zentriert|350px|Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 1948 in London Die ersten Olympischen Sommerspiele nach dem Krieg finden in London unter Ausschluss Deutschlands und Japans statt. Chronologie

mini|Spielszene eines Eishockeyspiels zwischen Aschaffenburg und Darmstadt in der Saison 1948/49, exemplarisch für den Wiederaufbau des organisierten Sports in der frühen Nachkriegszeit in Deutschland.

Ereignisse Olympische Spiele

30. Januar: Der Schweizer Bundespräsident Enrico Celio eröffnet die V. Olympischen Winterspiele in St. Moritz. Deutschen und japanischen Sportlern ist die Teilnahme verwehrt.

Badminton

Boxen

Bei den Olympischen Sommerspielen 1948 in London werden acht Goldmedaillen vergeben. Die Olympiasieger sind Pascual Pérez aus Argentinien (Fliegengewicht), Tibor Csík aus Ungarn (Bantamgewicht), Ernesto Formenti aus Italien (Federgewicht), Gerald Dreyer aus Südafrika (Leichtgewicht), Július Torma aus der Tschechoslowakei (Weltergewicht), László Papp aus Ungarn (Mittelgewicht), George Hunter aus Südafrika (Halbschwergewicht) und Rafael Iglesias aus Argentinien (Schwergewicht). Am 31. Oktober 1948 bestreitet Max Schmeling in Berlin gegen den Hamburger Richard Vogt seinen letzten Kampf, den er nach Punkten verliert.

Fußball

13. Februar: Die Vereine Kölner BC und Köln-Sülz 07 fusionieren zum 1. FC Köln.

mini|Die als Grande Torino bekannte Meistermannschaft des Torino F.C. Il Grande Torino gewinnt in Italien seine vierte Fußballmeisterschaft. 8. August 1948: Der 1. FC Nürnberg wurde Deutscher Fußballmeister der Saison 1947/48. Er besiegte im Müngersdorfer Stadion den 1. FC Kaiserslautern im Endspiel mit 2:1. 10. Oktober: Es fanden drei Begegnungen zwischen Stadtauswahlmannschaften aus Deutschland und der Schweiz statt. Es waren die ersten Aufeinandertreffen von deutschen Fußballern mit ausländischen Mannschaften nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Spiele fanden trotz eines Verbots von Seiten der FIFA statt. Im Neckarstadion in Stuttgart spielte eine Stuttgarter Stadtauswahl gegen eine Stadtauswahl aus Zürich, in Karlsruhe eine Stadtauswahl aus Karlsruhe gegen eine aus Basel und in München eine Münchner Stadtauswahl gegen eine aus St. Gallen. In Stuttgart schlug im Vorspiel eine Zürcher Studentenauswahl eine Studentenauswahl aus Stuttgart mit 4:1 (2:1). Ergebnisse: Stuttgart-Zürich 6:1, München-St. Gallen 4:0, Karlsruhe-Basel 1:0. Am 16. Oktober 1948 findet in Nürnberg vor 45.000 Zuschauern das Spiel Süddeutschland – Norddeutschland statt. Es endet 1:1.

Leichtathletik

17. April: Charles Fonville, USA, stößt im Kugelstoßen der Herren 17,68 m. 10. Juni: Adolfo Consolini, Italien, erreicht im Diskuswurf der Herren 55,33 m. 2. Juli: Herb McKenley, Jamaika, läuft die 400 Meter der Herren in 45,9 s. 4. August: Tatjana Sewrjukowa, Sowjetunion, stößt im Kugelstoßen der Damen 14,59 m. 8. August: Nina Dumbadze, Sowjetunion, wirft im Diskuswurf der Damen 53,25 m. 14. August: Imre Németh, Ungarn, erreicht im Hammerwurf der Herren 59,02 m. 7. September: Nina Dumbadze, Sowjetunion, erreicht im Diskuswurf der Damen 53,25 m. 12. September: Herma Bauma, Österreich, erreicht im Speerwurf der Damen 48,63 m. 10. Oktober: Adolfo Consolini, Italien, wirft den Diskus in der Disziplin der Herren 55,33 m. 16. Oktober: Charles Fonville, USA, erreicht im Kugelstoßen der Herren 17,68 m.

Motorsport Automobilsport

16. Mai: Giuseppe Farina gewinnt mit einem Maserati 4CL (T) auf dem Circuit de Monaco in Monaco den Grossen Preis von Monaco. 4. Juli: Carlo Felice Trossi gewinnt mit einem Alfa Romeo 158 auf der Bremgarten-Rundstrecke in Bremgarten bei Bern den Grossen Preis der Schweiz. 18. Juli: Jean-Pierre Wimille gewinnt mit einem Alfa Romeo 158 auf dem Circuit de Reims-Gueux den Grossen Preis von Frankreich. 5. September: Jean-Pierre Wimille gewinnt mit einem Alfa Romeo 158 auf einer temporären Rennstrecke im Valentino-Park von Turin den Grossen Preis von Italien. 2. Oktober: Luigi Villoresi gewinnt mit einem Maserati 4CLT/48 der Scuderia Ambrosiana auf der Flughafenstrecke von Silverstone den Grosser Preis des Royal Automobile Club. 17. Oktober: Jean-Pierre Wimille gewann mit einem Alfa Romeo den Gran Premio di Monza. Es war der letzte Sieg Wimilles der im Januar 1949 in Argentinien starb.

