thumb|Country-Sängerin Donna Fargo (1978) Donna Fargo (* 10. November 1945 in Mount Airy, North Carolina als Yvonne Vaughan) ist eine US-amerikanische mit dem Grammy ausgezeichnete Country-Sängerin und -Songschreiberin.
Werdegang Yvonne Vaughan arbeitete tagsüber in einem Vorort von Los Angeles als Lehrerin und abends als Sängerin. Bereits 1964 veröffentlichte sie erste Soul-orientierte Singles für Fabor und Dot unter ihrem Geburtsnamen. Diese waren ebenso erfolglos wie weitere Singles für kleinere Label wie Ramco und Challenge am Ende der 1960er Jahre. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie ihren Namen in Donna Fargo geändert. Ein Wechsel zu Decca im Jahre 1968 blieb ebenfalls ohne Hit. 1969 heiratete sie den Plattenproduzenten Stan Silver. In Nashville hatte man trotz ausbleibender Hits Notiz von Fargo genommen, denn 1969 wurde sie mit dem ACM Award als Most Promising Female Vocalist ausgezeichnet.
Fargo unterschrieb wenige Jahre erneut bei Dot und dieses Mal wendete sich das Blatt: 1972 hatte sie mit The Happiest Girl In The Whole U.S.A. ihren großen Durchbruch.Roland, Tom: The Billboard Book Of Number One Country Hits. New York, N.Y.: Billboard Books, 1991, S. 68 Die Single erreichte die Nummer eins der Country-Charts, notierte auf Platz 11 in den Pop-HitparadenWhitburn, Joel: Top Pop Singles 1955-1993. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1994, S. 204 und wurde als Millionenseller mit Gold ausgezeichnet. Das Album gleichen Namens hielt sich 43 Wochen in der Hitparade.Whitburn, Joel: Top Pop Albums 1955-1996. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1996, S. 258 Es erreichte ebenso Gold und 1973 einen Grammy für die beste weibliche Gesangsleistung einer Country-Sängerin. Auch die nächste Single Funny Face wurde zum Nummer-eins-Hit und erreichte Platz fünf der Pop-HitparadeWhitburn, Joel: The Billboard Book Of Top 40 Hits. 7. überarbeitete und erweiterte Auflage, New York City, New York: Billboard Books, 2005, S. 227 sowie Gold. Im April 1973 belegte sie mit dem Song Superman eine Woche den Spitzenplatz der Country-Charts, im Juli folgte You Were Always There, ein Jahr später You Can't Be A Beacon (If Your Light Don't Shine).
Fargos bekannteste Lieder wurden seinerzeit zahlreich gecovert. So wurde insbesondere The Happiest Girl In The Whole U.S.A. von Country-Größen wie Kitty Wells, Tanya Tucker oder Tammy Wynette aufgenommen. In Deutschland erschien eine deutsche Version von Manuela. Funny Face wurde kurz nach der Veröffentlichung auch von Wanda Jackson, Jean Shepard oder Marty Robbins gecovert. Daneben nahmen auch Roy Clark oder Dottie West Kompositionen von Fargo auf.
Nach ihrem Wechsel zu Warner gelang ihr mit dem Titel That Was Yesterday im Juli 1977 ein letzter Nummer-1-Hit. Sehr erfolgreich war 1978 auch Do I Love You (Yes in Every Way), gefolgt von ihren letzten Top-10-Hits im selben Jahr, Another Goodbye und Somebody Special. Danach gelangen Fargo nur noch mittlere bis kleinere Hits. Sie konnte sich aber noch bis 1991 in den Country-Charts halten.Zu den einzelnen Songs siehe Roland, Tom: The Billboard Book Of Number One Country Hits. New York, N.Y.: Billboard Books, 1991, S. 86f, S. 94, S. 117f, S. 196
1978 gab Fargo bekannt an Multiple Sklerose zu leiden. Sie begab sich in Behandlung und stellt ihre Karriere zeitweise hintan. Sie trat aber weiterhin auf und veröffentlichte neue Alben. Trotz ihrer Erkrankung konnte Fargo 1978 auch ihre eigene musikalische Fernsehshow präsentierten, die ein Jahr später nach 26 Episoden wieder eingestellt wurde. 1981 veröffentlichte sie mit Brotherly Love ein Gospelalbum.
1997 publizierte sie den Ratgeber Trust In Yourself und sechs Jahre später den Gedichtband To The Love Of My Life. Ihre bis dato letzte veröffentlichte Single war der 2008 veröffentlichte Titel We Can Do Better In America.
Ihren Erfolg hatte Fargo vor allem ihrer fröhlichen und unbeschwerten Art zu verdanken. Ihre Songs hatten oft eine optimistische Ausstrahlung und eingängige Melodien und machten sie über die Country-Szene hinaus bekannt.
2009 wurde sie in die Country Music Hall of Fame aufgenommen.
Im Dezember 2017 erlitt Fargo einen schweren Schlaganfall. Sie musste in der Folge das Sprechen und Schreiben neu erlernen.
Diskografie Alben
Weitere Alben 1979: Just for You 1980: Fargo 1981: Brotherly Love 1983: Donna 1984: Encore
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1995: The Best of Donna Fargo 1997: Best of Donna Fargo 2002: 20th Century Masters: The Millennium Collection 2016: That Was Yesterday
Singles
Weitere Singles 1967: Would You Believe a Lifetime 1967: You Reach for the Bottle 1967: Kinda Glad I’m Me 1968: Daddy 1969: Wishful Thinkin’ 1977: I’d Love You to Want Me 1981: The Baptism of Jesse Taylor 1981: Say I Do 2008: We Can Do Better in America
Auszeichnungen Jahr Org. Award Titel1969 ACM Top New Female Vocalist 1972 ACM Album of the Year The Happiest Girl in the Whole U.S.A1972 ACM Single of the Year The Happiest Girl in the Whole U.S.A1972 ACM Song of the Year The Happiest Girl in the Whole U.S.A.1972 ACM Top Female Vocalist 1972 CMA Single of the Year The Happiest Girl in the Whole U.S.A1972 TNN New Female Vocalist 1973 Grammy Best Female Country Vocal Performance
Anmerkungen
Weblinks Offizielle Website (englisch)
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