zentriert|350px|Das Maskottchen der Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck In Innsbruck finden die XII. Olympischen Winterspiele statt. zentriert|152px|Fackel der XXI. Sommerspiele in Montreal 1976 In Montreal finden die XXI. Olympischen Sommerspiele statt. zentriert|188px|Nadia Comăneci, 1976 Nadia Comăneci erhält in Montreal als erste Turnerin die Bestnote 10,0. zentriert|350px|James Hunt im McLaren M23 beim Großen Preis der Niederlande 1976 Nach einem schweren Unfall von Niki Lauda gewinnt James Hunt die Automobil-Weltmeisterschaft 1976. Chronologie

Im Jahr 1976 finden die XII. Olympischen Winterspiele in Innsbruck sowie die XXI. Olympischen Sommerspiele in Montreal statt. Erstmals werden auch Winter-Paralympics abgehalten, während die Sommer-Paralympics schon zum fünften Mal stattfinden.

In der Nacht von Belgrad wird die tschechoslowakische Nationalmannschaft erstmals Fußball-Europameister, nachdem sie sich im Elfmeterschießen gegen Deutschland durchgesetzt hat.

Der österreichische Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda erleidet auf dem Nürburgring einen schweren Unfall und sein Konkurrent James Hunt wird Formel-1-Weltmeister.

Ereignisse Olympische Spiele

mini|Innsbruck-76-Logo 4. Februar: Die XII. Olympischen Winterspiele in Innsbruck werden vom österreichischen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger eröffnet. Bei der Eröffnungsfeier werden zwei olympische Feuer entzündet. Das erste von Christl Haas, das zweite von Josef Feistmantl. 5. Februar: Franz Klammer gewinnt olympisches Abfahrtsgold in Innsbruck vor Bernhard Russi und Herbert Plank und wird zur österreichischen Sportlegende. 8. Februar: Die Deutsche Rosi Mittermaier gewinnt die Damenabfahrt vor der Österreicherin Brigitte Totschnig. Am 11. Februar gewinnt sie auch den Slalom. Im Riesentorlauf am 13. Februar wird sie Zweite hinter der Kanadierin Kathy Kreiner. 9. Februar: Unangefochten gewinnen in Innsbruck Ljudmila Pachomowa und Alexander Gorschkow, mit fünf WM- und sechs EM-Titeln seit 1970 das dominierende Paar im Eistanz, den erstmals ausgetragenen olympischen Wettbewerb. 14. Februar: Die Sowjetische Eishockeynationalmannschaft gewinnt zum vierten Mal in Folge das olympische Eishockeyturnier. 15. Februar: Mit der Schlussfeier enden die Olympischen Winterspiele 1976. 21. Februar: Die 1. Winter-Paralympics werden in der schwedischen Stadt Örnsköldsvik eröffnet. Etwa 250 Athleten und Athletinnen aus 16 Nationen nehmen an 52 Wettbewerben in den zwei Sportarten Ski Alpin und Skilanglauf teil, die meisten kommen aus der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und den skandinavischen Ländern. Außerdem gibt es eine Demonstrations-Veranstaltung über Eisschlittenrennen. 28. Februar: Die Winter-Paralympics enden mit der Schlussfeier. Erfolgreichste Nationen sind die Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz.

mini|Montreal-76-Logo 17. Juli: In Anwesenheit von Königin Elisabeth II. werden die XXI. Olympischen Sommerspiele in Montreal in Kanada eröffnet. 16 afrikanische Länder verzichten auf die Teilnahme an den Spielen. Grund dafür ist eine Tour der neuseeländischen Rugby-Union-Nationalmannschaft durch Südafrika. Die All Blacks haben mit ihrer Südafrika-Tour den internationalen Sportbann gegen den Apartheid-Staat gebrochen. 18. Juli: Die 14-jährige Rumänin Nadia Comăneci erhält in Montreal als erste Turnerin überhaupt die Note 10,0 am Stufenbarren. Dies ist auch das erste Mal, dass eine perfekte 10 im Turnen überhaupt erreicht wird. Die Note wird auf der Anzeigetafel als 1,00 angezeigt, weil die Tafeln eine zweistellige Note nicht darstellen können: Die Höchstnote 10,0 gilt bis dahin als unerreichbar. Herausragende Sportler der Sommerspiele von Montreal sind der sowjetische Turner Nikolai Andrianow mit viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze sowie der US-Schwimmer John Naber, der viermal Olympiasieger und einmal Silbermedaillengewinner wird. Bei den Damen ragen die DDR-Schwimmerin Kornelia Ender mit viermal Gold und einmal Silber und die rumänische Turnerin Nadia Comăneci mit drei Goldmedaillen, einer Silber- und einer Bronzemedaille heraus. Als bisher einziger Gastgeber von Olympischen Sommerspielen bleibt Kanada ohne Olympiasieg. 1. August: Bei der Schlussfeier ist statt der Königin der Generalgouverneur von Kanada, Jules Léger, anwesend. 3. August bis 11. August: Die V. Sommer-Paralympics werden in Toronto durchgeführt.

