zentriert|350px|Teilnehmende Länder an der Fußball-WM 1934 Italien wird im eigenen Land Fußball-Weltmeister. zentriert|350px|Rakhiot Seite mit Routenangaben, die Sterbeorte von Merkl, Wieland und Welzenbach sind gekennzeichnet Die Deutsche Nanga-Parbat-Expedition 1934 endet in einer Katastrophe. Chronologie

Ereignisse Disziplinenübergreifende Sportveranstaltungen 4. bis 11. August: Die 2. British Empire Games werden in London abgehalten. Ausgetragen werden 68 Wettbewerbe in den Sportarten Bowls, Boxen, Leichtathletik, Radfahren, Ringen, Rudern und Schwimmen inkl. Wasserspringen. Es nehmen rund 500 Sportler aus 17 Ländern teil. Fast alle Veranstaltungen fanden im White City Stadium statt, die Radsportwettbewerbe hingegen im Fallowfield Stadium in Manchester. 7. August: In London werden im Rahmen der Empire-Games die 4. Frauen-Weltspiele eröffnet. Bis zum 11. August nehmen 200 Athletinnen aus 19 Nationen an den von der Fédération Sportive Féminine Internationale durchgeführten Spielen teil. Es ist auf Druck des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die letzte Veranstaltung dieser Art.

Gleichschaltung in Deutschland mini|hochkant|Mitgliedskarte des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen 1935 23. Januar: Der Reichsführerring des deutschen Sports proklamiert die Gründung des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. Die Gründungsversammlung findet am 9. Februar statt. Während der Deutschen Kampfspiele in Nürnberg findet unter der Leitung des Reichssportführers Hans von Tschammer und Osten am 27. Juli der erste DRL-Kongress statt, auf dem die Pläne für die organisatorische Neugestaltung verkündet werden. Nach und nach verlieren fast alle Sportfachverbände ihre Eigenständigkeit und werden als „Fachämter“ oder angeschlossene Verbände in den DRL überführt.

Badminton

Bergsteigen

Juli: Die Deutsche Nanga-Parbat-Expedition 1934 unter der Leitung von Willy Merkl endet in einer Katastrophe, bei der 11 Expeditionsteilnehmer ums Leben kommen. Der Nanga Parbat wird von der nationalsozialistischen Propaganda daraufhin als „Schicksalsberg der Deutschen“ hochstilisiert.

Boxen

26. August: Im Schwergewicht kämpfen Max Schmeling und Walter Neusel auf der umgebauten Sandrennbahn bei Hagenbecks Tierpark. Den Kampf sehen etwa 100.000 Zuschauer, die bis heute (2015) größte Zuschauermenge einer Boxveranstaltung in Europa. Schmeling siegte in der 9. Runde.

Fußball

Internationale Fußballveranstaltungen 27. Mai: Mit acht Achtelfinalspielen beginnt die zweite Fußball-Weltmeisterschaft in Italien, die erste Fußball-Weltmeisterschaft auf europäischem Boden. 7. Juni: Deutschland wird bei der ersten Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft auf Anhieb Dritter. Das Spiel um Platz 3 wird mit 3:2 gegen das Nachbarland Österreich entschieden. 10. Juni: Die Italienische Fußballnationalmannschaft besiegt bei der Fußball-Weltmeisterschaft die Tschechoslowakei mit 2:1 nach Verlängerung und gewinnt so erstmal den WM-Titel. Das Turnier wird von Bestechungsvorwürfen überschattet, zudem nutzt der italienische Diktator Benito Mussolini die WM propagandistisch als Werbung für den Faschismus. 12. Juni bis 9. September: Der FC Bologna gewinnt den Mitropapokal 1934. Im Finale setzen sich die Italiener in zwei Spielen gegen den SK Admira Wien durch.

Nationale Fußballmeisterschaften Deutsche Fußballmeisterschaft 1933/34 Österreichische Fußballmeisterschaft 1933/34 Schweizer Fussballmeisterschaft 1933/34

Leichtathletik

7. bis 9. September: Die ersten Leichtathletik-Europameisterschaften in Turin werden nur für Männer ausgetragen.

Weltrekorde

Mittelstreckenlauf

16. Juni: Ben Eastman, USA, läuft die 800 Meter der Herren in 1:49,8 min. 30. Juni: Bill Bonthron, USA, läuft die 1500 Meter der Herren in 3:48,8 min.

Hürdenlauf

26. Juli: Percy Beard, USA, läuft die 110 Meter Hürden der Herren in 14,3 s. 26. Juli: Glenn Hardin, USA, läuft die 400 Meter Hürden der Herren in 50,6 s. 6. August: Percy Beard, USA, läuft die 110 Meter Hürden der Herren in 14,2 s. 26. August: Glenn Hardin, USA, läuft die 400 Meter Hürden der Herren in 50,6 s. 5. Oktober: Percy Beard, USA, läuft die 110 Meter Hürden der Herren in 14,2 s.

