zentriert|350px|Olympischer Fackelläufer auf dem Weg nach Berlin Für die propagandistisch ausgeschlachteten Olympischen Spiele in Berlin wird erstmals ein Fackellauf durchgeführt. zentriert|350px|Sylvère Maes bei der Tour de France 1936 Sylvère Maes wird Gesamtsieger der Tour de France 1936. Chronologie

Das Jahr 1936 bietet den Nationalsozialisten gleich mit zwei großen internationalen Sportereignissen die Gelegenheit, das Deutsche Reich nach außen glänzend zu präsentieren. Die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen, bei denen erstmals ein Fackellauf durchgeführt wird, und insbesondere die Olympischen Sommerspiele in Berlin werden auch entsprechend propagandistisch ausgeschlachtet. Die perfekte Inszenierung wird aus Sicht der Nazis nicht einmal dadurch getrübt, dass mit Jesse Owens ein Afroamerikaner erfolgreichster Athlet der Spiele wird. Immerhin wird mit dem Deutschen Reich zum ersten Mal eine andere Nation als die Vereinigten Staaten erfolgreichste Nation bei Olympischen Sommerspielen.

Ereignisse Olympische Spiele miniatur|hochkant|Adolf Hitler bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 6. bis 16. Februar: Rund 500.000 Menschen besuchen die von einem Komitee um Karl Ritter von Halt organisierten Olympische Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen. Diese werden von der NS-Propaganda missbraucht, um im In- und Ausland das NS-Regime als positiv darzustellen. Die überall im Ort angebrachten Schilder mit der Aufschrift „Juden kein Zutritt“ lässt NSDAP-Gauleiter Adolf Wagner für die Zeit der Spiele entfernen. 6. Februar: Adolf Hitler eröffnet die IV. Olympischen Winterspiele. Der Skifahrer Willy Bogner spricht den olympischen Eid. 1. bis 16. August: Olympische Spiele 1936 Schach-Olympia 1936 Die Volksolympiade in Barcelona muss wegen des Ausbruchs des Spanischen Bürgerkriegs abgesagt werden.

Alpinismus 18. bis 22. Juli: Bei einem Besteigungsversuch der Eiger-Nordwand kommen zwei Seilschaften ums Leben, darunter Andreas Hinterstoißer und Toni Kurz.

Badminton

Boxen 19. Juni: Der deutsche Schwergewichtsboxer Max Schmeling besiegt den als unbesiegbar geltenden Joe Louis durch K. o. in der 12. Runde.

Fußball Internationale Fußballveranstaltungen Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften 1936 bis 1938 27. Dezember: Der Campeonato Sudamericano 1937 beginnt mit dem Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Peru.

Nationale Fußballmeisterschaften Deutsche Fußballmeisterschaft 1935/36 Österreichische Fußballmeisterschaft 1935/36 Schweizer Fussballmeisterschaft 1935/36

Leichtathletik

Weltrekorde

Sprint

20. Februar: Jesse Owens, USA, läuft die 100 Meter der Herren in 10,2 s. 20. Juni: Jesse Owens, USA, läuft die 100 Meter der Herren in 10,2 s. 19. Juli: Archie Williams, USA, läuft die 400 Meter der Herren in 46,1 s. 4. September: Jesse Owens, USA, läuft die 200 Meter der Herren in 20,7 s.

Mittelstreckenlauf

30. Juli: Jewdokija Wassiljewa, Sowjetunion, läuft die 1500 Meter der Damen 4:47,2 min. 5. September: Jack Lovelock, Neuseeland, läuft die 1500 Meter der Herren in 3:47,8 min. 12. September: Glenn Cunningham, USA, läuft die 800 Meter der Herren in 1:49,7 min.

Hürdenlauf

16. Juni: Forrest Towns, USA, läuft die 110 Meter Hürden der Herren in 14,1 s. 19. Juli: Forrest Towns, USA, läuft die 110 Meter Hürden der Herren in 14,1 s. 27. August: Forrest Towns, USA, läuft die 110 Meter Hürden der Herren in 13,7 s. 26. Oktober: Forrest Towns, USA, läuft die 110 Meter Hürden der Herren in 13,7 s.

Gehen

7. Juni: Fritz Bleiweiß, Deutschland, geht im 20-km-Gehen der Herren in 1:33:25 h. 28. Juni: Edgar Bruun, Norwegen, geht im 50-km-Gehen der Herren in 4:26:41 h.

Sprungdisziplinen 4. Juli: George Varoff, USA, springt im Stabhochsprung der Herren 4,43 m. 12. Juli: Cornelius Johnson, USA, springt im Hochsprung der Herren 2,07 m. 4. August: George Varoff, USA, erreicht im Stabhochsprung der Herren 4,43 m. 6. August: Naoto Tajima, Japan, springt im Dreisprung der Herren 16 Meter. 12. August: Dave Albritton, USA, erreicht im Hochsprung der Herren 2,07 m. 12. August: Cornelius Johnson, USA, erreicht im Hochsprung der Herren 2,07 m. 5. September: Naoto Tajima, Japan, erreicht im Dreisprung der Herren 16,00 m. Harold Osborn, USA, springt im Standhochsprung 1,68 m, ein bis heute ungebrochener Rekord, da diese Disziplin danach nicht mehr offiziell ausgetragen wird.

