Metro BakuBakı Metropoliteni 150x150px|Metro Baku300pxBasisinformationenStaat Stadt BakuEröffnung 6. November 1967Betreiber Statheres Sygkoinonies S.A.Besitzer Baku Metro CJSCInfrastrukturStreckenlänge 40,3 kmSpurweite 1520 mm (Breitspurbahn)Stromsystem 825 V DC StromschieneStationen 27BetriebLinien 3Kürzester Takt 2 MinutenStatistikFahrgäste 629.000 pro Tag (2019)229,7 Mio. pro Jahr (2019)Webseitemetro.gov.azStreckenplan
Die Metro Baku (aserb. Bakı Metropoliteni, ) ist die U-Bahn der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku und zugleich das einzige U-Bahn-System Aserbaidschans. Der erste Abschnitt wurde am 6. November 1967 in Betrieb genommen. Die bisher letzte Streckenergänzung wurde am 23. Dezember 2022 eröffnet."Baku Metro: Zahl von Stationen erreicht 27", Azertag.az, 23. Dezember 2016, abgerufen am 24. Dezember 2022 Das Streckennetz ist 40,3 Kilometer lang und bedient 27 Stationen.
Geschichte und Allgemeines Die ersten Pläne für den U-Bahn-Bau in Baku gab es bereits in den 1930er Jahren. Wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs mussten die Bauvorhaben jedoch zunächst gestoppt werden. Erst 1947 wurde der Bau per Dekret des Ministerrats der Sowjetunion beschlossen. Der erste Bauabschnitt mit knapp zehn Kilometern von Bakı Soveti (heute İçərişəhər) bis Nəriman Nərimanov ging nach langer Bauzeit am 6. November 1967 in Betrieb. In den 1970er und 1980er Jahren wurde das Metrosystem weiter ausgebaut, so ging beispielsweise im Jahr 1985 die als zweite („grüne“) Linie vorgesehene Strecke von Nizami Gəncəvi bis Memar Əcəmi in Betrieb. Architektonisch orientierte man sich bei der Errichtung der Stationen stark am Moskauer Vorbild, wodurch viele der Stationen eine prunkvolle Gestaltung erhielten.
Metro Baku in der Corona-Pandemie In der weltweiten Corona-Pandemie stand der Verkehr auf der Metro Baku größtenteils still. Zum 31. Mai 2021 startete die Metro wieder ihren Betrieb.
Liniennetz
Das für die Metro Baku ursprünglich vorgesehene System mit zwei Linien wurde bis heute nicht abschließend umgesetzt, da die als Umstiegsknoten geplante Station Cəfər Cabbarlı für diesen Zweck noch nicht ausgebaut wurde. Aufgrund dessen besteht die zweite Linie gegenwärtig nur aus dem eingleisigen Zwei-Kilometer-Abschnitt zwischen den beiden Stationen Cəfər Cabbarlı und Şah İsmail Xətai, während die restlichen U-Bahn-Strecken als eine einzige (verzweigte) Linie betrieben werden, auf der Züge im Wechsel zwischen Həzi Aslanov und İçərişəhər (ursprünglich Bakı Soveti) bzw. zwischen Həzi Aslanov und Dərnəgül bzw. zwischen İçərişəhər und dem oberirdischen Bahnhof Bakmil verkehren.
Der Zugang zu den Bahnsteigen wird durch Zugangssperren geregelt, die das Durchqueren erst nach Anlegen einer RFID-Chipkarte gestatten. Die RFID-Chipkarten wurden ab 2006 versuchsweise eingeführt, erwiesen sich als großer Erfolg und stellen heute die einzige Bezahlmethode dar. Die Karten müssen einmalig für 2 AZN (knapp 1 Euro; Stand 2018) erworben werden und können dann beliebig oft mit der gewünschten Anzahl möglicher Fahrten geladen werden. Eine Fahrt kostet 60 Qəpik (ungefähr 30 Cent, Stand 2026).
Linie Name Linie Strecke Eröffnungsdatum Länge U-Bahnhöfe Linie 1 1 İçərişəhər ↔ Həzi Aslanov 1967 20,1 km 13 Linie 2 2 Şah İsmail Xətai ↔ Dərnəgül 1976 14,5 km 10 Linie 2B 2B Şah İsmail Xətai ↔ Cəfər Cabbarlı 1976 2,1 km 2 Linie 3 3 Xocəsən ↔ 8 Noyabr 2016 5,7 km 4
Zeittafel der Eröffnungen StreckeEröffnungsdatumLängeİçərişəhər – Nəriman Nərimanov6. November 19676,5 km28 May – Şah İsmail Xətai22. Februar 19682,3 kmNəriman Nərimanov – Ulduz5. Mai 19702,1 kmUlduz – Neftçilər7. November 19725,3 km28 May – Nizami Gəncəvi31. Dezember 19762,2 kmNəriman Nərimanov – Bakmil28. März 19790,5 kmNizami Gəncəvi – Memar Əcəmi31. Dezember 19856,5 kmNeftçilər – Əhmədli28. April 19893,3 kmCəfər Cabbarlı27. Dezember 1993N/AƏhmədli – Həzi Aslanov10. Dezember 20021,4 kmMemar Əcəmi – Nəsimi9. Oktober 20082,1 kmNəsimi – Azadlıq prospekti30. Dezember 20091,3 kmAzadlıq prospekti – Dərnəgül29. Juni 20111,5 kmAvtovağzal – Memar Əcəmi-219. April 2016 2,1 kmMemar Əcəmi-2 – 8 Noyabr29. Mai 2021 3,5 kmAvtovağzal – Xocəsən23. Dezember 2022 2,2 kmInsgesamt:27 U-Bahnhöfe40,3 km
Fahrzeuge mini|Ein Zug der Metro Baku Wie in fast allen U-Bahn-Netzen der ehemaligen Sowjetunion verkehren in der Metro Baku Züge der Baureihen „E“ und „81-717/714“. 2014 wurde die neue Baureihe „81-760/761“ als ihre Nachfolgerin eingesetzt und soll schrittweise die älteren Baureihen ersetzen. Sie alle werden im Depot Bakmil gewartet, dem bisher einzigen Metrodepot Bakus.
Unfälle
Am 28. Oktober 1995 ereignete sich bei der Metro Baku eine verheerende Brandkatastrophe, die weltweit für Aufsehen sorgte: Wegen eines technischen Defekts im Stromversorgungssystem der U-Bahn brannte ein vollbesetzter Zug im Tunnel nahe der Station Ulduz ab. Dabei verbrannten oder erstickten insgesamt 303 Menschen, davon 28 Kinder, weitere 269 Personen erlitten Verletzungen, Rauchvergiftungen und Verbrennungen. Die Brandkatastrophe von 1995 gilt als der schwerste Zwischenfall in der Geschichte der U-Bahn weltweit.
Weblinks
Offizielle Internetpräsenz (englische Version; auch aserbaidschanisch, russisch und französisch) Metro Baku auf urbanrail.net (englisch) Metro Baku auf meta.metro.ru (russisch) Metro Baku auf metroworld.ruz.net (russisch) Gleisplan U-Bahn Baku (russisch)
Einzelnachweise
Baku Kategorie:Spurweite 1524 mm