mini|hochkant|Christiane Amanpour, 2021 Christiane Maria Heideh Amanpour, CBE (; * 12. Januar 1958 in London) ist eine britisch-iranische Journalistin. Sie wurde als internationale Chefkorrespondentin für den Nachrichtenkanal CNN bekannt.
Leben Amanpour hat einen iranischen Vater und eine britische Mutter, die gleich nach ihrer Geburt in London zurück nach Teheran, Iran, zogen, wo sie unter Schah Mohammad Reza Pahlavi ein privilegiertes Leben führten. Im Alter von 11 Jahren wurde sie nach London auf ein Internat geschickt, und 10 Jahre später, 1979, mussten die Eltern aufgrund der Islamischen Revolution aus dem Iran fliehen.
Sie zog in die USA, um Journalistik zu studieren, und nach dem Studium begann sie 1983 für das Londoner Büro von CNN zu arbeiten. 1989 wechselte sie nach Frankfurt am Main, um über die Demokratisierungswelle, die Osteuropa erfasst hatte, zu berichten. Es war jedoch ihre Berichterstattung 1990 über den Golfkrieg, die sie bekannt machte. Später berichtete sie über den Bosnienkrieg und von anderen Konfliktgebieten der Welt. In der Zeit von 1996 bis 2005 hatte sie auch einen Vertrag als Reporterin für 60 Minutes.
Amanpour galt 2006 als weltweit höchstbezahlte ReporterinSuzanne Hoppough: #79 Christiane Amanpour, forbes.com – The 100 Most Powerful Women (aufgerufen am 5. Mai 2009) und hat zahlreiche Preise errungen, u. a. den Peabody Award 1993 und 1998. Für ihre Berichterstattung über den Bosnienkrieg erhielt sie 1998 die Ehrenbürgerschaft von Sarajevo.Class Day speaker chosen - CNN's Christiane Amanpour to address seniors, 17. Februar 2010, The Harvard Gazette mini|hochkant|Christiane Amanpour, 2008 Von 1992 bis 2010 war Amanpour die internationale Chefkorrespondentin von CNN. Sie berichtete von den Hauptkrisenpunkten der Erde wie Irak, Afghanistan, Iran, Pakistan, Somalia, dem Balkan und aus den USA während des Hurrikans Katrina.
Sie interviewte iranische Politiker wie Mohammad Chātami, Mahmud Ahmadinedschad und Hassan Rohani. Nach den Anschlägen auf das World Trade Center 2001 war sie die erste Korrespondentin mit Interviews von Tony Blair, Jacques Chirac und Pervez Musharraf. Neuere Gesprächspartner waren Angela Merkel, Hillary Clinton, Nicolás Maduro und Muammar al-Gaddafi. Auch der griechische Ex-König Konstantin II., der Sohn des früheren Schahs von Iran, Cyrus Reza Pahlavi, oder Schauspielerin Angelina Jolie waren ihre Gäste.
Zum 81. Geburtstag der britischen Königin Elisabeth II. wurde sie 2007 für ihre Verdienste um den Journalismus zum Commander des Order of the British Empire ernannt.cnnasiapacific.com: , Pressemitteilung, aufgerufen am 5. Mai 2009
Im Jahr 2010 wechselte sie zur Nachrichtenabteilung des Senders ABC.CNN.com: , CNN.com, aufgerufen am 14. Mai 2010 2012 wechselte sie wieder zurück zu CNN.
Im Juni 2021 gab sie bekannt, an einem Ovarialkarzinom erkrankt zu sein. Nach einer Operation und Chemotherapie war der Krebs im April 2022 in Remission.
Im September 2022 sagte der iranische Präsident Ebrahim Raisi ein Interview mit Amanpour in New York ab, weil sie sich weigerte, ein Kopftuch während des Interviews zu tragen.
Sonstiges Von 1998 bis 2018 war Christiane Amanpour mit dem Journalisten und Diplomaten James Rubin verheiratet. Das Paar hat einen Sohn (* 2000). Sie hat eine Schwester, Lizzy Amanpour, die als Produzentin für den britischen Fernsehkanal Channel 4 arbeitet.
Im Serienfinale der US-amerikanischen Fernsehserie Gilmore Girls, das am 15. Mai 2007 ausgestrahlt wurde, hatte Amanpour einen Gastauftritt als sie selbst: Seit der ersten Staffel war sie das große Idol der fiktiven Hauptfigur Rory Gilmore, gespielt von Alexis Bledel, gewesen. Durch Amanpours Gastauftritt trafen die beiden schließlich in der Serie aufeinander. Sie spielte auch eine Rolle in Iron Man 2.
Auszeichnungen 1993: Livingston Award in der Kategorie International Reporting für Siege of SarajevoSiege of Sarajevo, Internetseite des Wallace House Center for Journalists der University of Michigan 2004: Women’s World Award – World Media Award 2007: Commander of the Order of the British Empire 2010: Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Literatur Rita Kohlmaier. Christiane Amanpour. In: Kriegsreporterinnen. Im Einsatz für Wahrheit und Frieden. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2022, ISBN 978-3-949582-10-3, S. 10–16.
Weblinks
Christiane Amanpour Named 'This Week' Anchor ABC News, 18. März 2010 (englisch) "Es ist eine Tragödie" Interview von Frank Hornig und Thomas Schulz, auf Spiegel Online, 27. September 2009
Einzelnachweise
Kategorie:Journalist (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Commander des Order of the British Empire Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Träger des Peabody Award Kategorie:Träger des Livingston Award Kategorie:Träger des Hillary Rodham Clinton Award Kategorie:UN-Goodwill-Botschafter Kategorie:Ehrenbürger von Sarajevo Kategorie:Person (CNN) Kategorie:Person (London) Kategorie:Iranische Diaspora Kategorie:Brite Kategorie:Iraner Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Frau