Badminton

Boxen

20. Februar: Muhammad Ali gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Jean-Pierre Coopman im Roberto Clemente Coliseum, Río Piedras, Puerto Rico, durch K.O. 30. April: Muhammad Ali verteidigt seinen Box-Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Jimmy Young im Capital Centre, Landover, USA, durch einen äußerst umstrittenen Sieg nach Punkten. 17. Juni: Eckhard Dagge wird als erster Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg Profiweltmeister im Boxen (WBC, Weltergewicht).

Fußball

26. März bis 15. April: Titelverteidiger Kuwait gewinnt den Golfpokal 1976 im Entscheidungsspiel gegen den Irak. 12. Mai: Der FC Bayern München gewinnt nach einem 1:0-Sieg über die AS Saint-Étienne zum dritten Mal in Folge den Fußball-Europapokal der Landesmeister.

mini|UEFA Euro 1976 16. Juni: Die Fußball-Europameisterschaft 1976 in Jugoslawien beginnt mit dem Eröffnungsmatch in Zagreb. Die Tschechoslowakei besiegt den favorisierten Vize-Weltmeister Niederlande mit 3:1 in der Verlängerung. 20. Juni: Im Finale der Fußball-Europameisterschaft gewinnt die tschechoslowakische Nationalmannschaft in der Nacht von Belgrad gegen Deutschland. Antonin Panenka entscheidet das erste Elfmeterschießen in einem Finale durch den berühmt gewordenen Panenka-Heber.

Leichtathletik

Veranstaltungen 21./22. Februar: Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften 1976 28. Februar: Crosslauf-Weltmeisterschaften 1976 19. April: Jack Fultz und Kim Merritt gewinnen den Boston-Marathon 1976. 19./20. April: CARIFTA Games 1976 18. September: Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1976 26. September: Die Deutschen Ingo Sensburg und Ursula Blaschke gewinnen den Berlin-Marathon 1976. 24. Oktober: Bill Rodgers und Miki Gorman gewinnen den New-York-City-Marathon 1976.

Rekorde Mehrkampf 30. Juli: Bruce Jenner, USA, erreicht im Zehnkampf der Herren 8634 Punkte. 30. August: Bruce Jenner, USA, erreicht im Zehnkampf der Herren 8618 Punkte.

Gehen 30. Mai: Daniel Bautista, Mexiko, geht über 20 km der Herren in 1:22:16 Stunden. 22. Juni: Margarita Simu, Schweden absolviert das 10-km-Gehen der Damen in 49:04 Minuten.

Laufbewerbe Kurzstrecke 22. Juli: Irena Szewińska, Polen, läuft die 400 Meter der Damen in 49,75 Sekunden. 25. Juli: Annegret Richter, DDR, läuft die 100 Meter der Damen in 11,01 Sekunden. 25. Juli: Annegret Richter läuft die 100 Meter der Damen in 11,01 Sekunden. 29. Juli: Irena Szewińska, Polen, läuft die 400 Meter der Damen in 49,29 Sekunden. 29. August: Irena Szewińska, Polen, läuft die 400 Meter der Damen in 49,29 Sekunden.

Mittelstrecke 28. Juni: Tatjana Kasankina, Sowjetunion, läuft die 1500 Meter der Damen in 3:56,0 Minuten. 4. Juli: Niklina Schterewa, Bulgarien, läuft die 1000 Meter der Damen in 2:33,8 Minuten. 12. Juli: Walentina Gerassimowa, Sowjetunion, läuft die 800 Meter der Damen in 1:56,0 Minuten. 25. Juli: Alberto Juantorena, Kuba, läuft die 800 Meter der Herren in 1:43,5 Minuten. 26. Juli: Tatjana Kasankina, Sowjetunion, läuft die 800 Meter der Damen in 1:54,9 Minuten. 28. Juli: Tatjana Kasankina, Sowjetunion, läuft die 1500 Meter der Damen in 3:56,0 Minuten. 16. August: Alberto Juantorena, Kuba, läuft die 800 Meter der Herren in 1:43,5 Minuten. 26. August: Tatjana Kasankina, Sowjetunion, läuft die 800 Meter der Damen in 1:54,9 Minuten.

Langstrecke 21. Juli: Grete Waitz, Norwegen, läuft die 3000 Meter der Damen in 8:45,4 Minuten. 7. August: Ljudmila Bragina, Sowjetunion, läuft die 3000 Meter der Damen in 8:27,1 Minuten. 6. September: Ljudmila Bragina, Sowjetunion, läuft die 3000 Meter der Damen in 8:27,12 Minuten.

Hürden- und Hindernislauf 25. Juli: Edwin Moses, USA, läuft im Finale des olympischen 400 Meter Hürdenlaufes der Herren die Weltrekordzeit von 47,64 Sekunden. 28. Juli: Anders Gärderud, Schweden, läuft im Finale des olympischen 3000 Meter Hindernislaufes der Herren die Weltrekordzeit von 8:08,02 Minuten.

