Die griechische Basketballnationalmannschaft repräsentiert die Republik Griechenland bei internationalen Spielen oder bei Freundschaftsspielen. Ihre bisher größten Erfolge waren die Europameisterschaftssiege 1987 und 2005 sowie die Vize-Weltmeisterschaft 2006.
Titel Weltmeisterschaft Silber (1×): 2006 Europameisterschaft Gold (2×): 1987, 2005 Silber (1×): 1989 Bronze (3×): 1949, 2009, 2025 Stanković Cup Gold (1×): 2006 Mittelmeerspiele: Gold (1×): 1979 Silber (4×): 1991, 2001, 2005, 2009 Bronze (3×): 1955, 1971, 1987
Abschneiden bei internationalen Turnieren Olympische Spiele Zum ersten Mal an den Olympischen Spielen hat Griechenland 1952 im finnischen Helsinki teilgenommen. Bis 1996 sollte dies die einzige Teilnahme des Landes sein. Nach 1996 nahm Griechenland auch 2004 an den Wettbewerben im eigenen Land teil und erreichte dabei jeweils den fünften Platz.
Jahr Austragungsort und -land Teilnahme bis … Letzter Gegner Platz Bemerkungen 1936 Berlin, Deutschland nicht teilgenommen – – 1948 London, Vereinigtes Königreich nicht teilgenommen – – 1952 Helsinki, Finnland Qualifikationsrunde Ungarn 17. Platz 1956 Melbourne, Australien nicht teilgenommen – – 1960 Rom nicht teilgenommen – – 1964 Tokio, Japan nicht teilgenommen – – 1968 Mexiko-Stadt, Mexiko nicht teilgenommen – – 1972 München, BR Deutschland nicht teilgenommen – – 1976 Montreal, Kanada nicht teilgenommen – – 1980 Moskau, Sowjetunion nicht teilgenommen – – 1984 Los Angeles, Vereinigte Staaten nicht teilgenommen – – 1988 Seoul, Südkorea nicht teilgenommen – – 1992 Barcelona, Spanien nicht teilgenommen – – 1996 Atlanta, Vereinigte Staaten Spiel um Platz 5 Brasilien 5. Platz 2000 Sydney, Australien nicht teilgenommen – – 2004 Athen, Griechenland Viertelfinale Argentinien 5. Platz 2008 Peking, China Viertelfinale Argentinien 5. Platz 2012 London, Vereinigtes Königreichs nicht teilgenommen – – 2016 Rio de Janeiro, Brasilien nicht teilgenommen – – 2021 Tokio, Japan nicht teilgenommen – – 2024 Paris, Frankreich Viertelfinale Deutschland 8. Platz
Weltmeisterschaften right|mini|250px|Vizeweltmeisterschaft 2006 An einer Weltmeisterschaft nahm die griechische Nationalmannschaft erstmals 1986 teil und erreichte dort den zehnten Platz. Seitdem verpasste Griechenland lediglich die Endrunde 2002 in den Vereinigten Staaten und schaffte es, dabei sich immer auf den vorderen Rängen zu platzieren. Während Griechenland 1994 und im eigenen Land 1998 zwar jedes Mal den Sprung ins Halbfinale schaffte, verloren sie in Folge ihre Spiele und schlossen beide Turniere lediglich mit dem vierten Platz ab. 2006 bei der Weltmeisterschaft in Japan gewann Griechenland die Silbermedaille und setzte sich dabei auf dem Weg ins Finale unter anderem gegen die hoch favorisierte Auswahl der USA durch.
