zentriert|350px|Die olympischen Ringe Bei den VII. Olympischen Spielen in Antwerpen wird erstmals die olympische Fahne gehisst. zentriert|350px|Victor Boin spricht den Olympischen Eid Victor Boin spricht als erster Athlet in der Geschichte den von Pierre de Coubertin geschriebenen olympischen Eid. Chronologie
Ereignisse Olympische Spiele
miniatur|links|hochkant|Poster der Spiele der VII. Olympiade 20. April: In der belgischen Stadt Antwerpen werden von König Albert die VII. Olympischen Spiele eröffnet. Der belgische Wasserballspieler und Degenfechter Victor Boin schwört als erster Athlet den von Pierre de Coubertin geschriebenen olympischen Eid. Erstmals wird auch die olympische Fahne mit den olympischen Ringen gehisst. Die Spiele dauern bis 12. September. In 22 Sportarten/29 Disziplinen werden 156 Wettbewerbe (132 für Männer, 8 für Frauen, 2 Mixed-Wettbewerbe und 14 offene Wettbewerbe) ausgetragen. Wie schon 1908 in London steht auch bei diesen Sommerspielen wieder Wintersport auf dem Programm: Eiskunstlauf und erstmals auch Eishockey. Deutschland, Österreich, Ungarn, Bulgarien und die Türkei sind von den Spielen ausgeschlossen. 22. August: Der Finne Hannes Kolehmainen gewinnt den olympischen Marathonlauf. Obwohl die Strecke über insgesamt 42,75 km führt, ist seine Zeit von 2:32:35,8 h eine Weltbestleistung und olympischer Rekord. Auch der Zweite Jüri Lossmann bleibt unter der bis dahin bestehenden Weltbestzeit.
mini|hochkant|Nedo Nadi Der Italiener Nedo Nadi gewinnt fünf Goldmedaillen in sechs Fechtwettbewerben, drei davon zusammen mit seinem Bruder Aldo. Ethelda Bleibtrey aus den USA gewinnt alle drei Schwimmwettbewerbe der Frauen. Inklusive der Vorrunden schwimmt sie fünf Rennen und bricht jedes Mal den Weltrekord. Der finnische Läufer Paavo Nurmi feiert drei Olympiasiege und gewinnt eine Silbermedaille. Bis heute ältester Medaillengewinner wird der schwedische Schütze Oscar Swahn, der eine Silbermedaille erhält, im Alter von 72 Jahren und 279 Tagen.
American Football
Am 17. September treffen sich Vertreter und Manager verschiedener professioneller Football-Teams aus den amerikanischen Bundesstaaten Ohio, Indiana, New York, Illinois und Michigan in Canton (Ohio) im Autohaus von Ralph Hays um die Organisation eines gemeinsamen Wettbewerbes abzustimmen. Die als American Professional Football Association (APFA) bezeichnete Liga wird zwei Jahre später in National Football League umbenannt. Erster Meister der Liga werden die Akron Pros.
Badminton
Baseball
mini|links|Titelseite der Sporting News vom 7. Oktober 1920 zum Black Sox Scandal Der „Black Sox Skandal“ bei der World Series 1919 wird aufgedeckt und führt zum Niedergang der Chicago White Sox, nachdem acht ihrer Schlüsselspieler das Endspiel gegen die Cincinnati Reds absichtlich verloren haben. Um ähnliche Skandale in Zukunft zu verhindern, wird Kenesaw Mountain Landis zum Commissioner der Major League Baseball ernannt. Obwohl sie von einem Gericht freigesprochen werden, werden alle Beteiligten lebenslang aus der MLB verbannt, Shoeless Joe Jackson, der als einer der besten Spieler seiner Generation gilt, steht bis heute auf der Schwarzen Liste von Spielern, die nicht in die Baseball Hall of Fame gewählt werden dürfen.
mini|hochkant|Babe Ruth im Trikot der Yankees Die bislang sportlich sehr erfolgreichen Boston Red Sox, die sich im Jahr 1919 durch hohe Spielergehälter finanziell verausgabt haben, müssen Babe Ruth für 125.000 US-Dollar an die New York Yankees verkaufen. Dies gilt als einer der größten Fehler der Baseballgeschichte. Die Transaktion verändert die Geschichte beider Vereine dramatisch. In seinem ersten Jahr bei den Yankees verbessert Babe Ruth mit 54 Home Runs seinen eigenen Home-Run-Rekord, den er das Jahr zuvor aufgestellt hat.
