mini|Ingstetten bei Roggenburg mini|Gemeindeteil Biberach um 1900 mini|Kloster Roggenburg

Roggenburg ist eine Gemeinde im bayerisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm.

Bekannt ist der Ort durch das Kloster Roggenburg, das heute wieder vom Orden der Prämonstratenser genutzt wird. An das Kloster angegliedert ist ein Umwelt- und Kulturzentrum mit überregionalem Einzugsbereich.

Geographie Der Ort in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben liegt 30 Kilometer südöstlich von Ulm und 40 Kilometer nördlich von Memmingen. Die Ortsteile Roggenburg, Biberach und Meßhofen liegen an der Biber, die auch den 15 Hektar großen Langweiher durchfließt. Ingstetten, Schießen und Unteregg liegen am Osterbach.

Es gibt zehn Gemeindeteile: (ehemalige Gemeinden mit Gemeindeteilen, in Klammern Einwohnerzahl am 23. März 2023) Biberach (795) mit den Einöden Dirrfelden und Wenenden Ingstetten (340) Meßhofen (269) mit der Einöde Hochbuch (PLZ 89290) und Roggenburg (299) Schießen (929), Schleebuch (104) und Unteregg (84)

Geschichte Roggenburg war ursprünglich offenbar die Burg des früh ausgestorbenen Hochadelsgeschlechts derer von Bibereck.

Das bayerische Urkataster zeigt Roggenburg in den 1810er Jahren als einen Sitz des Deutschherrenordens mit dem Kloster, Ställen, Wirtschaftsgebäuden, fünf weiteren Herdstellen und drei Weihern.Roggenburg auf BayernAtlas Klassik

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Biberach, Ingstetten und Meßhofen die Gemeinde Roggenburg neu gebildet. Sie wurde nach dem Kloster benannt. Schießen kam am 1. Mai 1978 hinzu.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 2288 auf 2758, d. h. um 470 Einwohner bzw. um 20,5 %.Einwohnerzahlen im Landkreis Neu-Ulm

Die Einwohnerzahl am 23. März 2023 betrug 2820.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern und dem Ersten Bürgermeister. Die Kommunalwahlen seit 2014 führten zu folgenden Stimmenanteilen und Sitzverteilungen: Jahr SPD ÜWV Schießen FW Meßhofen/Roggenburg WG Biberach WG Ingstetten Gesamt Wahlbeteiligung 2014Sitze 5 3 4 2 1461,3 %Stimmenanteil 35,4 % 22,5 % 25,7 % 16,5 %100 %2020 Sitze 5 3 4 2 14 60,5 %Stimmenanteil 33,2 % 23,5 % 25,9 % 17,4 % 100 %2026Sitze Stimmenanteil1 6,5 % 4 27,0 %3 24,0 %4 25,6 %2 16,814 100 %70,0 %

Bürgermeister Zum Bürgermeister wurde bei den Kommunalwahlen 2014 Mathias Stölzle mit 98,4 % der abgegebenen gültigen Stimmen gewählt (Wahlbeteiligung: 61,2 %); am 15. März 2020 wurde er mit 96,3 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt. Bei der Bürgermeisterwahl 2026 (Wahlbeteiligung: 69,0 %)gewann Thomas Franke die Wahl mit 66,5 % der Stimmen gegen Manuel Korn (33,5 %).

Parteienlandschaft Gemeinde Roggenburg

Bis zum Jahr 2026 wurde die Kommunalpolitik in Roggenburg überwiegend von örtlichen Wählervereinigungen und Wählergemeinschaften geprägt.

Wappen

Baudenkmäler

Herausragendes Baudenkmal ist das Kloster Roggenburg des Ordens der Prämonstratenser.

Bodendenkmäler

Verkehr Im ÖPNV ist Roggenburg durch den Donau-Iller-Nahverkehrsverbund angebunden. Es verkehren die Buslinien 711 (Weißenhorn – Meßhofen) und 812 (Krumbach – Roggenburg). Nächstgelegene Bahnstrecken sind Senden–Weißenhorn und Günzburg–Mindelheim.

Weblinks

Website der Gemeinde Roggenburg

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ort im Landkreis Neu-Ulm Kategorie:Gemeindegründung 1972 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)