Jahr Austragungsort und -land Teilnahme bis … Letzter Gegner Platz Bemerkungen 1950 Buenos Aires, Argentinien nicht teilgenommen – – 1954 Rio de Janeiro, Brasilien nicht teilgenommen – – 1959 Chile nicht teilgenommen – – 1963 Brasilien nicht teilgenommen – – 1967 Uruguay nicht teilgenommen – – 1970 Jugoslawien nicht teilgenommen – – 1974 Puerto Rico nicht teilgenommen – – 1978 Philippinen nicht teilgenommen – – 1982 Kolumbien nicht teilgenommen – – 1986 Spanien Spiel um Platz 9 und 10 China 10. Platz 1990 Buenos Aires, Argentinien Qualifikationsrunde 2 Ägypten 6. Platz 1994 Kanada Spiel um Platz 3 Kroatien 4. Platz 1998 Griechenland Spiel um Platz 3 Vereinigte Staaten 4. Platz 2002 Indianapolis, Vereinigte Staaten nicht teilgenommen – – 2006 Japan Finale Spanien 2. Platz 15px|Silbermedaille Silbermedaille 2010 Türkei Achtelfinale Spanien 11. Platz 2014 Spanien Achtelfinale Serbien 9. Platz 2019 China Gruppenphase – Zweite Runde Tschechien 11. Platz 2023 PhilippinenIndonesienJapan Gruppenphase – Zweite Runde Montenegro 15. Platz
Europameisterschaften mini|250px|Szene aus der Begegnung Griechenland-Türkei (EM 2009) Zum ersten Mal nahm die griechische Nationalmannschaft 1949 an einer Europameisterschaft teil und errang dort auf Anhieb den dritten Platz. In Folge nahm Griechenland bis 1985 nur unregelmäßig an den Endrunden teil und hatte keine besonderen Erfolge vorzuweisen. Der erste große Erfolg, der in Griechenland den Durchbruch für die Nationalmannschaft bedeuten sollte, war die gewonnene Europameisterschaft von 1987. Im eigenen Land besiegte Griechenland dabei im Finale nach Verlängerung die hoch favorisierte Mannschaft aus der Sowjetunion mit 103:101. Star dieses Turnier war die, bis heute, größte griechische Sportikone Nikos Galis, der zum MVP des Turniers gewählt wurde. Bei dem darauf folgenden Turnier von 1989 erreichte Griechenland abermals das Finale, musste sich dort jedoch der Mannschaft Jugoslawiens geschlagen geben die, angeführt von ihrem Star Dražen Petrović, ohne eine Niederlage das Turnier gewinnen konnten. Mit der Silbermedaille von 1989 festigte Griechenland seine zwei Jahre zuvor erreichte Position unter Europas führenden Basketballnationen. Seitdem verpasste die griechische Nationalmannschaft bis heute keine Endrunde bei Europameisterschaften und landete dabei in der Regel immer auf den vorderen Rängen. 2005 gewann Griechenland in Serbien schließlich seine zweite Goldmedaille, nachdem man im Finale die deutsche Nationalmannschaft mit 78:62 schlagen konnte. Die Verteidigung des Titels beim folgenden Turnier scheiterte mit der Niederlage gegen Spanien im Halbfinale. Auch das Spiel um Platz 3 gaben die Griechen folgend an die Mannschaft von Litauen ab. 2009 scheiterte die Nationalmannschaft Griechenlands erneut im Halbfinale am späteren Europameister Spanien. Während man, an eigenen Ansprüchen gemessen, zwei eher enttäuschende Platzierungen bei den Turnieren 2011 und 2013 erreichte. Waren 2015 die Erwartungen, nachdem alle nominierten Spieler ihre Zusage zur Teilnahme am Turnier angekündigt hatten, mit dem Erreichen einer Platzierung unter den ersten drei wieder höher gesteckt. Diese Hoffnung beendete im Viertelfinale erneut die spanische Mannschaft, welche die Griechen knapp mit 73:71 Punkten bezwingen konnten. Nach dem Erreichen von Rang 5 gab Vasilis Spanoulis, Kopf und Führungsspieler dieser Auswahl, seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt.
Jahr Austragungsort und -land Teilnahme bis … Letzter Gegner Platz Bemerkungen 1935 Genf, Schweiz nicht teilgenommen – – 1937 Riga, Lettland nicht teilgenommen – – 1939 Kaunas, Litauen nicht teilgenommen – – 1946 Genf, Schweiz nicht teilgenommen – – 1947 Kaunas, Litauen nicht teilgenommen – – 1949 Kairo, Ägypten Finalrunde Ägypten 3. Platz 15px|Bronzemedaille Bronzemedaille 1951 Paris, Frankreich Spiel um Platz 7 Belgien 8. Platz 1953 Moskau, Sowjetunion nicht teilgenommen – – 1955 Budapest, Ungarn nicht teilgenommen – – 1957 Sofia, Bulgarien nicht teilgenommen – – 1959 Moskau, Sowjetunion nicht teilgenommen – – 1961 Belgrad, Jugoslawien Spiel um Platz 17 Schweden 17. Platz 1963 Warschau, Polen nicht teilgenommen – – 1965 Sowjetunion Spiel um Platz 7 Tschechoslowakei 8. Platz 1967 Finnland Spiel um Platz 11 Frankreich 12. Platz 1969 Italien Spiel um Platz 9 Rumänien 10. Platz 1971 Deutschland nicht teilgenommen – – 1973 Spanien Spiel um