Gehen

9. Juni: Lina Aebersold, Schweiz, absolviert das 20-km-Gehen der Damen in 1:59:02 h. 7. Oktober: Margit Lindström, Schweden, ging im 10-km-Gehen der Damen in 56:26 min.

Wurfdisziplinen 10. Mai: Jadwiga Wajs, Polen, erreicht im Diskuswurf der Damen 43,79 m. 24. Juni: Jack Torrance, USA, erreicht im Kugelstoßen der Herren 16,30 m. 15. Juli: Gisela Mauermayer, Deutschland, stößt im Kugelstoßen der Damen 14,38 m. 5. August: Jack Torrance, USA, stößt im Kugelstoßen der Herren 17,4 m. 11. August: Jadwiga Wajs, Polen, wirft im Diskuswurf der Damen 43,79 m. 18. August: Matti Järvinen, Finnland, erreicht im Speerwurf der Herren 77,23 m. 4. September: Jack Torrance, USA, erreicht im Kugelstoßen der Herren 17,40 m. 14. September: Jadwiga Wajs, Polen, erreicht im Diskuswurf der Damen 44,19 m. 24. September: Harald Andersson, Schweden, erreicht im Diskuswurf der Herren 52,2 m. 24. Oktober: Harald Andersson, Schweden, erreicht im Diskuswurf der Herren 52,42 m.

Sprungdisziplinen 28. April: Walter Marty, USA, springt im Hochsprung der Herren 2,06 m. 27. Oktober: Walter Marty, USA, erreicht im Hochsprung der Herren 2,06 m.

Motorsport Motorradsport

Motorrad-Europameisterschaft

Bei der auf dem niederländischen Circuit van Drenthe ausgetragenen Motorrad-Europameisterschaft gewinnt der Belgier Yvan Goor auf Benelli vor seinen Landsmännern „Dickwell“ (Barbé-J.A.P.) und Maurice van Geert (Rush-Blackburne) den Titel in der 175-cm³-Klasse. In der Viertelliterklasse setzt sich der Deutsche Walfried Winkler auf DKW gegen den Briten Les Archer (New Imperial) und seinen Landsmann Arthur Geiss (ebenfalls DKW) durch. Bei den 350ern gewinnt der Brite Jimmie Simpson auf Norton seinen insgesamt fünften und gleichzeitig letzten EM-Titel. Gefolgt wird er von den beiden Velocette-Piloten Walter Rusk aus Nordirland und Alec Mitchell aus Großbritannien. In der 500-cm³-Klasse siegt der Belgier Pol Demeuter auf FN vor seinem Landsmann und Teamkollegen „Noir“ und dem Einheimischen Arie van der Pluym (Husqvarna).

Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft

Deutsche Meister werden Walfried Winkler (DKW, 250 cm³), Ernst Loof (Imperia, 350 cm³), Otto Ley (DKW, 500 cm³), Hans Soenius (NSU, über 500 cm³), Ernst Loof / unbekannt (Imperia-Python, Gespanne 350 cm³), Hans Schumann / Hermann Böhm (NSU, Gespanne 600 cm³) und Paul Weyres / ohne Passagier (Harley-Davidson, Gespanne 1000 cm³).

Radsport

Giro d’Italia 1934 Tour de France 1934

Rudern

Cambridge besiegt Oxford im Boat Race.

Schach

14. Juni: Der Exilrusse Alexander Aljechin verteidigt den Weltmeistertitel im Schach durch einen Sieg mit 15,5–10,5 Punkten gegen seinen ebenfalls im Exil lebenden Landsmann Efim Bogoljubow.

Tischtennis

Tischtennisweltmeisterschaft 1934 2. bis 10. Dezember 1933 in Paris (Frankreich) Länderspiele Deutschlands (Freundschaftsspiele) 27. März: Hamburg: D. – Frankreich 2:3 (Herren) 26. Oktober: Danzig: D. – Polen 2:7 (Herren) 6. November: Hamburg: D. – England 1:4 (Herren) Prag: D. – CSR 3:2 (Damen)

Wintersport

15. bis 17. Februar: Bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 1934 in der Schweiz ist wegen der Februarkämpfe keine Mannschaft des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) am Start. Bob-Weltmeisterschaft 1934 Eishockey-Weltmeisterschaft 1934 Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 1934 Eiskunstlauf-Europameisterschaften 1934 Nordische Skiweltmeisterschaften 1934