Wurfdisziplinen 18. Juni: Matti Järvinen, Finnland, wirft im Speerwurf der Herren 77,23 m. 11. Juli: Gisela Mauermayer, Deutschland, wirft im Diskuswurf der Damen 48,31 m.

Mehrkampf 7. September: Glenn Morris, USA, erreicht im Zehnkampf der Herren 7900 Punkte.

Motorsport Motorradsport

Motorrad-Europameisterschaft

Bei der auf dem Badberg-Viereck in Hohenstein-Ernstthal in Deutschland ausgetragenen Motorrad-Europameisterschaft wird in der 175-cm³-Klasse kein Titel vergeben, da keiner der Starter das Ziel erreicht. In der Viertelliterklasse gewinnt der Ire Henry Tyrell-Smith auf Excelsior vor den beiden Einheimischen Ewald Kluge (DKW) und Bernhard Port (Rudge). Bei den 350ern siegt der britische Norton-Werksfahrer Freddie Frith vor den beiden deutschen NSU-Piloten Oskar Steinbach und Heiner Fleischmann. In der Halbliterklasse siegt der Brite Jimmie Guthrie auf Norton vor dem Einheimischen Hermann Paul Müller (DKW) und seinem Landsmann John White (ebenfalls Norton).

Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft

Deutsche Meister werden Ewald Kluge (DKW, 250 cm³), Heiner Fleischmann (NSU, 350 cm³), Hermann Paul Müller (DKW, 500 cm³), Karl Braun / Ernst Badsching (DKW, Gespanne 600 cm³) und Hans Kahrmann / Heinrich Eder (DKW, Gespanne 1000 cm³).

Radsport Giro d’Italia 1936 Tour de France 1936 Vuelta a España 1936 UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1936

Segeln Ozean-Wettfahrt Bermuda-Cuxhaven 1936

Tischtennis Tischtennisweltmeisterschaft 1936 12. bis 18. März in Prag (Tschechoslowakei) Länderspiele Deutschlands (Freundschaftsspiele) 3. März: Hamburg: D. - Schweden 1:4 (Herren) 10. März: Dresden: D. - Frankreich 1:4 (Herren) 10. März: Magdeburg: D. - Niederlande 6:1 (Damen + Herren) 25. Oktober: München: D. - CSR 1:4 (Herren) 6. Dezember: Göteborg: D. - Schweden 0:5 (Herren)

Wintersport 15. März: Dem Österreicher Sepp „Bubi“ Bradl gelingt im slowenischen Planica mit einer Weite von 101 m der erste erfolgreiche Skisprung über 100 m. Alpine Skiweltmeisterschaften 1936 Eishockey-Weltmeisterschaft 1936 Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 1936 Eiskunstlauf-Europameisterschaften 1936 Olympische Winterspiele

Sportstätten mini|Willy Sachs (zweiter von rechts), Hermann Göring (Mitte) und Heinrich Himmler (zweiter von links) einen Tag vor der Stadion-Einweihung In Schweinfurt wird das von Willy Sachs, dem Alleininhaber der Schweinfurter Fichtel & Sachs AG, gestiftete Willy-Sachs-Stadion in Anwesenheit des Reichsstatthalters von Bayern, General Franz Ritter von Epp, einge­weiht. Einen Tag vor der Einweihung des Stadions waren der mit Sachs befreundete Hermann Göring, der Reichsführer SS Heinrich Himmler und der Reichsorganisationsleiter Robert Ley anwesend.

Geboren Januar 2. Januar: Maria Gąsienica Bukowa-Kowalska, polnische Skilangläuferin († 2020) 2. Januar: Malcolm Spence, jamaikanischer Leichtathlet († 2017) 2. Januar: Melville Spence, jamaikanischer Leichtathlet († 2012) 3. Januar: Walentin Pschenizyn, sowjetischer Biathlet († 2007) 5. Januar: Marcel Loncle, französischer Fußballspieler († 2026) 6. Januar: Masaru Furukawa, japanischer Schwimmer († 1993) 6. Januar: Darlene Hard, US-amerikanische Tennisspielerin († 2021) 6. Januar: Immo Rittmeyer, deutscher Radrennfahrer († 2024) 7. Januar: Novak Tomić, jugoslawischer Fußballspieler († 2003) 11. Januar: Chilla Porter, australischer Leichtathlet († 2020) 11. Januar: Horst Strahl, deutscher Fußballspieler 12. Januar: Jan Bakke, norwegischer Radrennfahrer 13. Januar: Gunhild Larking, schwedische Leichtathletin 13. Januar: Tomás Rolán, uruguayischer Fußballspieler († 2014) 14. Januar: Bill Holmes, britischer Radrennfahrer 16. Januar: Tinus Bosselaar, niederländischer Fußballspieler († 2018) 18. Januar: Hugh Anderson, neuseeländischer Motorradrennfahrer 23. Januar: Georgeta Hurmuzachi, rumänische Kunstturnerin 24. Januar: Willy Mehlmann, deutscher Fußballtorhüter († 2026) 25. Januar: Mark Wildman, englischer English-Billiards- und Snookerspieler († 2024) 27. Januar: Bruna Colombetti, italienische Fechterin († 2008) 27. Januar: Henri Grandsire, französischer Automobilrennfahrer und Schauspieler 27. Januar: Manfred Molzberger, deutscher Leichtathlet († 2003) 28. Januar: Walter Renner, deutscher Sportwissenschaftler († 2015) 31. Januar: Nils Aaness, norwegischer Eisschnellläufer († 2024) 31. Januar: Edmund Piątkowski, polnischer Leichtathlet († 2016)