Fußball
mini|links|Südamerika-Meister Uruguay 1920 11. September bis 3. Oktober: Beim Campeonato Sudamericano 1920 in Chile wird Uruguay zum dritten Mal Südamerikameister. 26. Dezember: Das Spitzenspiel im Frauenfußball zwischen den Dick Kerr’s Ladies und den St. Helens Ladies im Goodison Park in Everton wird von 53.000 zahlenden Personen verfolgt, rund 10.000 weitere müssen weggeschickt werden. Dieser Rekord wird auf der Insel erst 2012 bei den Olympischen Spielen übertroffen. Im folgenden Jahr wird der Frauenfußball daraufhin auf Plätzen von Mitgliedern der Football Association verboten.
Leichtathletik
Leichtathletikmeisterschaften
mini|hochkant|Isabelino Gradín um 1920 23. bis 25. April: In Santiago de Chile finden die Leichtathletik-Südamerikameisterschaften 1920 statt. Erfolgreichster Athlet ist Isabelino Gradín aus Uruguay, der den 200- und 400-Meter-Lauf gewinnt.
Leichtathletik-Weltrekorde
26. Juni: John Norton, USA, läuft die 400 Meter Hürden der Männer in 54,2 s. 5. August: Aleksander Klumberg-Kolmpere, Estland, erreicht im Zehnkampf der Herren 7485 P. 16. August: Frank Loomis, USA, läuft die 400 Meter Hürden der Herren in 54 Sekunden. 18. August: Earl Thomson, Kanada, läuft die 110 Meter Hürden der Männer in 14,8 s. 12. September: Frank Foss, USA, erreicht im Stabhochsprung der Männer 4,09 m. 22. September: Charles Paddock, USA, läuft die 100 Meter der Männer in 10,4 s.
Motorradsport
In Grenoble findet vom 26. Juli bis zum 1. August die 2. Internationale Sechstagefahrt statt. Es gewinnt die Schweizer Nationalmannschaft.
Pferdesport
3. Oktober: Auf der Pariser Pferderennbahn Longchamp wird zum ersten Mal der Prix de l’Arc de Triomphe vergeben. Ihn erhält fortan der jährliche Sieger des Galopprennens über 2.400 Meter für mindestens dreijährige Rennpferde.
Lehre und Forschung
15. Mai: An der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin wird auf Anregung von Carl Diem die Deutsche Hochschule für Leibesübungen gegründet, eine freie, wissenschaftliche Forschungsstätte mit dem Hauptziel, möglichst viele kompetente Sportlehrer auszubilden. Die Hochschule wird zunächst provisorisch im Deutschen Stadion untergebracht.
Sportjournalismus
14. Juli: Die erste Ausgabe der von Walther Bensemann ins Leben gerufenen Sportzeitschrift Der Kicker erscheint in Konstanz.
Vereinsgründungen
4. Oktober: Der tunesische Sportverein Club Africain Tunis wird gegründet, bekannt vor allem als eine Spitzenmannschaft des tunesischen Fußballs, aber auch für seine Handball-, Basketball- und Volleyballabteilung. Der Sportverein Hapoel Jerusalem wird gegründet.
Geboren Januar 1. Januar: Hennie Quentemeijer, niederländischer Boxer († 1974) 1. Januar: Alfredo Ramos dos Santos, brasilianischer Fußballspieler († 1997) 5. Januar: André Simon, französischer Automobilrennfahrer († 2012) 8. Januar: Jack Günthard, Schweizer Kunstturner und Kunstturntrainer († 2016) 11. Januar: Georges Aeschlimann, Schweizer Radrennfahrer († 2010) 12. Januar: Jim Nestor, australischer Radrennfahrer († 2010) 12. Januar: Mac Speedie, US-amerikanischer American-Football-Spieler und -Trainer († 1993) 13. Januar: Knut Erik Alexander Nordahl, schwedischer Fußballspieler († 1984) 15. Januar: Bob Davies, US-amerikanischer Basketballspieler († 1990) 15. Januar: Anton Malatinský, tschechoslowakischer Fußballspieler († 1992) 15. Januar: Stefan Olek, französischer Boxer († 1991) 15. Januar: Gertrude Pritzi, österreichische Tischtennisspielerin († 1968) 16. Januar: Josep Gonzalvo, spanischer Fußballspieler und -trainer († 1978) 17. Januar: Sven Israelsson, schwedischer Skisportler († 1989) 17. Januar: Bohumil Váňa, tschechischer Tischtennisspieler († 1989) 19. Januar: John Price, US-amerikanischer Segler († 1991) 23. Januar: Henry Eriksson, schwedischer Leichtathlet und Olympiasieger († 2000) 24. Januar: Frederik Kobberup Andersen, dänischer Kanute († 2003) 26. Januar: Elfriede von Nitzsch, deutsche Leichtathletin († 2011) 28. Januar: Walentina Borissenko, sowjetische Schachspielerin († 1993) 28. Januar: Elvi Svendsen, dänische Schwimmerin († 2013) 28. Januar: Douglas Wilson, britischer Leichtathlet († 2010) 30. Januar: Edera Cordiale, italienische Leichtathletin († 1993) 31. Januar: Fotis Mavriplis, griechischer Skirennläufer († 2012)
