.000, sind mit Stand 2010 und Schätzungen von 2019: Macapá – 398.204 (geschätzt 2019: 503.327) Santana mit Porto de Santana – 101.262 (geschätzt 2019: 121.364) Laranjal do Jari – 39.942 (geschätzt 2019: 50.410) Oiapoque – 20.509 (geschätzt 2019: 27.270)

Bevölkerungsentwicklung

JahrEinwohnerStadtLand1991289.397234.13155.2662000477.032424.68352.3492010669.526601.03668.4902022733.508?? Quelle: IBGE (2011)Atlas do desenvolvimento humano no Brasil – Amapá. Abgerufen am 17. Juni 2021 (brasilianisches Portugiesisch)., GOV.br (2022)

Ethnische Zusammensetzung

Ethnische Gruppen nach der statistischen Einteilung des IBGE (Stand 2000 mit 477.032 Einwohnern, Stand 2010 mit 669.526 Einwohnern, Stand 2022 mit 733.508 Einwohnern):

Gruppe Anzahl 2000 Anzahl 2010 Anzahl 2022 Anmerkung Brancos126.850 159.161 157.022 Weiße, Nachfahren von Europäern Pardos313.519 439.762 478.975 Mischrassige, Mulatten, Mestizen Pretos25.543 56.205 86.662 Schwarze Amarelos796 7.050 748 Asiaten Indígenas4.972 7.344 10.340 indigene Bevölkerung ohne Angabe5.3543

Wirtschaft Amapás Wirtschaft basiert unter anderem auf Krabbenfischerei (camarão-rosa) an der Küste und Manganabbau im Landesinneren.

In Monte Dourado befinden sich die Überreste des 14.000 Quadratkilometer großen Jari-Projekts, des in den 1980er-Jahren missglückten Versuchs des amerikanischen Milliardärs Daniel K. Ludwig, den Naturwald am Rio Jari für die Zellstoff-Produktion durch schnell wachsende Eukalyptus-Plantagen zu ersetzen.

Archäologie Archäologen haben in einer entlegenen Gegend des Bundesstaates bei Calçoene einen Steinkomplex entdeckt und erforscht, der mit dem englischen Stonehenge verglichen wird. Der Komplex Parque Arqueológico do Solstício besteht aus 127 Steinstelen, die eine Höhe von bis zu 3 Metern haben. Die Granitstelen sind so platziert, dass sie astronomische Kardinalpunkte fixieren; dank dieser Konstruktion konnten zum Beispiel die Sonnenwenden genau bestimmt werden, was für die Definition der Erntezyklen von Bedeutung ist. Man ist sich über das Alter der Anlage noch nicht im Klaren; Keramikscherben, die am Ort gefunden wurden, werden jedoch auf ein Alter von 2000 Jahren datiert.

Umwelt Waldbrände Amapá ist durch Waldbrände bedroht, sie treten gehäuft von Oktober bis Dezember auf.

Die Angaben beruhen auf Satellitenbeobachtungen und werden täglich erneuert. JahrBrände in Amapá201529362016259520171946201812062019127720207502021676Terrabrasilis.dpi.inpe.br Estatisticas 2022990Terrabrasilis.dpi.inpe.br Estatisticas 2023 2.522G1.globo: Dados do Instituto Nacional de Pesquisas Nacionais (Inpe)Terrabrasilis.dpi.inpe.br Estatisticas

Siehe auch Bistum Macapá Liste der Kulturdenkmale in Amapá

Literatur

Weblinks

Portal: Governo do Amapá, Regierungswebsite (brasilianisches Portugiesisch) Website der Legislativversammlung, Assembleia Legislativa do Estado do Amapá (brasilianisches Portugiesisch) Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE): Amapá – Panorama (brasilianisches Portugiesisch, aktualisierte statistische Angaben) Atlas do desenvolvimento humano no Brasil – Amapá (brasilianisches Portugiesisch, demographische Angaben)

Einzelnachweise

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Kategorie:Amazonien Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1943