Februar 1. Februar: Gerry Carr, britischer Leichtathlet († 2019) 1. Februar: Daniel Skifte, grönländischer Sportfunktionär († 2020) 2. Februar: Helmut Hartmann, deutscher Reiter († 2016) 3. Februar: Bob Simpson, australischer Cricketspieler († 2025) 4. Februar: Kiyoko Ono, japanische Turnerin († 2021) 5. Februar: Maria Gąsienica Daniel-Szatkowska, polnische Skirennläuferin († 2016) 5. Februar: Michel Rousseau, französischer Radrennfahrer († 2016) 5. Februar: Norma Thrower, australische Leichtathletin 8. Februar: Charles Pranke, US-amerikanischer Radrennfahrer 11. Februar: Dietmar Gedde, deutscher Segelsportler 13. Februar: Leamon King, US-amerikanischer Leichtathlet († 2001) 16. Februar: Jill Kinmont, US-amerikanische Skirennläuferin († 2012) 17. Februar: Johann Attenberger, deutscher Motorradrennfahrer († 1968) 17. Februar: Jim Brown, US-amerikanischer Footballspieler († 2023) 17. Februar: Antonio Domenicali, italienischer Radrennfahrer († 2002) 18. Februar: Doris Hedberg, schwedische Turnerin 18. Februar: Kōji Sakurai, japanischer Leichtathlet 19. Februar: Dick Hanley, US-amerikanischer Schwimmer († 2022) 22. Februar: Karol Divín, slowakischer Eiskunstläufer († 2022) 24. Februar: Mohamed Maouche, algerisch-französischer Fußballspieler und -trainer 26. Februar: Buddy Werner, US-amerikanischer Skirennläufer († 1964) 27. Februar: Johannes Kaiser, deutscher Leichtathlet († 1996) 29. Februar: Henri Richard, kanadischer Eishockeyspieler († 2020)

März 1. März: Helmut Kuhnert, deutscher Eisschnellläufer 2. März: Terry Tobacco, kanadischer Leichtathlet 6. März: Marthe Lambert, französische Leichtathletin 7. März: Freddie Gilroy, britisch-irischer Boxer († 2016) 7. März: Manfred Kreuz, deutscher Fußballspieler († 2026) 8. März: Nils Nilsson, schwedischer Eishockeyspieler († 2017) 9. März: Lídia Dömölky-Sákovics, ungarische Fechterin 10. März: Sepp Blatter, Präsident des Weltfußballverbandes FIFA 10. März: József Hunics, ungarischer Kanute und Kanutrainer († 2012) 11. März: John Thomas, australischer Eishockeyspieler († 1995) 12. März: Eddie Sutton, US-amerikanischer Basketballtrainer († 2020) 13. März: Josef Kompalla, deutsch-polnischer Eishockeyspieler und -schiedsrichter († 2026) 14. März: Fritz Dennerlein, italienischer Schwimmer und Wasserballspieler († 1992) 14. März: Eduard Gussew, sowjetischer Radrennfahrer († 2016) 14. März: Bob McVey, US-amerikanischer Eishockeyspieler 16. März: Thelma Hopkins, britische Leichtathletin († 2025) 16. März: Józef Huczek, polnischer Skispringer († 1972) 18. März: Otto Leodolter, österreichischer Skispringer († 2020) 18. März: Anthony Nash, britischer Bobfahrer († 2022) 19. März: Eduard Gufeld, sowjetisch-ukrainischer Schachspieler († 2002) 20. März: Johanna Lüttge, deutsche Leichtathletin († 2022) 23. März: Arne Karlsson, schwedischer Segler 24. März: Alex Olmedo, US-amerikanischer Tennisspieler († 2020) 25. März: Carl Kaufmann, deutscher Leichtathlet († 2008) 26. März: Ronald Crawford, australischer Leichtathlet († 2018) 26. März: Éder Jofre, brasilianischer Boxer († 2022)