Der Kia Optima (bis 2011 in Europa Kia Magentis; in China und Südkorea Lotze (Hangeul: 기아 로체) bzw. ab der dritten Generation K5) ist eine Stufenheck-Limousine des südkoreanischen Automobilherstellers Kia, die in der Mittelklasse angesiedelt ist.
Die Baureihe basiert auf der gleichen Plattform wie der Hyundai Sonata und ist das Nachfolgemodell des Kia Clarus.
Optima/Magentis (GD, 2000–2005)
Sonstige Messwerte CO2-Emission: 216–257 g/km Kraftstoffverbrauch, kombiniert: 9,0–10,8 l/100 km Sterne im Euro-NCAP-Crashtest Nicht getestet Sterne im US-NCAP-Crashtest 105px|Vier Sterne im US-NCAP-Crashtest
Im Herbst 2000 startete der Magentis als Nachfolger des Clarus. Er war mechanisch mit dem Schwestermodell Hyundai Sonata baugleich. Beide verfügten nur im Front- und Heckbereich über Unterschiede im Design, Seitenlinie und Interieur waren großteils identisch.
Im Herbst 2003 erhielt das Modell im Zuge einer optischen Modellpflege das interne Kürzel GD II, äußerlich erkennbar durch die für damalige Kia-Modelle charakteristischen Doppelscheinwerfer (siehe Kia Shuma), die hier eine Ähnlichkeit mit Mercedes-Benz-Modellen betonten. Der Innenraum erhielt eine neue Mittelkonsole, die von einem Zierrahmen aus nun dunklerem Wurzelholzimitat vertikal umlaufen wurde. Zuvor war dieses großflächig und ohne Umrahmung eingesetzt worden. Auch das unverändert in Leder gefasste Lenkrad erhielt in manchen europäischen Märkten Einsätze aus dunkler Holzdekorfolie. 2004 wurde der vertikale „Wasserfallgrill“ gegen dezentere, horizontale Chromleisten getauscht, 2005 wurden wie beim Kia Rio die orangen Blinkereinsätze entfernt und dafür die Leuchtmittel selbst orange eingefärbt.
Der Vier- und der Sechszylindermotor wiegen beide fast gleich viel, da der Block des Größeren aus Aluminium, der des Vierzylinders aus Gusseisen hergestellt wird, Gewichtsunterschiede sind daher rein ausstattungsbegründet.
Die Einzelradaufhängung ist vorn mit beiderseits zwei Dreieckslenkern und hinten einem Querstabilisator und Mehrlenkerhinterachse sowie rundum Sachs-Gasdruckstoßdämpfern ausgeführt. Die Hinterachse hat zudem eine im Prospekt des Faceliftmodells erwähnte dynamische Vorspursteuerung für bessere Kurvenstabilität.Vorteile einer dynamischen Vorspursteuerung Die aktive Sicherheit umfasst eine elektronische Bremskraftverteilung als Teil des 4-Kanal-ABS und eine Traktionskontrolle (letztere nicht in der Basisausstattung LX). Ein ESP fehlte. Für die passive Sicherheit sind zwei Front- und zwei Seitenairbags in allen Versionen enthalten. Komfortseitig sind als Besonderheiten die „Solar-Verglasung“ mit UV- und infrarotdämmender Wirkung, sowie die erstmals erhältliche Umluftautomatik AQS („Air Quality System“, nicht in der Basisversion LX) für das Umschalten auf Innenraumluft während zu hoher Abgasdichte in der Ansaugluft zu erwähnen.Kia Magentis PressemappeKia Optima: Air Quality Control System Zum Facelift wurde außerdem der Fahrersitz angehoben.
Technische Daten Benzin Modell 2.0 2.5 V6 Bauzeit 09.2000–10.2005 Motorbauart R4 V6 Motorkenncode G4JP G6BV Bohrung × Hub (mm) 85,0 × 88,0 84,0 × 75,0 Hubraum (cm³) 1997 2493 Zylinder/Ventile 4/16 6/24 Verdichtungsverhältnis 10,0:1 Leistung (kW/PS)bei min−1 100/1366000 124/1696000 Drehmoment(Nm/min−1) 1804500 2304000 Vmax (km/h) 207 214 Werte in eckigen Klammern mit Automatikgetriebe
Optima/Magentis (MG, 2005–2010)
Sonstige Messwerte CO2-Emission: 158–215 g/km Kraftstoffverbrauch, kombiniert: 6,0–9,1 l/100 km Sterne im Euro-NCAP-Crashtest 105px|Vier Sterne im Euro-NCAP-Crashtest Sterne im US-NCAP-Crashtest 105px|Fünf Sterne im US-NCAP-Crashtest
Am 10. November 2005 startete die neue Generation des Magentis, die sich äußerlich stark von der vorherigen Modellgeneration unterschied. Beispielsweise verwies das Design der C-Säule nun auf den Hofmeister-Knick. Auch die Unterschiede zum Parallelmodell Hyundai Sonata sind offensichtlicher und werden durch eine separate Plattform unterstrichen. Diese hat einen längeren Radstand und vorn eine MacPherson- anstelle der Doppelquerlenkerradaufhängung des Sonata. (PDF; 556 kB)
Der Magentis wurde mit einem 2,0-l-Vierzylinder-Motor mit 106 kW (144 PS), einem 2,4 l mit 118 kW (160 PS, nicht in Europa) und einem 2,7 l V6 mit 138 kW (188 PS, nur mit Automatikgetriebe) und erstmals auch mit einem 2,0-l-Common-Rail-Dieselmotor mit 103 kW (140 PS) angeboten. Die Sicherheitsausstattung wurde auch verbessert, so dass der Magentis nun über sechs Airbags, ABS und ESP serienmäßig verfügt. Im EuroNCAP-Crashtest erhielt er vier von fünf möglichen Sternen.