Motorradsport Motorrad-Europameisterschaft

Bei der auf dem Clady Circuit in Nordirland ausgetragenen Motorrad-Europameisterschaft gewinnt der Brite Maurice Cann auf Moto Guzzi vor den beiden nordirischen Excelsior-Piloten Jock McCredie und Harold Kirby den Titel in der 250-cm³-Klasse. Bei den 350ern siegt der britische Velocette-Werksfahrer Freddie Frith vor seinen Markenkollegen und Landsleuten Ken Bills und Frank Fry. In der Halbliterklasse siegt der Italiener Enrico Lorenzetti auf Moto Guzzi vor den beiden Briten Johnny Lockett (Norton) und Leslie Graham (A.J.S.).

Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft

Deutsche Meister werden Carl Döring (DKW, 125 cm³), Hermann Paul Müller (DKW, 250 cm³), Wilhelm Herz (NSU, 350 cm³), Georg Meier (BMW, 500 cm³), Hermann Böhm / Karl Fuchs (NSU, Gespanne 600 cm³) und Sepp Müller / Karl Fuchs bzw. Karl Rührschneck (BMW, Gespanne 1000 cm³).

23. Internationale Sechstagefahrt in Sanremo

Der Motorrad-Geländesportwettbewerb fand vom 14. bis 19. September 1948 im italienischen Sanremo und den Ligurischen Alpen statt. Die Nationalmannschaft des Vereinigten Königreichs gewann zum zwölften Mal die World Trophy. Die Mannschaften Österreichs, der Tschechoslowakei und Italiens erreichten die Plätze zwei bis vier. Den zweiten Wettbewerb, die Silbervase, gewann zum neunten Mal ebenso die britische Nationalmannschaft. Hier belegten die Mannschaften der Tschechoslowakei und der Niederlande die Plätze zwei und drei.

Pferdesport

Der Jockey Erich Boehlke gewinnt auf Birkhahn das Deutsche Derby auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn.

Schwimmsport

19. Oktober: Der Niederländer Bob Bonte schwamm in Amsterdam neue Weltrekordzeiten über 400 m Brust (5:40,2 min) und 500 m Brust (7:10,2 min). Vorheriger Weltrekordhalter auf beiden Strecken war der Deutsche Arthur Heina.

Tennis

Bei den Australian Championships 1948 gewann der Australier Adrian Quist das Herrenfinale gegen den Australier John Bromwich mit 6:4, 3:6, 6:3, 2:6, 6:3. Im Damenfinale gewann die Australierin Nancye Bolton im Damenfinale mit 6:3, 6;1 gegen die Australierin M. Toomey. Robert Falkenburg gewann das Herrenfinale der Wimbledon Championships in London gegen den Australier John Bromwich mit 7:5, 0:6, 6:2, 3:6, 7:5. Im Damenfinale gewann Louise Brough mit 6:3, 8:6 gegen Doris Hart. Jean Borotra gewann gegen Geoff Paish mit 6:3, 6:3, 6:2 das Herrenfinale der englischen Hallentennismeisterschaft. Das Damenfinale gewann Gem Hoahing gegen Joan Curry mit 1:6, 6:3, 6:3. Jaroslav Drobný gewann die Panamerikanischen Tennismeisterschaften in Mexiko-Stadt gegen den Südafrikaner Eric Sturgess mit 9:7, 6:0, 6:3. Im Doppelfinale unterlagen die beiden den US-Amerikanern Pancho Gonzales und Frank Parker. Im Dameneinzelfinale besiegte die Südafrikanerin Sheila Summers die US-Amerikanerin Dorothy Head mit 11:9, 6:2.

Tischtennis

Tischtennisweltmeisterschaft 1948 4. bis 11. Februar in London/Wembley (England)

Wahl zum Sportler des Jahres 1948 in Deutschland 127 Sportreporter aus allen vier Zonen Deutschlands wählen in Stuttgart den deutschen Sportler des Jahres 1948.

Gottfried von Cramm Hein ten Hoff Fritz Walter Georg Meier Gerd Luther, Deutscher Zehn- und Fünfkampfmeister

Unter die ersten Zehn werden mit Annemarie Buchner-Fischer, der besten Abfahrtsläuferin Deutschlands, und Lena Stumpf zwei Frauen gewählt.

