Der Grünfischer (Chloroceryle americana) ist ein amerikanischer Eisvogel aus der gleichnamigen Gattung der Grünfischer (Chloroceryle).
Merkmale Der 27 g schwere Grünfischer wird 19 cm lang. An der Oberseite grün gefärbt mit weißen Flecken an Schwanz und Flügeln und einen weißen Kragen um den Hals. Das Männchen hat eine weiße Unterseite mit einem breiten kastanien-braunen Brustband und einigen grünen Flecken an den Flanken. Die schmutzig-weiße Unterseite des Weibchens weist zwei grüne Bänder auf, die bis zu den grünen Flecken an den Flanken reichen.
Die auf Trinidad und Tobago vorkommende Unterart C. a. croteta hat einen größeren Schnabel als die Populationen auf dem Festland.
Vorkommen mini|Verbreitungsgebiet des Grünfischers Das Verbreitungsgebiet des Grünfischers reicht vom südlichen Texas über Mittel- und Südamerika bis in das zentrale Argentinien. Er lebt in Wäldern entlang von Flüssen.
Verhalten Der Grünfischer jagt von einem niedrigen Ast aus nach Fischen und aquatisch lebenden Insekten.
Fortpflanzung In einer bis zu einem Meter langen Bruthöhle legt das Weibchen drei bis vier Eier.
Gefährdung Die Art gilt aufgrund ihres großen Verbreitungsgebietes als ungefährdet, sie wird von der IUCN als Datei:LC IUCN 3 1.svg (=least concern – nicht gefährdet) eingestuft.
Unterarten Bisher sind fünf Unterarten bekannt:IOC World Bird List Rollers, ground rollers & kingfishers
Chloroceryle americana hachisukai (, 1941)Alfred Laubmann (1941), S. 165–166. – Diese Unterart kommt im südlichen zentralen Gebiet der Vereinigten Staaten und dem Nordwesten Mexikos vor. Chloroceryle americana septentrionalis (, 1892)Richard Bowdler Sharpe (1892), S. 134–137. – Diese Unterart ist im südlichen zentralen Texas und dem Osten Mexikos südlich bis ins nördliche Kolumbien und das westliche Venezuela verbreitet. Chloroceryle americana americana (, 1788)Johann Friedrich Gmelin (1788), S. 451. – Die Nominatform ist in Südamerika östlich der Anden von Venezuela bis in den Nordosten Boliviens, und dem Norden und Zentralen Brasilien und auf Trinidad und Tobago verbreitet. Chloroceryle americana mathewsii , 1927Alfred Laubmann (1927), S. 126. – Diese Unterart kommt im Süden Brasiliens, dem Süden Boliviens und dem Norden Argentiniens vor. Chloroceryle americana cabanisii (, 1846)Johann Jakob von Tschudi (1846), S. 253. – Diese Subspezies ist von Kolumbien bis Chile westlich der Anden verbreitet.
Chloroceryle americana croteta , 1922Alexander Wetmore (1922), S. 325–326 und Chloroceryle americana bottomeana & , 1994Ramón Aveledo Hostos u. a. (1994), S. 235 werden heute als Synonym zur Nominatform betrachtet, Chloroceryle americana leucosticta & , 1938Adriaan Joseph van Rossem u. a. (1938), S. 227–228 ein Synonym zu C. a. hachisukai, Ceryle americana isthmica (, 1911)Edward Alphonso Goldman (1911), S. 1–2 und Chloroceryle americana vanrossemi , 1940Pierce Brodkorb (1940), S. 544–546. ein Synonym zu C. a. septentrionalis, Chloroceryle americana hellmayri , 1922Alfred Laubmann (1922), S. 50–52. und Chloroceryle americana ecuadorensis , 1943Yamashina Yoshimaro (1943), S. 145–146. ein Synonym zu C. a. cabanisii. C. a. mathewsii wurde als Ersatzname für Alcedo viridis , 1818Louis Pierre Vieillot (1818), S. 413. eingeführt, da der Name durch Alcedo viridis , 1787Friedrich Christian Meuschen (1787), S. 40. bereits belegt war.
Etymologie und Forschungsgeschichte links|mini|Martin pêcheur verde et blanc, de Cayenne bei Buffon Die Erstbeschreibung des Grünfischers erfolgte 1817 durch Johann Friedrich Gmelin unter dem wissenschaftlichen Namen Alcedo americana. Als Verbreitungsgebiet gab er Paraguay an, basierend auf Martin pêcheur verde et blanc, de CayenneGeorges-Louis Leclerc, Comte de Buffon (1765–1783), Tafel 591. von Georges-Louis Leclerc, Comte de Buffon. 1848 führte Johann Jakob Kaup die für die Wissenschaft neue Gattung Chloroceryle für den Grünfischer ein.Johann Jakob Kaup (1848), S. 68 Dieser Begriff leitet sich und ab.Chloroceryle The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname americana hat seinen Ursprung in .americana The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Hachisukai ist Hachisuka Masauji gewidmet, mathewsii Gregory Macalister Mathews, cabanisii Jean Louis Cabanis, vanrossemi Adriaan Joseph van Rossem, bottomeana Peter Bottome Deery (1937–2016) und hellmayri Carl Eduard Hellmayr. Septemtrionalis leitet sich von abseptemtrionalis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, croteta von croteta The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, leucosticta aus und leucosticta The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und viridis von .viridis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Ecuadorensis bezieht sich auf Ecuador, isthmica auf den Isthmus von Panama. Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay fünf Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) an der Estancia Estrella im Bergland des Río Apa und in Puerto Casado sowie in in Puerto Sastre im Gran Chaco, zur Verfügung. Im Münchner Museum war ein weiteres Männchen aus der Sammlung von Georg Wieninger (1859–1925) aus Asunción vorhanden. Laubmann führte die Art unter dem Namen Chloroceryle americana mathewsii für das Land. In der Literatur betrachtete er in einem von Richard Otto Rohde (1855–1912) gesammelten Exemplar aus Lambaré, welches durch Hans Hermann Carl Ludwig von BerlepschHans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1887), S. 23. beschrieben wurde, in einem von Alfredo Borelli (1858–1943) gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes ExemplarTommaso Salvadori (1895), S. 16 aus der Colonia von Pedro Risso, im Río PilcomayoJohn Graham Kerr (1892), S. 139 und in ConcepciónJohn Graham Kerr (1901), S. 228. durch John Graham Kerr, in SapucaiCharles Chubb (1910), S. 265 durch Charles Chubb, in Zapatero Cué durch Claude Henry Baxter GrantClaude Henry Baxter Grant (1911), S. 324., im Departamento Alto ParanáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 45. und am Río ConfusoArnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 258. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und am Río NegroElsie Margaret Binger Naumburg (1930), S. 133. durch Elsie Naumburg viele weitere Nachweise für das Land.Alfred Laubmann (1939), S. 205–206. Louis Pierre Vieillot bezog sich bei seiner Beschreibung auf Martin pescadore del verde obscroFélix de Azara (1805), S. 389–391. von Félix de Azara.
Literatur
Weblinks
Eintrag bei U.S. Geological Survey
Einzelbelege
Kategorie:Eisvögel