Surjoux ist eine ehemalige französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehörte zum Kanton Valserhône im Arrondissement Nantua und war Mitglied im Gemeindeverband Pays Bellegardien.

Geographie Surjoux liegt auf , etwa zehn Kilometer südlich der Stadt Bellegarde-sur-Valserine und 49 Kilometer ostsüdöstlich der Präfektur Bourg-en-Bresse (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich im Rhonetal rund 100 m über der Talniederung in einem kurzen Seitental, am Ostfuß des Crêt du Nu, eines Höhenzuges des französischen Juras.

Die Fläche der 4,31 km² großen Commune déléguée umfasst einen Abschnitt des Rhônetals. Die östliche Grenze verläuft entlang der Rhône, die hier in einem engen Tal tief eingeschnitten in die umgebenden Plateaus von Norden nach Süden fließt. Vom Flusslauf erstreckt sich das Gemeindeareal westwärts über einen Steilhang, der teilweise von Felsbändern durchzogen wird, bis auf das angrenzende Hochplateau am Jurafuß. Dieses wird durch die Täler kurzer Seitenbäche der Rhône untergliedert. Oberhalb des Dorfes wird mit die höchste Erhebung von Surjoux erreicht. links|mini|Wasserfall Le Pain de Sucre Südöstlich des Dorfs befindet sich der Wasserfall "Le pain de sucre" (Zuckerhut), gespiesen vom Bach la Vézéronce. Darunter hat sich ein 20 m hoher kegelförmiger Stalagmit gebildet, daher der Name. Die Bahnstrecke Lyon-Genf führt auf einer Brücke nahe am Wasserfall vorbei, er ist vom Zug aus gut zu sehen.

Zu Surjoux gehören der Weiler Bognes () auf dem Plateau sowie einige Gehöfte. Nachbargemeinden von Surjoux waren Injoux-Génissiat im Norden, Franclens und Challonges im Osten, Chanay im Süden sowie Lhôpital im Westen. Mit letzterer wurde Surjoux mit Wirkung vom 1. Januar 2019 zur Commune nouvelle Surjoux-Lhopital fusioniert.

Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wird Surjoux im 13. Jahrhundert unter dem Namen Chargiou. Das Dorf war im 14. Jahrhundert Mittelpunkt einer kleinen Herrschaft.

Sehenswürdigkeiten mini|links|Kirche Saint-Pierre Die Dorfkirche Saint-Pierre von Surjoux wurde ursprünglich im gotischen Stil erbaut, seither jedoch mehrfach verändert. Ruinen des ehemaligen Herrschaftssitzes von Bognes sind erhalten. Ein Salzspeicher stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Bevölkerung BevölkerungsentwicklungJahrEinwohner1962 1031968 901975 691982 671990 701999 692006 732011 77 Mit Einwohnern (Stand ) gehörte Surjoux zu den kleinsten Gemeinden des Départements Ain. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte, stagnierte die Bevölkerungszahl Mitte der 1970er Jahre. Seither wurden nur noch geringe Schwankungen verzeichnet. Die Ortsbewohner von Surjoux heißen auf Französisch Surdiolan(e)s.

Wirtschaft und Infrastruktur Surjoux war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner überwiegend von der Tätigkeit im ersten Sektor. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung und hauptsächlich in Bellegarde-sur-Valserine ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen. Straßenverbindungen bestehen mit Injoux-Génissiat, Chanay und Challonges. Der nächste Anschluss an die Autobahn A40 befindet sich in einer Entfernung von rund 16 Kilometern.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Auvergne-Rhône-Alpes Kategorie:Ort an der Rhone Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 2018 Kategorie:Commune déléguée im Département Ain Kategorie:Surjoux-Lhopital