Geboren Januar

1. Januar: Heinz Blasey, deutscher Fußballspieler 1. Januar: Michail Peunow, sowjetisch-russischer Bogenschütze 2. Januar: Giwi Nodia, georgischer Fußballspieler und -trainer († 2005) 2. Januar: Ognjen Petrović, jugoslawisch-serbischer Fußballtorhüter († 2000) 3. Januar: Jan Bazen, niederländischer Eisschnellläufer 3. Januar: Manfred Kokot, deutscher Leichtathlet 10. Januar: Bernard Thévenet, französischer Radrennfahrer 11. Januar: Wajima Hiroshi, japanischer Sumo-Ringer und 54. Yokozuna († 2018) 11. Januar: Madeline Manning, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin 11. Januar: Eleazar Soria, peruanischer Fußballspieler († 2021) 12. Januar: Arnaldo Caverzasi, italienischer Radrennfahrer 13. Januar: Günter-Peter Ploog, deutscher Sportjournalist († 2016) 14. Januar: Walerij Charlamow, russischer Eishockeyspieler († 1981) 14. Januar: Irmi Krauser, deutsche Kunstturnerin 14. Januar: Jean-Paul Rostagni, französischer Fußballspieler († 2026) 14. Januar: Gian Piero Ventura, italienischer Fußballspieler und -trainer 14. Januar: Carl Weathers, US-amerikanischer Schauspieler und American-Football-Spieler († 2024) 16. Januar: Claude Duterme, französischer Radrennfahrer 16. Januar: Jutta Wanke, deutsche Schwimmerin 19. Januar: Adi Pinter, österreichischer Fußballtrainer († 2016) 19. Januar: Szvetiszláv Sasics, ungarischer Pentathlet († 2025) 25. Januar: Göran Åberg, schwedischer Fußballspieler und -trainer († 2001) 22. Januar: Frans Verhaegen, belgischer Radrennfahrer († 2026) 26. Januar: Jean-Pierre Tokoto, kamerunischer Fußballspieler 28. Januar: Heinz Flohe, deutscher Fußballspieler († 2013) 28. Januar: Werner Klemm, deutscher Fußballspieler 30. Januar: Miguel Canto, mexikanischer Boxer († 2026)

mini|hochkant|Manfred Hofmann 30. Januar: Manfred Hofmann, deutscher Handballtorwart 31. Januar: Per Bjørang, norwegischer Eisschnellläufer 31. Januar: Volkmar Groß, deutscher Fußballtorhüter († 2014) 31. Januar: Bobby Windsor, walisischer Rugbyspieler

Februar

1. Februar: Waltraud Kretzschmar, deutsche Handballspielerin († 2018) 2. Februar: Roger Williamson, britischer Automobilrennfahrer († 1973) 3. Februar: János Drapál, ungarischer Motorradrennfahrer († 1985) 3. Februar: Gennadi Moissejew, sowjetischer Motocrossfahrer († 2017)

mini|hochkant|Sven-Göran Eriksson 5. Februar: Simon Béaruné, neukaledonischer Fußballspieler 5. Februar: Sven-Göran Eriksson, schwedischer Fußballtrainer († 2024) 10. Februar: Jimmy Rimmer, englischer Fußballtorhüter († 2026) 11. Februar: Gerhard Wucherer, deutscher Leichtathlet 12. Februar: Bernd Franke, deutscher Fußballspieler 13. Februar: Jim Crawford, britischer Automobilrennfahrer († 2002) 23. Februar: Mona Nørgaard, dänische Orientierungsläuferin 23. Februar: Tadeusz Prasek, polnischer Radrennfahrer 24. Februar: Luis Galván, argentinischer Fußballspieler († 2025) 24. Februar: Walter Smith, schottischer Fußballspieler und -trainer († 2021) 25. Februar: Fritz Ohlwärter, deutscher Bobfahrer 25. Februar: Erwin Staudt, deutscher Fußballfunktionär 26. Februar: Sergei Saweljew, russischer Skilangläufer und Olympiasieger († 2005) 27. Februar: Enrique Cerezo, spanischer Fußballfunktionär 27. Februar: Wolfgang Köpcke, deutscher Moderner Fünfkämpfer 27. Februar: Helmut Nerlinger, deutscher Fußballspieler

März

1. März: Herwig Ahrendsen, deutscher Handballspieler 7. März: Schamil Tarpischtschew, sowjetisch-russischer Tennisspieler und Sportfunktionär 9. März: Franz Wagner, deutscher Handballspieler 14. März: Bernd Stange, deutscher Fußballtrainer 15. März: Lewan Tediaschwili, sowjetischer Ringer und späterer georgischer Politiker († 2024) 15. März: Dimbi Tubilandu, zairischer Fußballspieler († 2021) 15. März: Herman Zaanen, niederländischer Ruderer 16. März: Tatjana Lematschko, bulgarisch-schweizerische Schachspielerin russischer Herkunft († 2020) 16. März: Erich Miß, deutscher Fußballspieler 18. März: Luis Zubero, spanischer Radrennfahrer († 2025) 19. März: Zbigniew Krzeszowiec, polnischer Radrennfahrer 20. März: Bobby Orr, kanadischer Eishockeyspieler 22. März: Bernard Dietz, deutscher Fußballspieler 22. März: Per Stureson, schwedischer Rennfahrer 24. März: Shraga Bar, israelischer Fußballspieler († 2025)