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] Haslach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Traunstein und eine Gemarkung im gleichnamigen Landkreis. Geographie mini|Haslach vom Irlberg Das Pfarrdorf Haslach liegt etwa 1,7 km südwestlich vom Traunsteiner Stadtzentrum, etwa 8 km östlich des Chiemsees und 15 km nördlich der Chiemgauer Alpen auf einer Höhe von .
Die Gemarkung Haslach umfasst eine Fläche von 859,86 HektarGemarkung Haslach auf geolytics.de, abgerufen am 1. Dezember 2021 und besteht aus drei Gemarkungsteilen. Je ein Gemarkungsteil liegt auf dem Gebiet von Siegsdorf (Gemarkungsteil 0) Traunstein (1) und Vachendorf (2). Auf dem Traunsteiner Gemarkungsteil mit 5,82 km² liegen die Gemeindeteile Axdorf, Büchling, Einham, Irlach, Haslach, Neuling, Oberhaid, Seiboldsdorf, Tinnerting und Wegscheid und lebten am 31. Dezember 2015 in Summe 3267 Einwohner.
Geschichte mini|Christoph Langenmantel bringt Luther nach Hohenschwangau. Fresko von Wilhelm Lindenschmit dem Älteren auf Schloss Hohenschwangau Haslach war in Nachfolge der Urpfarrei Erlstätt seit spätestens 1263 Pfarrsitz der nördlich gelegenen Stadt Traunstein. 1376/97 wurde unter Pfarrer Conrad Lanzinger der gotische Neubau der Pfarrkirche errichtet. 1525 erscheint als Pfarrherr der Freisinger Domherr Christoph Langenmantel († 1538); er war 1518 der Fluchthelfer Martin Luthers aus Augsburg.Stadtarchiv Traunstein: Akten bis 1870, S. 140 u. 141 PDF-Ansicht des Dokuments Laut einer örtlichen Überlieferung soll er ihn anschließend auch nach Schloss Hohenschwangau geführt haben. Diese Legende ließ König Max II. dort im Schwangauer Zimmer, durch den Maler Wilhelm Lindenschmit, in Form eines romantisierenden Wandgemäldes darstellen, auf dem der spätere Haslacher Pfarrherr in Ritterkleidung verewigt ist.Neue Flora (Koversationsblatt), Nr. 13, Augsburg, 22. Januar 1835, S. 49 des Jahrgangs; (Digitalscan) Zwischen 1683 und 1685 wurde der Innenraum der Pfarrkirche Mariä Verkündigung barockisiert.
Die politische Gemeinde Haslach wurde durch das bayerische Gemeindeedikt von 1818 errichtet.
Der Ort war von 1263 an Sitz der Stadtpfarrei Traunsteins. Nach jahrhundertelangen Bemühungen der Stadt Traunstein wurde mit Ministerialentschließung vom 20. Dezember 1850 der Pfarrsitz in die Stadt verlegt. In der Nacht vom 25. zum 26. April 1851 zerstörte ein verheerender Brand nahezu die gesamte Stadt. Seine Ursache konnte nie aufgeklärt werden. Für die Behauptung, es habe sich um einen Racheakt für die Verlegung des Pfarrsitzes von Haslach nach Traunstein gehandelt, fehlt jeglicher Beweis. Erst seit dem 10. April 1914 ist Haslach wieder Sitz einer Pfarrei.
Haslach hatte im Jahr 1933 768 Einwohner. Schwere Bombenangriffe auf Haslach und Umgebung gab es in den Jahren 1944/45.
Die Gemeinde wurde am 1. Mai 1978 in die Stadt Traunstein eingemeindet. Gebietsteile kamen nach Siegsdorf und Vachendorf.
Einwohnerentwicklung
Bürgermeister + Liste der Bürgermeister der Gemeinde Haslach von 1818 bis 1978 Name Ort Amtszeit Jakob Stainer Traundorf 1818–1821 Josef Bachmayr Haslach 1822–1829 Josef Moser Einham 1830–1834 Andreas Schießling Wimpasing 1835–1839 Wolfgang Urban Axdorf 1840–1843 Rupert Weisbacher Seiboldsdorf 1844–1849 Simon Kriegenhofer Wimpasing 1850–1852Johann Lapper Tinnerting 1852–1854Simon Kriegenhofer Wimpasing 1855–1858 Mathias Rächl Haslach 1859–1861 Georg Hochreiter Tinnerting 1862–1864 Jakob Huber Axdorf 1865–1868 Simon Hauser Tinnerting 1869–1877 Josef Zollner Einham 1878–1882 Johann Gfaller Haslach 1883–1887 Sebastian Rosenegger Axdorf 1888–1893 Josef Rosenegger Büchling 1894–1899 Mathias Hauser Tinnerting 1900–1905 Pius Bachmaier Haslach 1906–1925 Josef Klauser Haslach 1925–1933 Alois Oberhuber Neuling 1933–1944 Johann Jell Haslach 1944–1945 Martin Polz Wegscheid 1945 Josef Klauser Haslach 1945–1946 Valentin Steiner Wegscheid 1946–1952 Alois Oberhuber Neuling 1952–1959 Franz-Xaver Steber Seiboldsdorf 1959–1975 Sebastian Rosenegger Seiboldsdorf 1975–1978
Baudenkmäler mini|Blick auf die Pfarrkirche
Siehe: Liste der Baudenkmäler in Haslach
Wirtschaft In Haslach befinden sich bedingt durch die Nähe zur Stadt Traunstein mehrere große Gewerbegebiete.
Literatur Josef Rosenegger: Die Pfarrei Unserer Lieben Frau zu Haslach. Haslach, 1963. Anton Kasenbacher: Traunstein, Chronik einer Stadt in Wort und Bild. Traunstein, 1980. Karl Rosenegger: Geschichte der Gemeinde Haslach 1818–1978. Traunstein, 1988. Karl Rosenegger: Haslach, Häuser, Höfe und ihre Familien. Traunstein, 1994. Karl Rosenegger: Die Baugeschichte der Haslacher Pfarrkirche. Chiemgau-Blätter 18/2010
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Traunstein Kategorie:Ort im Chiemgau Kategorie:Geographie (Traunstein) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Traunstein) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Traunstein