Modellpflege Das im Juni 2008 in Korea vorgestellte und ab Januar 2009 auch in Deutschland erhältliche Modell gewann im Rahmen einer Überarbeitung 8 cm an Außenlänge und erhielt eine neu gestaltete Front- und Heckpartie sowie den von Peter Schreyer entworfenen, markentypischen „Tiger Nose“-Kühlergrill. Ausstattungsseitig sind in manchen Märkten nun LED-Rückleuchten, Lenkrad-Schaltwippen und in der jeweiligen Topausstattung ein Smart Key zum schlüssellosen Einstieg in das Fahrzeug verfügbar.youtube – Kia Smart Key Operation presented by Your Kia Guy, Brian Kelsea of Rowe Kia in Auburn, Maine
Das überarbeitete Modell wurde zunächst auf der New York International Auto Show im März 2008 gezeigt und verfügt über neue Optionen wie z. B. einen Startknopf. Die Leistung des 2,4-l-Vierzylinders wurde von 120 kW auf 129 kW bei gleichzeitig geringerem Verbrauch gesteigert. Auch der V6-Motor wurde leicht überarbeitet und seine Leistung auf 142 kW gesteigert. Bis auf Smart Key und Schaltwippen wurden die Neuerungen im koreanischen Markt bereits 2007 für das alte Außendesign eingeführt.
Im Sommer 2010 wurde die Produktion des Magentis der zweiten Generation eingestellt.
Technische Daten Benzin Diesel Modell 2.0 CVVT 2.7 V6 2.0 CRDi Bauzeit 11.2005–11.2008 12.2008–07.2010 11.2005–11.2008 12.2008–07.2010 11.2005–11.2008 12.2008–07.2010 Motorbauart R4 V6 R4 Motorkenncode G4KA G4KD G6EA D4EA Bohrung × Hub (mm) 86,0 × 86,0 86,7 × 75,0 83,0 × 92,0 Hubraum (cm³) 1998 2656 1991 Zylinder/Ventile 4/16 6/24 4/16 Verdichtungsverhältnis 10,5:1 10,4:1 17,3:1 Leistung (kW/PS)bei min−1 106/1446200 121/1656000 138/1886000 142/1936000 103/1404000 110/1503800 Drehmoment(Nm/min−1) 1894250 1974600 2474600 2504500 3051800–2500 Beschleunigung in s 10,2 [11,2] 9,9 [10,1] [9,1] [9,0] 10,4 [11,7] 10,3 [11,3] Vmax (km/h) 208 210 201 Verbrauch kombiniert l/100 km 7,7 [7,7] 7,5 [7,8] [9,5] [9,1] 6,0 [7,3] 6,0 [6,9] Getriebe 5-Gang Handschaltung/4-Gang Automatik 5-Gang Automatik 6-Gang Handschaltung/4-Gang Automatik Werte in eckigen Klammern mit Automatikgetriebe
Optima (TF, 2010–2015)
Auf der New York Auto Show wurde im April 2010 die neue Generation vorgestellt. Diese heißt, wie schon die früheren Generationen in Nordamerika, nun auch in Deutschland Kia Optima.autobild.de – New York Auto Show 2010
Die für Sommer 2011 anvisierte Premiere wurde aufgrund von Lieferengpässen der bestehenden Modellpalette verschobenautohaus.de – Verzögerung des Optima Europastarts und kam daher erst am 3. März 2012 auf den Markt.
Ihr Design, das sich mit markanteren Linien deutlich vom Vorgänger abhebt, stammt aus der Hand von Peter Schreyer. Es wurde 2011 mit dem „red dot“ und dem „iF product design award“ ausgezeichnet.Auszeichnung des Optima mit dem iF product design award Zusammengestellt wurde es in Frankfurt (Main) und Irvine (Kalifornien). Technisch basiert der Optima auf der neuen Generation des Hyundai Sonata. Sein Vorgänger basierte noch auf der nur für Kia verwendeten „MG“-Plattform (ihr Name hat nichts mit der Automarke MG zu tun), auf welcher auch der Kia Carens III aufbaut. Aufgrund des Verzichts auf V6-Motoren konnte der vordere Hilfsrahmen vereinfacht werden, sodass das Fahrzeug durch Gewichtseinsparungen insgesamt deutlich weniger wiegt als sein Vorgänger.
