Kneblinghausen ist ein Stadtteil der Stadt Rüthen im Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen. Am 31. Dezember 2021 hatte die Ortschaft 258 Einwohner.
Lage Der Ortsteil Kneblinghausen liegt auf 388 Meter über NN, der Kneblinghauser Wald südlich des Ortes an seiner höchsten Stelle auf einer Höhe von 432 Meter über NN.Ortsbeschreibung Kneblinghausen, abgerufen am 21. Februar 2022.
Geschichte Vorgeschichtliche Zeit und Antike Bereits in der Jungsteinzeit war das Gebiet im oberen Möhneraum, wie Werkzeugfunde belegen, besiedelt. Um 450 v. Chr. entstehen auf den Höhenrücken bei Kneblinghausen erste germanische Streulandsiedlungen. In der Nähe errichten die Römer hier das Römerlager Kneblinghausen.
Mittelalter Das Dorf Kneblinghausen wird um 900 gegründet. Kneblinghausen wird erstmals in einer Urkunde des Papstes Lucius III. am 27. Februar 1183 erwähnt, die Ulrich Grun im Staatsarchiv Münster entdeckte.Vgl. Ulrich Grun: Die Papsturkunde [ erste urkundliche Erwähnung Kneblinghausens ], in: 800 Jahre Kneblinghausen 1183-1983 (Festschrift), Lippstadt 1983 S. 2 ff.
Neuzeit 1537 besteht im Dorf eine Kapelle. Während des Dreißigjährigen Krieges wird das Dorf zerstört. In der preußischen Zeit wird Kneblinghausen eine selbständige Gemeinde und erhält 1890 eine Volksschule, die 1969 wieder geschlossen wird. Am 1. Januar 1975 erfolgt mit § 50 Münster/Hamm-Gesetz die Eingemeindung in die Stadt Rüthen. 1983 feierte der Ort sein 800-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass stifteten sich die Kneblinghäuser ein eigenes Wappen, das von den Wappenkünstlern Ulrich Grun und Heribert Schlüter entworfen wurdeKneblinghausen feiert drei Tage Geburtstag – Vorbereitungen zum 800-Jahr-Jubiläum in: Der Patriot, Lippstadt, 21. Dezember 1982; hier heißt es unter anderem: „Ein eigenes Wappen stiften sich die Kneblinghäuser zum 800-jährigen Bestehen ihres Dorfes im nächsten Jahr. Es zeigt den Stab des Klosters Abdinghof und den Grundriss eines Clavikel-Tores im Römerlager.“. Im Jahre 1992 konnte durch die Unterstützung der gesamten Region die Errichtung einer Sonderabfalldeponie im Kneblinghauser Wald verhindert werden. Umfassend renoviert wurde im Jahre 2002 die St. Nikolaus-Kapelle. Sie bestand 2011 100 Jahre.
Einwohnerentwicklung 1861: 224 Einwohner 1939: 261 Einwohner 1950: 340 Einwohner 1961: 307 Einwohner 1970: 299 Einwohner 1974: 301 Einwohner 1975: 297 Einwohner 2011: 280 Einwohner 2013: 263 Einwohner 2014: 256 Einwohner 2021: 258 Einwohner
Verkehr Eine Buslinie der Westfalenbus GmbH, die Linie 673 von Rüthen nach Meiste, verläuft durch Kneblinghausen.
Freizeit und Sport St. Nikolaus-Schützenbruderschaft Kneblinghausen e. V., besteht seit 1705. Landwirtschaftlicher Ortsverein, besteht seit 1948. kfd Kneblinghausen, besteht seit 1953. TTV – Tischtennisverein Kneblinghausen e. V., besteht seit 1973. KKK – Kleine Kneblinghauser Karnevalsgesellschaft e. V., besteht seit 1975. Musikverein Kneblinghausen., besteht seit 2005
Öffentliche Einrichtungen Schützenhalle Kneblinghausen, In der Trift 10 Freiwillige Feuerwehr – Löschgruppe Kneblinghausen, Zur Sunder 1
Literatur Wolfgang Bockhorst, Wolfgang Maron (Hrsg.): Geschichte der Stadt Rüthen. Im Auftrag der Stadt Rüthen herausgegeben. Bonifatius, Paderborn 2000, ISBN 3-89710-141-6 (Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte 37). Ulrich GrunUlrich Grun in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kulturrings Rüthen. und Heribert Schlüter (Hrsg.): Meiste und Kneblinghausen. Häuser und ihre Bewohner in den vergangenen Jahrhunderten. Kulturring Rüthen, Rüthen 2001, ISBN 3-00-007581-X (Quellen und Beiträge aus dem Rüthener Quartier 2).
Weblinks
Homepage von Kneblinghausen
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Rüthen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Soest) Kategorie:Ersterwähnung 1183 Kategorie:Gemeindeauflösung 1975