Die Bröl (auch Brölbach oder Homburgische Bröl) ist ein 45,1 km langer, orografisch rechter bzw. nordöstlicher Zufluss der Sieg im Oberbergischen Kreis und Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Name 1433 wird der Fluss als van der Broylle erstmals schriftlich genannt. Der Name stammt vom althochdeutschen Wort broil für ‚Aue, Brühl‘.

Geographie Verlauf Die im Bergischen Land und Naturpark Bergisches Land verlaufende Bröl entspringt südlich des Waldbröler Stadtteils Hermesdorf. Ihre Quelle befindet sich nördlich der Landesstraße 324 (Siegener Straße) auf .

mini|links|Die Bröl bei Burg Herrnstein

Als Mittelgebirgsfluss verläuft die Bröl in zumeist südwestlicher Richtung durch das Bergische Land bzw. das Gebiet der ehemaligen Reichsherrschaft Homburg. Kurz unterhalb ihres Ursprungs fließt sie durch ein Industriegebiet zwischen Hermesdorf im Osten und Waldbröl im Westen. Danach verläuft sie über Bröl (zu Waldbröl) und fortan durch die Nümbrecht Ortsteile Niederbröl, Grötzenberg, Bruch, Winterborn, Gaderoth und Breunfeld nach Bierenbachtal. Dann fließt sie nach Passieren der Holsteinsmühle (), zu der ein Mühlengraben überleitet, nördlich vorbei am Schloss Homburg, das auf dem Schlossberg () steht.

Anschließend verläuft die Bröl zwischen Huppichteroth im Norden und Homburg-Bröl (zu Nümbrecht) im Süden weiter nach Westen. Dann wieder südwestwärts verlaufend fließt sie über Erlinghausen, Schönthal (beide zu Nümbrecht), Herfterath, Ophausen, Müllerhof, Alefeld (alle zu Much), Röttgen (Nümbrecht), Bruchhausen (Much), Bröl, Neßhoven (alle zu Much), Millerscheid (Ruppichteroth), Höfferhof, Damm, Bröleck, wonach – nach Unterqueren der Bundesstraße 478 – der von Osten kommende Waldbrölbach einmündet.

Entlang der B 478 fließt die Bröl vorbei am Ruppichterother Dorf Büchel und an der Burg Herrnstein (), die zum Ruppichterother Ortsteil Winterscheid gehört. Dort liegen in einem Altarm der Bröl großflächig mehrere Teiche. Hiernach fließt sie vorbei an Winterscheiderbröl (zu Ruppichteroth) und Bröl (Hennef).

Schließlich mündet die Bröl unterhalb bzw. südwestlich des Hennefer Stadtteils Müschmühle auf Höhe in die Sieg.

Auf ihrem 45,1 km langen Weg überwindet die Bröl einen Höhenunterschied von 301 m, was einem mittleren Sohlgefälle von 6,7 ‰ entspricht.

Einzugsgebiet Das 212,709 km² große Einzugsgebiet der Bröl liegt im Süderbergland und wird über die Sieg und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Zuflüsse Zuflüsse der Bröl (flussabwärts betrachtet) Name GKZ Länge[km] EZG[km²] Lage Mündungbei km(1) Mündung bei Ort/aus Richtung Escherbach 272611114 1,408 links 43,2 N. N. 27261112 0,722 rechts 42,3 Wilkenrother Bach 2726112 1,547 1,303 rechts 41,5 Malzhagener Bach 2726114 3,795 8,094 links 38,8 zwischen Grötzenberg und Bruch; von Süden Birkenbacher Bach 272612 4,159 5,674 rechts 38,1 in Winterborn; von Osten Oberbreidenbacher Bach 2726132 2,488 1,598 rechts 37,2 Hostenbach 27261392 1,070 links 37,2 unterhalb Winterborn; von Südwesten Prombacher Bach 27261394 1,125 rechts 36,5 Oberbierenbacher Bach 27261396 0,844 rechts 36,3 Bierenbacher Bach 272614 2,664 3,094 rechts 34,2 bei Bierenbachtal; von Norden Spreitger Bach 272616 2,470 1,797 links 33,7 Stockheimer Bach 2726192 1,614 rechts 33,1 N. N. 2726194 0,933 rechts 32,8 Ölsbach 27262 5,034 8,529 links 31,3 unterhalb Homburg-Bröl; von Süden Hillenbach 272632 3,116 2,230 rechts 30,2 in Nümbrecht-Homburger Papiermühle; von Süden N. N. 2726338 1,155 links 29,7 Stenzenbach 272634 1,598 1,220 rechts 29,5 bei Erlinghausen; von Norden N. N. 2726352 1,014 links 27,8 Hochstraßer Siefen 272636 1,133 0,421 rechts 27,7 Teuflssiefen 2726392 1,107 links 27,5 Röscheidssiefen 2726394 1,197 links 27,2 bei Schönthal; von Süden Becher Suthbach 27264 5,063 10,242 rechts 26,5 in Herfterath; von Norden Aepelsiefen 27265112 0,965 rechts 25,9 Stocksiefen 27265114 0,916 rechts 25,6 Kurtenbacher Bach 2726512 1,352 0,567 links 24,5 Lohmülengraben 27265198 1,517 links 23,3 Haubach 272652 5,192 5,294 rechts 22,8 bei Alefeld; von Nordwesten Breidenbacher Bach 272654 4,009 5,727 links 22,3 bei Bruchhausen; von Osten Millerscheider Bach 272656 3,441 3,486 links 19,0 bei Millerscheid; von Osten Werschbach (!) 272658 7,381 9,570 rechts 18,2 beim Höfferhof; von Nordwesten Löhbach 2726592 2,432 1,251 rechts 15,8 unterhalb Damm; von Nordwesten Waldbrölbach 27266 20,435 68,007 links 14,1 unterhalb Bröleck; von Osten Steinchesbach 2726712 2,886 2,250 links 14,1 unterhalb Bröleck; von Südosten Werschbach (!) 272672 5,616 7,033 rechts 12,8 beim Brölerhof; von Norden N. N. 2726732 1,207 links 12,4 N. N. 2726734 1,699 rechts 11,5 Bettringer Bach 2726736 1,539 links 11,3 bei Burg Herrnstein; von Süden Horbacher Bach oder Horbach 272674 4,766 4,813 rechts 8,8 oberhalb Ingersau; von Norden Dreisbach 272676 4,388 5,418 rechts 8,2 bei Ingersau; von Nordwesten Birker Mühlenbach 272678 2,329 1,064 rechts 5,6 unterhalb Winterscheiderbröl; von Nordwesten Seelbach 27267918 1,195 rechts 5,5 Landgraben 2726792 1,436 rechts 5,3 N. N. 2726794 1,231 rechts 3,8 Derenbach 27268 7,721 10,815 links 3,4 Brückensiefen 272692 0,963 rechts 3,1 Wahlbach 272694 2,233 rechts 2,4 bei Bröl; von Nordwesten (1) Flusskilometer der Bröl von Mündung zur Quelle

Landschaftsbild Der Flusslauf ist weitgehend natürlich oder naturnah und wird von Flussauen, feuchten Erlen-Eschenwäldern und steilen, bewaldeten, teilweise felsigen Hängen geprägt. Das Gesamtgebiet Brölbach ist bei der Europäischen Union nach den Maßgaben der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) unter der Nummer DE-5110-301 registriert und ein Natura-2000-Gebiet. Innerhalb des Gebiets befinden sich mehrere Naturschutzgebiete.

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Einzelnachweise Deutsche Grundkarte (DGK 5) in

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