mini|Mark Linkous (2007) Sparklehorse war eine US-amerikanische Band mit dem Lead-Sänger Mark Linkous (* 9. September 1962; † 6. März 2010). Sie war anzusiedeln im Alternative-Folk-Genre, es finden sich jedoch auf jedem Album einige härtere Indiesongs. Die Musik von Sparklehorse ist geprägt von Rock- und Countrygitarren sowie Samples. Die Texte von Mark Linkous, der unter Depressionen litt, behandeln Einsamkeit und Melancholie. Am 6. März 2010 schoss sich der 47-jährige Linkous hinter dem Haus eines Freundes in Knoxville, Tennessee mit seiner eigenen Waffe ins Herz.

Geschichte Das Debütalbum von Sparklehorse,Vivadixiesubmarinetransmissionplot, erschien 1995 und konnte sich in den englischen Charts platzieren. Auf seiner England-Tour zum Album erlitt Linkous 1996 aufgrund einer überdosierten Einnahme von Valium, Antidepressiva und Alkohol einen Zusammenbruch. Er war 14 Stunden bewusstlos und für zwei Minuten klinisch tot.

Nach Operationen und Genesung wurde im am 20. Juli 1998 bei Capitol Records das Album Good Morning Spider veröffentlicht. Linkous nahm es in seinem 16-Spur-Home-Studio in Richmond, Virginia auf. Themen wie Frustration und Dankbarkeit prägen es. Mit Lo-Fi-Sound, exotischen Instrumenten wie Vibraphon und Cello sowie Gästen wie Vic Chesnutt bot es experimentelle Popmusik.

Nach der Veröffentlichung seiner ersten beiden Alben arbeitete Sparklehorse sowohl in Projekten als auch auf seinen Alben vermehrt mit diversen bekannten Musikern zusammen. Auf It’s a Wonderful Life, dem dritten Album der Band (2001), begleiten ihn u. a. Nina Persson (von The Cardigans), PJ Harvey und Tom Waits als Gastsänger.

2006 erschien das vierte und letzte zu Lebzeiten von Mark Linkous veröffentlichte Sparklehorse-Album Dreamt for Light Years in the Belly of a Mountain. Gemeinsam eingespielt mit den Musikern bzw. Produzenten Steven Drozd und Dave Fridmann hört man auf dem Album "zerbrechliche Americana und wüstenträge Trauerlieder", so die Zeitschrift Visions.

Posthume Alben Nach dem Tod von Mark Linkous wurden noch zwei Alben der Band posthum veröffentlicht. Zunächst erschien am 9. Juli 2010 das Kollaborationsalbum Dark Night of the Soul, das Linkous gemeinsam mit dem Musikproduzenten und Musiker DJ Danger Mouse (Brian Burton) Anfang 2009 produziert hatte. Der Filmemacher David Lynch ist auf zwei Titeln als Sänger zu hören. Er ist auch für die Veröffentlichung eines limitierten Fotobuchs verantwortlich, das er selbst fotografiert hat. Musikalisch vereint dieses Album von Sparklehorse Indie-Songs mit Gastsängern/Bands wie Julian Casablancas, Gruff Rhys, Iggy Pop, Black Francis, Suzanne Vega oder den Flaming Lips. Der Musikexpress bewertet das Album als „fast schon grotesk prominent besetzt, verspielt, verstörend und weltweise. Ein Meisterwerk.“

Viele Jahre später, 2023, folgte das fünfte Sparklehorse-Studioalbum Bird Machine, das größtenteils von Linkous vor seinem Tod fertiggestellt worden war, und von seinem Bruder, Matt Linkous, sowie dessen Frau Melissa basierend auf ausführlichen Notizen und Gesprächen vollendet wurde. Es bewahrt den rohen, exzentrischen Sound der Band mit Country- und Indie-Elementen, Lo-Fi-Samples und erinnert klanglich an Dreamt for Light Years in the Belly of a Mountain.

Diskografie

Alben

Weitere Alben 1995: Chords I’ve Known (EP) 2000: Distorted Ghost (EP) 2001: Chest Full of Dying Hawks (’95-’01) (EP, USA) 2009: In The Fishtank 15 (gemeinsam mit Fennesz) 2023: Bird Machine (posthum)

Singles

Weitere Singles 1995: Spirit Ditch 1998: Come On In 1998: Painbirds 2001: Gold Day 2006: Ghost in the Sky 2006: Don’t Take My Sunshine Away 2006: Knives of Summertime

Weblinks Marklinkous.com (offizielle Seite)

Interview 2007

Einzelnachweise

Kategorie:US-amerikanische Band Kategorie:Rockband