thumb|Besucherzentrum mit Eingang mini|240px| – Karte des Parks

ist ein vom konzessionierter Besucherpark im Geothermalgebiet von auf der Nordinsel von Neuseeland. Der Betrieb des Parks wurde 2012 von der übernommen und wird seitdem von dem Unternehmen betrieben.

Namensherkunft Die Bezeichnung entstammt der maorischen Sprache und bedeutet „heiliges Wasser“, wobei „“ für „Wasser“ steht und „“ für „heilig“ oder „verboten“. Den Zusatz erhielt das Areal, auf dem sich die aktivsten geothermalen Sehenswürdigkeiten des befinden, vermutlich in Anlehnung an die weißen und rosaroten Terrassen des -Gebietes, die seinerzeit so benannt wurden.

Geographie Der Park, der eine Größe von 40 Hektar besitzt und damit nur einen kleinen Teil des 18 km2 großen Geothermalgebiets von abbildet, befindet sich rund 27 km südsüdöstlich von , 45 km nordöstlich von und rund einen Kilometer östlich des , von dem aus der Park auch zu erreichen ist.

Geschichte Bis zum Ausbruch des im Jahr 1886 war das Geothermalgebiet von wenig bekannt. Doch nach der Zerstörung der weißen und rosaroten Terrassen, die einen touristischen Wert jener Tage hatten, bekam nach den ersten Beschreibungen in den Berichten von (1887), (1887) und (1888), die die Ausbrüche der Vulkane und zum Thema hatten und in ihren Berichten erwähnten, größere Aufmerksamkeit geschenkt. Doch spätestes nachdem A. S. Herbert 1921 die medizinischen und therapeutischen Wirkungen von einigen Quellen besprach und 1937 Karten und Beschreibungen der Quellen anfertigte, war das heute als Park angelegte geothermale Areal eine neue Touristenattraktion des noch jungen Staates Neuseeland.

Bis 1967 konnten jedoch Touristen ungehindert und unkontrolliert das Areal begehen. Ab 1967 vergab dann das damalige eine Konzession für den Zugang und zur Pflege und Erhaltung des Areals. 1982 wurden rund 50.000 Besucher pro Jahr gezählt. Über die aktuellen Besucherzahlen bzw. Statistiken der vergangenen Jahre schweigt sich die , die den Park 2012 nach 30-jährigem Betrieb von der -Familie übernommen hatte, aus. In einem Newsletter vom März 2014 wurde lediglich bekannt gegeben, dass 15 % mehr Besucher im Geschäftsjahr bis Januar 2014 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen waren und im Jahr zuvor eine 10-prozentige Steigerung der Besucherzahlen ermittelt wurde. Zu Spitzenzeiten in der Saison soll der Park laut geschätzt mehr als 1000 Besucher pro Tag anziehen.

Sehenswürdigkeiten hat in seinem Park 25 geothermale und in Bezug dazu stehende Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Neben zahlreichen kollabierten Vulkankratern, die teilweise mit Wasser gefüllt sind und sich dann als Teiche oder Seen darstellen, ist das Gebiet auch mit zahlreichen Fumarolen durchzogen. Die zu besichtigen Krater sind teilweise bis zu 20 m tief und bis zu 50 m im Durchmesser. Zu ihnen gehören die Krater, , und , letzterer entstand erst 1968. Zu den weiteren zählen, , , , und .

und sind die beiden Teiche der bekanntesten und sehenswürdigsten Quellen des Parks. Letztere fördert bis zu 74 °C heißes Wasser empor und lässt auf einer Fläche von rund 65 m im Durchmesser so viel Wasser verdampfen, dass man zeitweise das andere Ufer des Teiches nicht erkennen kann. Angereichert mit Arsen, Antimon(III)-sulfat, Quecksilber, Thallium, Gold und Silber erzeugen diese am Rand des Pools eine faszinierende orangefarbene Einfassung.

Des Weiteren befinden sich zwei Geysire auf dem Areal, der , der Fontänen bis zu 3 m Höhe erzeugte und der der in unregelmäßigen Zyklen zwischen 2 und 36 Stunden aktiv wurde. Beide Geysire sind seit einiger Zeit nicht aktiv, was geologische Veränderungen des Untergrunds vermuten lässt.

Besonders bemerkenswert sind die farbigen Ausfällungen von Mineralien, die Felsen, Tümpel, Teiche und Seen in den unterschiedlichsten Farben erscheinen lassen, wobei die gelben Ausfällungen für Schwefel, orangefarbene für Antimon, weiße für Siliciumdioxid, grüne für Schwefel und Eisen(II)-sulfat, purpurne für Manganoxid, rote und braune für Eisenoxid und -oxidhydroxid) und schwarze für Schwefel und Kohlenstoff stehen. Der bei den Ausgasungen entstehende penetrante Geruch nach „verfaulten Eiern“ ist dem Schwefelwasserstoff geschuldet, der sich in den Tiefen bildet und durch Erdspalte sowie durch aufsteigendes Wasser nach oben an die Erdoberfläche drängt.

Zu dem Park, allerdings in einem nicht frei zugänglichen, rund einen Kilometer vom Besucherzentrum entfernten separaten Areal, befindet sich der , ein künstlich angelegter Geysir, der jeden Tag morgens um 10:15 Uhr und in der Saison vor hunderten auf einer Tribüne sitzenden Zuschauern, mittels der Zugabe von Seife zur Aktivität gebracht wird und dabei Fontänen zwischen 10 und 20 Meter Höhe zur Schau stellt.

Literatur

Weblinks

Website des Wai-O-Tapu Thermal Wonderlands

Einzelnachweise , der bei einer Besichtigung an die Besucher verteilt wird. Stand: März 2017

Kategorie:Geothermalgebiet in Neuseeland Kategorie:Geographie (Region Waikato)