mini|Góra Chełmska Die Marienkapellen auf dem Góra Chełmska (Gollen) sowie dem Revekol und dem Heiligen Berg bei Polanów sind der heiligen Maria geweiht und entwickelten sich in ihrer Geschichte zu bedeutenden Wallfahrtsstätten.
Geschichte Die beiden Marienkapellen auf dem Gollen und dem Heiligen Berg bei Pollnow wurden wahrscheinlich nach den Missionsreisen (1124 und 1128) des Bamberger Bischofs Otto erbaut. Die erste schriftliche Erwähnung der Marienkapelle auf dem Gollenberg stammt aus dem Jahre 1263. Die erste Wallfahrt zum Gollen ist schriftlich für das Jahr 1352 verbürgt.
Johann Ernst Benno spricht davon, dass die Kapelle 1533 zerstört worden sei, und denkt dabei an einen Brand der Kapelle. Nach Norbert Buske: Norbert Buske: Die Marienkapellen auf dem Gollen, dem Revekol und dem Heiligen Berg bei Pollnow. Ein Beitrage zur Geschichte der Wallfahrtsorte in Pommern. In: Baltische Studien, Neue Folge Bd. 56, Hamburg 1970, S. 36
An dem Turm der Kapelle auf dem Gollen wurde nachts eine brennende Laterne ausgehängt, die als Leuchtfeuer in zweiter Reihe, d. h. als Seezeichen, diente.
Nachdem sie zerstört worden war, wurde ein Kruzifix aus der Kapelle über dem Tuchmachergestühl der Domkirche von Köslin aufgehängt. Im Rathaus von Köslin wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts zwei aus Kupfer gefertigte, vergoldete Monstranzen aufbewahrt, die auf dem Gollen gefunden worden waren und vermutlich ebenfalls zu der Kapelle gehört hatten.Christian Friedrich Wutstrack, Hrsg.: Kurze historisch-geographisch-statistische Beschreibung des königlich-preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Stettin 1793, S. 212–213, Fußnote 331.
Im Jahr 1991 errichtete der Säkularorden der Schönstätter Marienschwestern auf dem Góra Chełmska ein neues Marienheiligtum, das im Juni 1991 von Papst Johannes Paul II. geweiht wurde. Der Ort hat sich in Polen zu einem Wallfahrts- und Pilgerziel entwickelt, seit 2012 ist er um ein Besuchs- und Pilgerzentrum erweitert worden.Benefizkonzert in Koszalin
Zeichnungen mini|Marienkapelle auf dem Gollen, Zeichnung von Fundamenten der Kapelle nach Grabungen 1905/06 wie eine Unterlage mittelalterliches Bild. mini|Resultat von Planarbeiten. Nach L. A. Veitmeyer
Zusammenstellung der Leuchtfeuer sowie wichtiger auf das Leuchtfeuerwesen bezüglicher Tatsachen von 1157: Nr. 021
Literatur J. E. Benno: Das Gedicht von Benno „Berges-Aussicht bei Cöslin“ in den Pommerschen Provinzialblättern für Stadt und Land hg. von J. C. L. Haken. Bd. IV, 1822. Norbert Buske: Die Marienkapellen auf dem Gollen, dem Revekol und dem Heiligen Berg bei Pollnow. Ein Beitrage zur Geschichte der Wallfahrtsorte in Pommern. In: Baltische Studien, Neue Folge Bd. 56, Hamburg 1970. Henryk W. Janocha, Franciszek J. Lachowicz: Góra Chełmska. KTSK, 1991. Andrzej Kuczkowski: Stan i potrzeby. Koszalińskie Zeszyty Muzealne, T. 24, 2004. A. W. Lang: Geschichte des Seezeichenwesens. Bonn 1965. Paul Schulz: Der Gollen als Kultstätte. In: Führer durch Köslin, Ausg. 1925. F. Wokroj: Antropologiczna analiza szczątków kostnych ze średniowiecznego cmentarzyska „Góra Chełmska“. Materiały Zachodniopomorskie, Bd. XVIII, Szczecin 1972.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Katholischer Wallfahrtsort in Polen Kategorie:Christentum in Pommern Kategorie:Stillgelegtes Leuchtfeuer