Die Haidenaab ist der rechte und nordwestliche Quellfluss der Naab in Bayern, Deutschland.

Name Ihren Namen hat die Haidenaab von der Heidelandschaft im Quellgebiet Nasse Heide ihres längsten Quellarms, des Heinersbachs. Dieser wurde früher als Oberlauf angesehen und fließt der Haidenaab bei Göppmannsbühl als Tauritzbach zu. Im Jahre 1285 schrieb man „Heydnab“, 1340 „Haydnab“, 1491 „Haidenab“, 1796 „Heidenabe“ und 1832 „Heiden-Naab“. Den Beinamen bekam der Naabquellfluss, um ihn von der Waldnaab zu unterscheiden.

Geografie mini|links|Einzugsgebiet der Haidenaab

Flusslauf mini|Quelle der Haidenaab Der Fluss entspringt im Kohlholz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken) am Südrand des Fichtelgebirges 1900 Meter nordöstlich von Kirchenpingarten und 900 Meter südwestlich des Bergs Platte (), etwa sieben Kilometer nördlich von Speichersdorf.

Von dort aus erreicht die Haidenaab in südöstliche Richtung fließend nach wenigen Kilometern am Renaissance-Schloss Schlackenhof, bei dem der von Nordwesten kommende Flernitzbach einmündet, den Landkreis Tirschenreuth. Vorbei am Schloss Kaibitz erreicht sie nach erneut kurzer Strecke den Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Bei Dorfgmünd mündet ihr größter Zufluss, die Creußen. Die Haidenaab fließt weiter über Pressath und Mantel nach Luhe-Wildenau, wo sie sich beim Ortsteil Unterwildenau mit der Waldnaab zur Naab vereinigt, die in die Donau fließt.

Die Haidenaab flankiert dabei die historische Flednitz – die slawische beziehungsweise naabwendische Siedlungskammer in Nordbayern, deren natürlicher Mittelpunkt der Rauhe Kulm ist.

Zuflüsse Von der Quelle zur Mündung. Längen und Einzugsgebiete nach dem amtlichen Gewässerverzeichnis.Auswahl.

Buchgraben, von links bei Kirchenpingarten-Lienlas, 1,8 km und 1,1 km² Blumenbach, von links nahe Kirchenpingarten-Fuchsendorf, 1,3 km und 0,7 km² Kaltenbach, von links vor der Herrnmühle bei Fuchsendorf, 2,1 km und 1,0 km² Goldbach, von rechts bei Kirchenpingarten-Flinsberg, 4,5 km und 8,1 km² Weiherlohe, von links vor Speichersdorf-Haidenaab, 1,0 km und 6,4 km² Tauritzbach, von rechts bei Speichersdorf-Göppmannsbühl am Bach, 14,3 km mit rechtem Oberlauf Aubach und 21,6 km² Flernitzbach, von rechts nahe Kemnath-Gmündsmühle, 11,1 km mit linkem Oberlauf Heinersbach und 42,8 km² Mooswiesengraben, von links nahe Kemnath-Kaibitz, 4,4 km und 4,8 km² Fallbach, von links nahe Kaibitz, 17,8 km mit dem Gesamtstrang Schutzbach → Höllgraben → Mühlbach → Flötzbach → Fallbach und 63,7 km² Reuthigraben, von links bei Kastl-Senkendorf, 8,5 km und 17,6 km² Troglauer Graben, von links vor Trabitz-Zainhammer, 1,6 km und 2,5 km² Grünbach, von links bei Zainhammer, 9,4 km und 18,6 km² Mühlbach, von rechts bei Trabitz, 5,8 km mit Oberlauf Espangraben und 11,5 km² Kohlbach, am Unterlauf Brandlgraben, von links vor Pressath-Zintlhammer, 8,7 km und 11,7 km² Siechenbach, von links gegenüber Zintlhammer, 2,7 km und 3,0 km² Pressather Bach, von links in Pressath Schwarzenbach, von links bei Schwarzenbach-Pechhof, 4,3 km und 6,6 km² Kesselgraben, von links nach Grafenwöhr-Josephsthal, 2,3 km und 8,9 km² Creußen, von rechts bei Grafenwöhr-Dorfgmünd, 34,7 km und 233,7 km² Wurzenbach, von rechts vor Grafenwöhr-Hütten, 3,2 km und 3,2 km² Schwarzgraben, von links vor Markt Mantel, 2,0 km und 2,3 km² Hohlbach, von links bei Markt Mantel, 6,4 km mit Oberlauf Sauhüppelbach und 28,7 km² Heilinglohbach, von links bei Weiherhammer, 3,8 km und 4,0 km² Röthenbach, von rechts nach Weiherhammer, 21,0 km und 73,9 km² Eichelbach, von rechts über ein kurzes Auengrabenstück bei Etzenricht-Radschin, 9,4 km und 15,2 km² Mühllohbach, von rechts, 6,7 km und 5,6 km² Stockweiherbach, von rechts, 6,0 km mit Oberlauf Ödgraben und 6,2 km²

Flussbegleitende Radroute Der Haidenaab-Radweg führt über die Orte Kastl, Trabitz, Pressath, Schwarzenbach, Mantel, Weiherhammer, Etzenricht, Oberwildenau und Unterwildenau an der Haidenaab entlang. Mit dem Naab-Radweg setzt sich die Strecke bis Regensburg fort.

Literatur Franz X. Bogner: Die Naab aus der Luft – mit Waldnaab, Fichtelnaab, Haidenaab. Luftbildband, Stiftung Schwarze Laber, Parsberg 2024, 144 Seiten, ISBN 978-3-9820261-2-1. Franz Xaver Bogner: Die Naab – mit Waldnaab, Fichtelnaab, Haidenaab. Pustet Verlag, Regensburg 2004, ISBN 3-7917-1915-7.

Einzelnachweise Länge und Einzugsgebiet nach:

Weblinks

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