Februar 1. Februar: Pierre Jonquères d’Oriola, französischer Springreiter († 2011) 1. Februar: Mike Scarry, US-amerikanischer American-Football-Spieler und -Trainer († 2012) 2. Februar: George Hardwick, englischer Fußballspieler und Trainer († 2004) 3. Februar: Stan Ockers, belgischer Radrennfahrer († 1956) 4. Februar: Sándor Garay, ungarischer Leichtathlet († 2006) 8. Februar: Sverre Farstad, norwegischer Eisschnellläufer († 1978) 8. Februar: Mike Magill, US-amerikanischer Automobilrennfahrer († 2006) 9. Februar: Ēriks Koņeckis, lettischer Eishockeyspieler († 2006) 10. Februar: Kenneth Bartholomew, US-amerikanischer Eisschnellläufer († 2012) 12. Februar: Paul Faucher, französischer Leichtathlet († 2007) 12. Februar: Jack Turner, US-amerikanischer Automobilrennfahrer († 2004) 15. Februar: Velleda Cesari, italienische Fechterin († 2003) 16. Februar: Tony Crook, britischer Automobilrennfahrer und Unternehmer († 2014) 16. Februar: Walt Faulkner, US-amerikanischer Automobilrennfahrer († 1956) 19. Februar: Gwon Ik-hyeon, südkoreanischer Radrennfahrer († 2002) 19. Februar: Beat Rüedi, Schweizer Eishockeyspieler und -trainer sowie Skirennfahrer († 2009) 21. Februar: Børge Saxil Nielsen, dänischer Radrennfahrer († 1997) 21. Februar: Maurice Sellin, französischer Fußballspieler († 2016) 22. Februar: Hans Zurbriggen, Schweizer Skisportler († 1950) 26. Februar: Jorge Sobrevila, argentinischer Radrennfahrer († unbekannt)
März 1. März: Josef Epp, österreichischer Fußballspieler und -trainer († 1989) 1. März: Reg Harris, britischer Radrennfahrer († 1992) 2. März: Heinz Stöber, deutscher Schrittmacher im Radsport († 1982) 3. März: Tony Gaze, australischer Flieger und Automobilrennfahrer († 2013) 3. März: Julius Boros, ungarisch-amerikanischer Berufsgolfspieler († 1994) 4. März: Carlo Monti, italienischer Leichtathlet († 2016) 4. März: Anders Törnkvist, schwedischer Skilangläufer († 1986) 6. März: Celina Seghi, italienische Skirennläuferin († 2022) 7. März: Enver Osmalı, türkischer Radrennfahrer († unbekannt) 8. März: Ingemar Hedberg, schwedischer Kanute († 2019) 9. März: Franjo Mihalić, jugoslawischer Leichtathlet und Leichtathletiktrainer († 2015) 10. März: Julio Bolbochán, argentinischer Schachgroßmeister († 1996) 10. März: Finn Ferner, norwegischer Segler († 2001) 10. März: Jean-Baptiste Leclerc, französischer Ringer († 2001) 10. März: Stephan Waser, Schweizer Bobfahrer († 1992) 14. März: Dorothy Tyler, britische Leichtathletin († 2014) 15. März: Ranganathan Francis, indischer Hockeytorhüter († 1975) 15. März: Winifred Jordan, britische Leichtathletin († 2019) 15. März: Bohumil Kudrna, tschechoslowakischer Kanute und Kanusporttrainer († 1991) 16. März: Buster Ramsey, US-amerikanischer American-Football-Spieler und -Trainer († 2007) 18. März: Fritz Waller, Schweizer Bobfahrer († 2004) 24. März: Bill Irwin, kanadischer Skisportler († 2013) 24. März: Sven Lundquist, schwedischer Sportschütze († 2007) 25. März: Kalevi Mononen, finnischer Skilangläufer († 1996) 25. März: Arthur Wint, jamaikanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1992) 26. März: Børge Raahauge Nielsen, dänischer Ruderer († 2010) 27. März: Georges Breitman, französischer Leichtathlet († 2014) 28. März: Kelpo Gröndahl, finnischer Ringer († 1994) 29. März: Gösta Bergkvist, schwedischer Leichtathlet († 2015) 30. März: Endre Győrfi, ungarischer Wasserballtorhüter († 1992) 30. März: Walt Szot, US-amerikanischer American-Football-Spieler († 1981)
April 1. April: Erich Gleixner, deutscher Fußballspieler († 1962) 3. April: Walter Schock, deutscher Automobilrennfahrer († 2005) 3. April: Nida Senff, niederländische Schwimmerin († 1995) 4. April: Aldo Ghira, italienischer Wasserballspieler († 1991) 5. April: Feodora zu Solms, deutsche Leichtathletin († 2006)