mini|links|Heckansicht Wie der Sonata wird das Fahrzeug auf verschiedenen Märkten mit Ottomotoren mit 2,0 (164 PS) sowie 2,4 Litern Hubraum (175 PS), einer Direkteinspritzervariante des 2,4-l-Motors (201 PS) oder einer Turbo-Direkteinspritzer-Variante des 2,0-l-Motors (278 PS) angeboten. Alle diese Motoren entstammen derselben Baureihe. Ab 2011 ist in den USA und Kanada auch eine Voll-Hybrid-Version des Optima mit 209 PS erhältlich.Marktstart des Optima Hybrid
In Europa wird der Optima mit einem neuentwickelten 2,0-l-Ottomotor mit 165 PS, einem 1,7-l-Dieselmotor mit 136 PS, beide mit sechsstufigen Schalt- oder Automatikgetrieben kombiniert,Motoren im europäischen Optima III und in einer Voll-Hybrid-Version angeboten. Im Gegensatz zur US-Version wurde der Hubraum in der Hybrid-Version von 2,4 l auf 2,0 l verkleinert.
Neben dem erstmals für den Optima erhältlichen LED-Tagfahrlicht wird auch für die Rückleuchten wieder optional eine LED-Beleuchtung angeboten. Diese war für das Vorgängermodell nur in Südkorea erhältlich. Gegenüber diesem kommen Optionen wie Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Berganfahrhilfe, Reifendruckkontrollsystem, klimatisierte Vorder- und beheizbare Fondsitze, ein beheizbares Lenkrad und ein Panoramadach hinzu. Die drei letztgenannten Ausstattungsdetails sind für den Sonata nicht erhältlich.Ausstattungsvergleiuch Kia Optima / Hyundai Sonata
Für das Modelljahr 2014 erhielt der Optima eine leichte Modellpflege.
thumb|Kia Optima (2014–2015)
Technische Daten
Kenngrößen2.0 CVVL2.0 CVVL Hybrid1.7 CRDiBauzeitraum09/2010–10/201501/2013–10/201503/2012–10/2015MotorkenndatenMotortypR4-OttomotorR4-DieselmotorGemischaufbereitungDirekteinspritzung Common-Rail-DirekteinspritzungMotoraufladung—TurboladerHubraum1999 cm³1685 cm³max. Leistung121 kW (165 PS)bei 6500/min110 kW (150 PS)bei 6000/min100 kW (136 PS)bei 4000/minmax. Drehmoment196 Nmbei 4800/min180 Nmbei 5000/min325 Nmbei 2000–2500/min [Automatik: 320 Nmbei 2000–2500/min]KraftübertragungAntrieb, serienmäßigVorderradantriebGetriebe, serienmäßig [optional]6-Gang-Schaltgetriebe[6-Stufen-Automatikgetriebe]6-Stufen-Automatikgetriebe6-Gang-Schaltgetriebe[6-Stufen-Automatikgetriebe]MesswerteHöchstgeschwindigkeit210 km/h [208 km/h]190 km/h202 km/h [197 km/h]Beschleunigung,0–100 km/h9,5 s [10,6 s]9,4 s10,3 s [11,6 s]Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert)7,0 l Super [7,6 l Super]5,1 l Super5,1 l Diesel [6,0 l Diesel]CO2-Emission(kombiniert)162 g/km [177 g/km]119 g/km133 g/km [158 g/km]Abgasnorm nachEU-KlassifikationEuro 5
Optima (JF, 2015–2020)
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2015)Ergebnis des Kia Optima beim Euro-NCAP-Crashtest (2015) 105px|5 Sterne im Euro-NCAP-Crashtest Die vierte Generation des Optima kam Ende 2015 auf den Markt. Zu Beginn war sie mit zwei Motoren, einem Otto- und einem Dieselmotor erhältlich.
Auf dem Genfer Auto-Salon im März 2016 wurde erstmals eine Kombiversion – der Optima Sportswagon – präsentiert. Die Länge und die Breite übernahm er von der Limousine, in der Höhe legt er um fünf Millimeter zu. Ab dem 24. September 2016 stand er in Deutschland zu Preisen ab 25.990 € bei den Händlern.
Im März 2018 präsentierte Kia auf dem Genfer Auto-Salon 2018 eine überarbeitete Version des Optima. Sie wurde ab August 2018 verkauft. In Deutschland war seitdem die Limousine nur noch für den Plug-in-Hybrid verfügbar. Für den Kombi standen weiterhin alle Motorisierungen zur Auswahl. In der Schweiz war der Optima nur noch als Kombi-Hybrid erhältlich, in Österreich standen hingegen sowohl für die Limousine als auch den Kombi alle Versionen zur Verfügung.
Plug-In-Hybridversionen Ab September 2016 war die Limousine des Optima als Plug-in-Hybrid erhältlich. Die Lithium-Polymer-Batterie kommt auf eine Kapazität von 9,8 kWh und ermöglicht ein rein elektrisches Fahren von bis zu 54 km (NEFZ). Das Kofferraumvolumen reduziert sich durch die Batterie von 510 auf 307 Liter. Zusätzlich entfällt die Möglichkeit einen Anhänger zu ziehen.