Sprungbewerbe 29. Juni: Earl Bell, USA, erreicht im Stabhochsprung der Herren 5,67 Meter. 22. Juli: David Roberts, USA, erreicht im Stabhochsprung der Herren 5,70 Meter. 4. August: Dwight Stones, USA, springt im Hochsprung der Herren 2,32 Meter.

Wurfbewerbe 4. Juli: Iwanka Christowa, Bulgarien, stößt im Kugelstoßen der Damen 21,89 Meter. 10. Juli: Ruth Fuchs, DDR erreicht im Speerwurf der Damen 69,12 Meter. 26. Juli: Miklós Németh, Ungarn, wirft im Speerwurf der Herren 94,58 Meter. 1. Juli: Mac Wilkins, USA, erreicht im Diskuswurf der Herren 70,86 Meter. 10. Juli: Alexander Baryschnikow, Sowjetunion, erreicht im Kugelstoßen der Herren 22,00 Meter. 23. Oktober: Faina Melnik, Sowjetunion, erreicht im Diskuswurf der Damen 70,50 Meter.

Motorsport

Automobil-Weltmeisterschaft 25. Januar bis 24. Oktober: Austragung der Automobil-Weltmeisterschaft 1976

mini|Laudas brennender Ferrari 312T2 mit dem Fahrer im Cockpit 1. August: Weltmeister Niki Lauda wird bei einem Unfall auf dem Nürburgring schwer verletzt. Es findet zum letzten Mal ein Formel-1-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings statt. 24. Oktober: James Hunt wird Formel-1-Weltmeister.

Formel 750

Den Titel in der zur Motorrad-Europameisterschaft zählenden Formel 750 sichert sich der 28-jährige Spanier Víctor Palomo auf Yamaha vor dem US-Amerikaner Gary Nixon (Kawasaki) und dem Briten Gary Nixon (Suzuki).

Radsport

19. März: Eddy Merckx gewinnt Mailand–Sanremo 1976. Es ist sein siebter Sieg bei diesem Rennen. 11. April: Marc Demeyer gewinnt das Eintagesrennen Paris–Roubaix 1976. 27. April bis 16. Mai: José Pesarrodona gewinnt die Vuelta a España 1976. Die Punktewertung geht an Dietrich Thurau. 21. Mai bis 12. Juni: Felice Gimondi gewinnt den Giro d’Italia 1976. 9. bis 18. Juni: Hennie Kuiper gewinnt die Tour de Suisse 1976. 24. Juni bis 28. Juli: Lucien Van Impe gewinnt die Tour de France 1976. 14. bis 21. August: Siegbert Schmeißer gewinnt die DDR-Rundfahrt 1976. Die erste Etappe zählt als Rund um Berlin 1976 und wird von André Van den Steen gewonnen. Die letzte Etappe zählt als Harzrundfahrt 1976, die Bernd Drogan gewinnt.

Tennis

Grand-Slam-Turniersieger (Herren): Australian Open: French Open: Wimbledon: US Open: Grand-Slam-Turniersieger (Damen): Australian Open: French Open: Wimbledon: US Open:

Tischtennis

Tischtennis-Europameisterschaft 1976 27. März bis 4. April in Prag Länderspiele Deutschlands (Freundschaftsspiele) 25. Februar: Hamburg: D. – China 2:5 (Herren) 25. Februar: Hamburg: D. – China 0:5 (Damen) Europaliga 25. Februar: Düsseldorf: D. – Bulgarien 7:0 (Damen + Herren) 4. März: Innsbruck: D. – Österreich 7:0 (Damen + Herren) 30. September: Erlangen: D. – Jugoslawien 5:2 (Damen + Herren) 14. Oktober: Nancy: D. – Frankreich 1:6 (Damen + Herren) 4. November: Trier: D. – Schweden 2:5 (Damen + Herren) 15. Dezember: Jülich: D. – UdSSR 2:5 (Damen + Herren)

Wintersport

6. März: Der Österreicher Anton Innauer bekommt als erster Skispringer fünfmal die Bestnote 20 für einen Sprung in Oberstdorf. Am nächsten Tag springt er mit 176 Metern auf derselben Schanze Weltrekord. 8. bis 25. April: Die Tschechoslowakei gewinnt die Eishockey-Weltmeisterschaft 1976 in Katowice.

Geboren Januar mini|hochkant=0.6|Mustafa Doğan 1. Januar: Mustafa Doğan, deutscher Fußballspieler 1. Januar: Mehman Əzizov, aserbaidschanischer Judoka 2. Januar: Danilo Di Luca, italienischer Radrennfahrer 3. Januar: Marko Kmetec, slowenischer Fußballspieler 3. Januar: Lee Hyung-taik, südkoreanischer Tennisspieler 7. Januar: Grigori Andrejew, russischer Marathonläufer