hochkant|mini|Fritz Noetling Fritz Noetling (* 17. Juli 1857 in Mannheim; † 10. Oktober 1928 in Baden-Baden) war ein deutscher Geologe und Paläontologe.Geburtsdaten und Sterbeort nach den Akten im Leopoldina-Archiv, M3-05, MNr. 3127Sterbetag nach [Alexander] Fiévet: Fritz Noetling. in: Der Straßburger Pfälzer. Nr. 24, Januar 1929.
Leben Fritz Noetling studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Kaiser Wilhelms-Universität Straßburg. Er wurde Mitglied des Corps Palatia Bonn (1877) und des Corps Palatia Straßburg (1878).Kösener Corpslisten 1930, 14/427; 34/21.Auf eigene Faust schrieb Noetling später eine Corpsgeschichte von Palatia. Sie wurde nie als offizielle Corpsgeschichte anerkannt. Im Herbst 1879 unternahm er eine ausgedehnte geologische Begehung der Triasvorkommen in Niederschlesien. Die Ergebnisse waren die Grundlage seiner Promotion an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin (1880).Dissertation: Die Entwicklung der Trias in Niederschlesien. Sie wurden in der Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft veröffentlicht. 1882 habilitierte sich Noetling bei Max Bauer in Königsberg, der damals Rektor der Albertus-Universität Königsberg war.Christian Tilitzki: Die Albertus-Universität Königsberg, S. 159, Akademie-Verlag, Berlin 2012 Von 1883 bis 1887 war Noetling bei der Preußischen Geologischen Landesanstalt (PGLA).PGLA Geologenliste Noetlings zwischen 1882 und 1885 angebotenen Veranstaltungen über Fossile Wirbelthiere und Geognosie des norddeutschen Flachlandes, die er seiner Lehrberechtigung entsprechend hielt, waren nur „schwach besucht“. Deshalb trat er 1886 in die Dienste des Geological Survey of India. Von Kalkutta aus leitete er die geologische Landesuntersuchung im östlichen Indien. Außer Indien bereiste er Myanmar (damals Birma), Australien, Tasmanien und die Vereinigten Staaten.
Während seiner vierjährigen Internierung im Ersten Weltkrieg im Holsworthy-Internierungslager in New South Wales verfasste Noetling sein letztes Buch Die kosmischen Zahlen der Cheops-Pyramide – der mathematische Schlüssel zu den Einheits-Gesetzen im Aufbau des Weltalls.
Ehrungen Wahl in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (8. August 1899)
Schriften Die Entwickelung der Trias in Niederschlesien. Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft, XXXII, Berlin 1880, S. 300–349, Tafel XIII–XV (Diss. Berlin). Die Fauna des samländischen Tertiärs. Theil I, Lieferung I, II und VI, 1885. Archive.org. Der Jura am Hermon – eine geognostische Monographie. 1887. Die asiatische Trias. 1905. Das Vorkommen von Petroleum in Birma. 1905.
Beiträge zur Kenntnis der Zinnerzlagerstätten in Tasmanien. 1914. Die kosmischen Zahlen der Cheopspyramide. 1921.
Literatur Wer ist’s? 1928, S. 1124. Kálmán Lambrecht, Werner Quenstedt, Anne Quenstedt: Palaeontologi – Catalogus bio-bibliographicus. Fossilium Catalogus I, Animalia, pars 72, s´Gravenhage: W. Junk 1938, Neuauflage Arno Press, New York 1978. Heinz Maurer: AH Noetling und der Sport. Der Straßburger Pfälzer (Corpszeitung der Palatia Straßburg), Nr. 24, Januar 1929. Ruth Struwe, Kulturgut aus Britisch-Indien und Tasmanien in deutschen Museen, gesammelt vom Geologen und Paläontologen Fritz Noetling während seines wechselvollen Lebens. Curiositas, Jahrbuch für Museologie und museale Quellenkunde 18, 2024, 1-203. ISBN 978-3-95741-206-5.
Weblinks
Die kosmischen Zahlen der Cheopspyramide
Einzelnachweise
Kategorie:Paläontologe Kategorie:Geologe (19. Jahrhundert) Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Preußischen Geologischen Landesanstalt Kategorie:Geological Survey of India Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Hofrat Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1857 Kategorie:Gestorben 1928 Kategorie:Mann