Platz 11 Polen 11. Platz 1975 Jugoslawien Platzierungsrunde Türkei 12. Platz 1977 Belgien nicht teilgenommen – – 1979 Italien Platzierungsrunde Polen 9. Platz 1981 Tschechoslowakei Platzierungsrunde Türkei 9. Platz 1983 Frankreich Spiel um Platz 11 Schweden 11. Platz 1985 Deutschland nicht teilgenommen – – 1987 Griechenland Finale Sowjetunion 1. Platz 15px|Goldmedaillen Europameister 1989 Jugoslawien Finale Jugoslawien 2. Platz 15px|Silbermedaille Silbermedaille 1991 Italien Spiel um Platz 5 Tschechoslowakei 5. Platz 1993 Deutschland Spiel um Platz 3 Kroatien 4. Platz 1995 Griechenland Spiel um Platz 3 Kroatien 4. Platz 1997 Spanien Spiel um Platz 3 Russland 4. Platz 1999 Frankreich Gruppenphase Litauen 16. Platz 2001 Türkei Elimination Round Deutschland 9. Platz 2003 Schweden Spiel um Platz 5 Serbien und Montenegro 5. Platz 2005 Serbien und Montenegro Finale Deutschland 1. Platz 15px|Goldmedaillen Europameister 2007 Spanien Spiel um Platz 3 Litauen 4. Platz 2009 Polen Spiel um Platz 3 Slowenien 3. Platz 15px|Bronzemedaille Bronzemedaille 2011 Litauen Spiel um Platz 5 Litauen 6. Platz 2013 Slowenien Zwischenrunde Kroatien 13. Platz 2015 DeutschlandFrankreichKroatienLettland Spiele um Plätze 5–8 Lettland 5. Platz 2017 FinnlandIsraelRumänienTürkei Viertelfinale Russland 8. Platz 2022 DeutschlandGeorgienItalienTschechien Viertelfinale Deutschland 5. Platz 2025 FinnlandLettlandPolenZypern Spiel um Platz 3 Finnland 3. Platz 15px|Bronzemedaille Bronzemedaille
Mittelmeerspiele Als Mittelmeeranrainer nahm Griechenland stets an den Mittelmeerspielen teil. Den größten Erfolg der Nationalmannschaft stellt die Goldmedaille aus dem Jahr 1979 dar. Des Weiteren konnten vier Silber- (1991, 2001, 2005, 2009) sowie drei Bronzemedaillen (1955, 1971, 1987) gewonnen werden.
Statistiken 250px|right|mini|Nationalmannschaft im Juli 2008 Rekordnationalspieler {| class="wikitable" |- style="background-color:#c0c0c0;" ! style="width:20px;" | Platz ! style="width:180px;" | Spieler ! style="width:100px;" | Spiele |- | style="text-align:right;" | 1 | Panagiotis Giannakis | style="text-align:center;" | 351 |- | style="text-align:right;" | 2 | Panagiotis Fasoulas | style="text-align:center;" | 244 |- | style="text-align:right;" | 3 | Theofanis Christodoulou | style="text-align:center;" | 220 |- | style="text-align:right;" | 4 | Nikolaos Zisis | style="text-align:center;" | 189 |- | style="text-align:right;" | 5 | Georgios Sigalas | style="text-align:center;" | 185 |- | style="text-align:right;" | 6 | Antonios Fotsis | style="text-align:center;" | 184 |- | style="text-align:right;" | 7 | Liveris Andritsos | style="text-align:center;" | 182 |- | style="text-align:right;" | 8 | Dimitrios Kokolakis | style="text-align:center;" | 178 |- | style="text-align:right;" | 9 | Ioannis Bourousis | style="text-align:center;" | 174 |- | style="text-align:right;" | 10 | Konstantinos Papanikolaou | style="text-align:center;" | 171
Erfolgreichste Korbjäger right|180px|mini|Panagiotis Giannakis {| class="wikitable" |- style="background-color:#c0c0c0;" ! style="width:20px;" | Platz ! style="width:180px;" | Spieler ! style="width:100px;" | Punkte |- | style="text-align:right;" | 1 | Panagiotis Giannakis | style="text-align:center;" | 5301 |- | style="text-align:right;" | 2 | Nikos Galis | style="text-align:center;" | 5120 |- | style="text-align:right;" | 3 | Panagiotis Fasoulas | style="text-align:center;" | 2380 |- | style="text-align:right;" | 4 | Theofanis Christodoulou | style="text-align:center;" | 2269 |- | style="text-align:right;" | 5 | Panagiotis Koroneos | style="text-align:center;" | 1832 |- | style="text-align:right;" | 6 | Georgios Kolokithas | style="text-align:center;" | 1807 |- | style="text-align:right;" | 7 | Antonios Fotsis | style="text-align:center;" | 1734 |- | style="text-align:right;" | 8 | Ioannis Bourousis | style="text-align:center;" | 1644 |- | style="text-align:right;" | 9 | Vasilios Goumas | style="text-align:center;" | 1641 |- | style="text-align:right;" | 10 | Georgios Kastrinakis | style="text-align:center;" | 1616
Sonstiges Der Spieler mit... den meisten Punkten in einem Spiel: Nikos Galis, 53 Punkte, 5. Juli 1986 dem höchsten Punkteschnitt pro Spiel: Nikos Galis, 30,46 den meisten Medaillen: Antonios Fotsis, Vasilios Spanoulis, Nikolaos Zisis, je 3 (EM-Gold 2005, WM-Silber 2006, EM-Bronze 2009) Die höchsten Siege in der Geschichte: