zentriert|350px|Björn Borg bei der EM 1938 Der schwedische Schwimmer Björn Borg erringt zwei Goldmedaillen bei den Schwimmeuropameisterschaften in London. Chronologie

Ereignisse Gleichschaltung in Deutschland

mini|Flagge des NSRL Durch Erlass Adolf Hitlers vom 21. Dezember wird der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen unter Umbenennung in Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen zu einem „von der NSDAP betreuten Verband erhoben“. Sitz des NSRL ist das Haus des Deutschen Sports auf dem Reichssportfeld in Berlin. Hans von Tschammer und Osten, Staatssekretär im Innenministerium, wird NSRL-Vorsitzender.

British Empire Games 1938

5. bis 12. Februar: In Sydney finden parallel zur 150-Jahr-Feier der Stadt die British Empire Games 1938 statt. 15 Länder nehmen an der dritten Auflage der Empire Games teil.

Badminton

Basketball Basketball-Europameisterschaft der Damen 1938 in Rom

Billard Snookerweltmeisterschaft 1938

Boxen 22. Juni: Im New Yorker Yankee Stadium verliert Max Schmeling im Kampf um die Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht gegen Joe Louis durch technischen KO in der ersten Runde.

Fechten Fechtweltmeisterschaften 1938

Fußball Internationale Fußballveranstaltungen

mini|links|Artikel im Fußball-Sonntag über die bevorstehende Auflösung des ÖFB und das damit verbundene Ende der Nationalmannschaft (5. Juni 1938) April: Der Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften muss nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich abgebrochen werden. Ungarn führt zu diesem Zeitpunkt die Tabelle an. 3. April: Im Praterstadion in Wien findet das „Anschlussspiel“ zwischen einer deutschen und einer österreichischen Fußballauswahl statt. Die Auswahlmannschaft der „Ostmark“, die statt in den traditionellen schwarz-weißen Dressen in rot-weiß-rot spielt, gewinnt gegen das „Altreich“ durch Tore von Matthias Sindelar und Karl Sesta mit 2:0.

mini|hochkant|Poster der Fußballweltmeisterschaft 1938 4. bis 19. Juni: Italien verteidigt seinen Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich. Der Brasilianer Leônidas da Silva wird mit sieben Toren Torschützenkönig des Turniers. 26. Juni bis 11. September: Slavia Prag gewinnt den Mitropapokal 1938. 3. bis 5. September: Estland gewinnt den Baltic Cup 1938. Nordische Fußballmeisterschaft der Männer 1937–47

Nationale Fußball-Meisterschaften

9. Januar: Der FC Schalke 04 gewinnt den Tschammerpokal 1937 mit einem 2:1 gegen Fortuna Düsseldorf und damit nach der Meisterschaft auch das Double. 14. April: Auf Anordnung des nationalsozialistischen Fachamts Fußball müssen die konkurrierenden Bochumer Sportvereine Turnverein 1848, TuS 1908 und Germania 1906 zum VfL Bochum 1848 fusionieren. 3. Juli: Hannover 96 wird zum ersten Mal deutscher Fußballmeister.

Handball

5./6. Februar: Die 1. Handball-Weltmeisterschaft der Herren findet mit einem Turnier jeder gegen jeden in Deutschland statt. Teilnehmende Nationen sind Dänemark, das Deutsche Reich, Österreich und Schweden. Das Deutsche Reich wird erster Weltmeister. 7. bis 10. Juli: Auch bei der Feldhandball-Weltmeisterschaft der Herren in Deutschland wird das Deutsche Reich Weltmeister.

Leichtathletik Europameisterschaften

3. bis 5. September: Leichtathletik-Europameisterschaften 1938 der Männer in Paris 17./18. September: Leichtathletik-Europameisterschaften 1938 der Frauen in Wien

Weltrekorde

Laufdisziplinen

29. Mai: Taisto Mäki, Finnland, läuft die 10.000 Meter der Herren in 30:02,0 min. 20. August: Sydney Wooderson, Großbritannien, läuft die 800 Meter der Herren in 1:48,4 min.

Wurfdisziplinen

17. Juli: Erika Matthes, Deutsches Reich, erreicht im Speerwurf der Damen 47,80 m. 25. August: Yrjö Nikkanen, Finnland, wirft im Speerwurf der Herren 77,87 m. 27. August: Erwin Blask, Deutsches Reich, wirft im Hammerwurf der Herren 59 Meter. 16. Oktober: Yrjö Nikkanen, Finnland, wirft im Speerwurf der Herren 78,7 m.

Rollsport

Das weltweit wohl erste Inlinehockey-Spiel wird in Wien ausgetragen, überliefert ist es in einem Wochenschaubericht des Giornale Luce vom 3. November 1938. Auch Rollkunstlauf fand mit einläufigen Inline-Skates statt."Esibizioni con speciali pattini a rotelle a Vienna", Video des Giornale Luce auf YouTube.

Motorsport Motorradsport

Motorrad-Europameisterschaft

Bei der erstmals aus mehreren Rennen bestehenden Motorrad-Europameisterschaft gewinnt der Deutsche Ewald Kluge auf DKW vor seinen Landsleuten und Markenkollegen Bernhard Petruschke und Hermann Gablenz den Titel in der Viertelliterklasse. Bei den 350ern siegt der britische Velocette-Werksfahrer Ted Mellors vor seinem Landsmann John White (Norton) und den Deutschen Siegfried Wünsche (DKW). In der Halbliterklasse setzt sich der deutsche BMW-Werksfahrer Georg Meier gegen die beiden britischen Norton-Piloten Harold Daniell und Freddie Frith durch.

Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft

Deutsche Meister werden Ewald Kluge (DKW, 250 cm³), Walfried Winkler (DKW, 350 cm³) und Georg Meier (BMW, 500 cm³).

Radsport

miniatur|hochkant|Der spätere Sieger Gino Bartali am 19. Juli bei der Tour de France 7. Mai bis 2. Juni: Giovanni Valetti gewinnt den Giro d’Italia 1938. 9. bis 25. Juni: Hermann Schild gewinnt die Internationale Deutschland-Rundfahrt 1938. 5. bis 31. Juli: Gino Bartali gewinnt die Tour de France 1938. 27. August bis 4. September: UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1938 in Amsterdam 5. September: UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 1938 in Valkenburg in den Niederlanden

Ringen Ringer-Europameisterschaften 1938

Rugby 15. Januar bis 19. März: Home Nations Championship 1938 der Rugby Union

Schach AVRO-Turnier in den Niederlanden

Schwimmen Schwimmeuropameisterschaften

6. bis 13. August: Die Schwimmeuropameisterschaften 1938 in London beinhalten Wettbewerbe im Schwimmen, Kunst- und Turmspringen sowie das Wasserball-Turnier der Männer.

Schwimmrekorde Brustschwimmen

12. November: Joachim Balke, Deutsches Reich, schwimmt in Bremen die 100 Meter Brust in 01:09,5.

Freistilschwimmen

16. Januar: Ragnhild Hveger, Dänemark, schwimmt in Kopenhagen die 400 Meter Freistil der Frauen in 05:08,2. 15. März: Die dänische Schwimmstaffel der Frauen mit E. Svendsen, Gunvor Kraft, Birte Ove-Petersen und Ragnhild Hveger schwimmt in Kopenhagen die 4 × 100 Meter Freistil in 04:29,7. 26. Februar: Rie van Veen, Niederlande, schwimmt in Rotterdam die 200 Meter Freistil der Frauen in 02:24,6. 15. März: Die Schwimmstaffel des Bremer Schwimmvereins (BSV) mit Hermann Heibel, Hans Freese, Eduard Askamp und Helmuth Fischer schwimmt in Bremen die 4 × 100 Meter Freistil in der Weltrekordzeit 04:03,6. 1. April: Die Schwimmstaffel des Deutschen Reichs mit Otto Wille, Werner Birr, Werner Plath und Kurt von Eckenbrecher schwimmt in Kopenhagen die 4 × 100 Meter Freistil in 04:02,4. 3. Juli: Ragnhild Hveger, Dänemark, schwimmt in Helsingør die 1500 Meter Freistil der Frauen in 21:45,7. 15. März: Die ungarische Schwimmstaffel mit Gyula Zolyomi, Ferenc Csik, István Kőrösi und Ödön Gróf schwimmt in Budapest die 4 × 100 Meter Freistil in 04:02,0. 1. August: Ragnhild Hveger, Dänemark, schwimmt in Kopenhagen die 400 Meter Freistil der Frauen in 05:06,1. 10. August: Tomikatsu Amano, Japan, schwimmt in Tokio die 1500 Meter Freistil der Männer in 18:58,8. 20. August: Die Schwimmstaffel der USA mit T. Hirose, O. Jaretz, Paul Wolf und Peter Fick schwimmt in Berlin die 4 × 100 Meter Freistil mit 03:59,2 erstmals unter vier Minuten. 11. September: Ragnhild Hveger, Dänemark, schwimmt in Aarhus die 200 Meter Freistil der Frauen in 02:21,7.

Rückenschwimmen

17. April: Cor Kint, Niederlande, schwimmt in Aarhus die 200 Meter Rücken der Frauen in 02:41,0. 26. Oktober: Iet van Feggelen, Niederlande, schwimmt in Düsseldorf die 200 Meter Rücken der Frauen in 02:40,6. 1. November: Cor Kint, Niederlande, schwimmt in Kopenhagen die 100 Meter Rücken der Frauen in 01:13,5. 10. November: Iet van Feggelen, Niederlande, schwimmt in Amsterdam die 100 Meter Rücken der Frauen in 01:13,2. 12. November: Iet van Feggelen, Niederlande, schwimmt in Den Haag die 100 Meter Rücken der Frauen in 01:13,0. 26. November: Iet van Feggelen, Niederlande, schwimmt in Antwerpen die 100 Meter Rücken der Frauen in 01:12,9. 18. Dezember: Iet van Feggelen, Niederlande, schwimmt in Amsterdam die 200 Meter Rücken der Frauen in 02:39,0.

Tischtennis

24. bis 29. Januar: Tischtennisweltmeisterschaft 1938 in London Länderspiele Deutschlands (Freundschaftsspiele) Januar: Rheinhausen: D. – Jugoslawien 4:2 (Herren) 5. Mai: München: D. – Schweden 4:1 (Herren) 6. Mai: München: D. – CSR 2:3 (Herren)

Turnen

An den Turn-Weltmeisterschaften 1938 in Prag nehmen vier Nationen teil. Die meisten Medaillen erringt das Gastgeberland Tschechoslowakei.

Vereinsgründungen

14. April: Auf Anordnung des nationalsozialistischen Fachamts Fußball müssen die konkurrierenden Bochumer Sportvereine Turnverein 1848, TuS 1908 und Germania 1906 zum VfL Bochum fusionieren. 19. Mai: Der Mannheimer Eis- und Rollsport-Club, als Adler Mannheim Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga, wird gegründet.

Wintersport

20. bis 23. Jänner: Bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften 1938 in St. Moritz gewinnt Felix Kaspar zum zweiten Mal den Titel bei den Herren. Es ist der achtzehnte Titelgewinn für Österreich in Folge. Die Paarmeisterschaften werden am 30. Januar in Troppau abgehalten und vom deutschen Paar Maxi Herber und Ernst Baier gewonnen. 1. Februar: Bob-Weltmeisterschaft 1938 in St. Moritz 4./5./18./19. Februar: Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 1938 in Stockholm (Damen) und Berlin (Herren und Paare) 11. bis 20. Februar: Eishockey-Weltmeisterschaft 1938 in Prag 25. bis 28. Februar: Nordische Skiweltmeisterschaften 1938 in Lahti 5./6. März: Alpine Skiweltmeisterschaften 1938 in Engelberg 19. Mai: Der Mannheimer Eis- und Rollsport-Club (MERC), aus dem später die Adler Mannheim hervorgehen, wird gegründet.

Geboren Januar 1. Januar: Christy Kimmage, irischer Radrennfahrer († 2015) 3. Januar: Kel Carruthers, australischer Motorradrennfahrer 4. Januar: Eddie Southern, US-amerikanischer Leichtathlet († 2023) 5. Januar: Keith Greene, britischer Automobilrennfahrer 5. Januar: Jim Otto, US-amerikanischer American-Football-Spieler († 2024) 6. Januar: Jozef Golonka, slowakischer Eishockeyspieler und -trainer 6. Januar: Karl-Heinz Kunde, deutscher Radrennfahrer († 2018) 7. Januar: Rauno Aaltonen, finnischer Rallye-Rennfahrer 7. Januar: Larry Palmer, US-amerikanischer Eishockeyspieler 8. Januar: Bernd Brehme, deutscher Fußballspieler und -trainer 8. Januar: Herbert Steinbeißer, deutscher Skilangläufer 9. Januar: Kirsten Carlsen, dänische Skilangläuferin 9. Januar: Sabahattin Kuruoğlu, türkischer Fußballspieler und -trainer († 1995) 10. Januar: Joseph Moroni, französischer Ruderer († 2020) 12. Januar: Luis Omedes Calonja, spanischer Ruderer, Rennrodler, Tennis- und Feldhockeyspieler († 2022) 12. Januar: Alan Rees, britischer Automobilrennfahrer und Teammanager († 2024) 12. Januar: Gildo Siorpaes, italienischer Bobfahrer, Skirennläufer und Skisporttrainer 15. Januar: Esko Marttinen, finnischer Biathlet 17. Januar: Toini Gustafsson, schwedische Skilangläuferin 17. Januar: David Theile, australischer Schwimmer 18. Januar: Werner Olk, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer 19. Januar: Chris Tuerlinx, belgischer Automobilrennfahrer († 1973) 21. Januar: Romano Fogli, italienischer Fußballspieler und -trainer († 2021) 24. Januar: Gyula Török, ungarischer Boxer, Olympiasieger 1960 im Fliegengewicht († 2014) 25. Januar: Annemarie Lehmann, deutsche Sportbogenschützin 27. Januar: Tilo Gutzeit, deutscher Eiskunstläufer 27. Januar: Wiktor Schdanowitsch, russischer Fechter, der mit dem Florett drei olympische Goldmedaillen für die Sowjetunion gewann 27. Januar: Mary Anne Witchger, US-amerikanische Schwimmerin († 2021)