Geboren Januar 1. Januar: Hans Huber, deutscher Boxer († 2024) 1. Januar: Zakir Hussain, pakistanischer Hockeyspieler († 2019) 1. Januar: İsmail Kurt, türkischer Fußballspieler und -trainer († 2019) 2. Januar: Oddvar Saga, norwegischer Skispringer († 2000) 3. Januar: Mario David, italienischer Fußballspieler und -trainer († 2005) 4. Januar: Anni Rättyä, finnische Leichtathletin († 2021) 4. Januar: Guillermo Velásquez, kolumbianischer Fußballschiedsrichter († 2017) 7. Januar: Charles Jenkins Sr., US-amerikanischer Sprinter 8. Januar: Jacques Anquetil, französischer Radrennfahrer († 1987) 10. Januar: Gordon Pearce, australischer Hockeyspieler 11. Januar: José Herrero Berrendero, spanischer Radrennfahrer 11. Januar: Helfried Reinnagel, deutscher Leichtathlet († 2007) 13. Januar: Denise Guénard, französische Leichtathletin († 2017) 14. Januar: Alberto Rodríguez Larreta, argentinischer Automobilrennfahrer († 1977) 15. Januar: Mário de Araújo Cabral, portugiesischer Automobilrennfahrer († 2020) 15. Januar: Mette Ove Petersen, dänische Schwimmerin 15. Januar: Rafael Vaca Váldez, mexikanischer Radrennfahrer 16. Januar: József Gyuricza, ungarischer Fechter († 2020) 17. Januar: Ferenc Hatlaczky, ungarischer Kanute († 1986) 17. Januar: Zlatko Papec, jugoslawischer Fußballspieler († 2013) 19. Januar: Rupert E. H. Lake, antiguanischer Sportfunktionär 20. Januar: Giorgio Bassi, italienischer Automobilrennfahrer 21. Januar: Franz Böhmert, deutscher Arzt und Sportfunktionär († 2004) 21. Januar: Antonio Karmany, spanischer Radrennfahrer († 2017) 22. Januar: Lilián Buglia, argentinische Leichtathletin († 2016) 22. Januar: Marek Petrusewicz, polnischer Schwimmer († 1992) 25. Januar: Hiroshi Hasegawa, japanischer Motorradrennfahrer († 2023) 25. Januar: Thérèse Leduc, französische Skirennläuferin († 1988) 25. Januar: Willi Waltner, deutscher Ringer († 1966) 26. Januar: Georgi Grigorjewitsch Mondsolewski, sowjetisch-belarussischer Volleyballspieler († 2024) 26. Januar: John Salisbury, britischer Leichtathlet 27. Januar: George Follmer, US-amerikanischer Automobilrennfahrer 29. Januar: Noel Harrison, britischer Skifahrer († 2013) 31. Januar: Ernesto Brambilla, italienischer Motorrad- und Automobilrennfahrer († 2020) 31. Januar: Horst Stobbe, deutscher Ruderer

Februar 2. Februar: Haripal Kaushik, indischer Hockeyspieler, Sportfunktionär und -kommentator († 2018) 3. Februar: Dorota Jokiel, polnische Kunstturnerin († 1992) 4. Februar: Francisco Pérez, uruguayischer Radrennfahrer († 2024) 4. Februar: Humberto Tozzi, brasilianischer Fußballspieler († 1980) 5. Februar: Emmanuel Oblitey, ghanaischer Fußballspieler († 2023) 6. Februar: Roselore Sonntag, deutsche Geräteturnerin († 2025) 7. Februar: Aldo Moser, italienischer Radrennfahrer († 2020) 7. Februar: Karl Storm, deutscher Leichtathlet 8. Februar: Marijan Žužej, jugoslawischer Wasserballspieler († 2011) 9. Februar: Manfred von Richthofen, deutscher Sportler, Unternehmer und Sportfunktionär († 2014) 10. Februar: Candemir Berkman, türkischer Fußballspieler, -trainer und -funktionär († 2026) 10. Februar: Kevin John Hogarth, australischer Boxer († 2022) 11. Februar: John Surtees, britischer Automobilrennfahrer († 2017) 12. Februar: Jang Yeong, südkoreanischer Eisschnellläufer 12. Februar: Katharine Jansen, deutsche Schwimmerin 12. Februar: Bill Russell, US-amerikanischer Basketballspieler († 2022) 14. Februar: Marlene Mathews, australische Leichtathletin und Sportfunktionärin 17. Februar: Roger Bofferding, luxemburgischer Leichtathlet († 2026) 17. Februar: Bengt Nilsson, schwedischer Leichtathlet († 2018) 18. Februar: Anneli Klemetti, finnische Schwimmerin († 2020) 18. Februar: Willi Kolb, deutscher Gewichtheber 18. Februar: Modesto Martínez, mexikanischer Wasserballspieler 18. Februar: Heini Müller, deutscher Fußballspieler und Trainer 19. Februar: Edith Schiller, deutsche Leichtathletin († 2020) 19. Februar: Karl-Heinz Wegmann, deutscher Kugelstoßer († 1989) 20. Februar: Bobby Unser, US-amerikanischer Automobilrennfahrer († 2021) 21. Februar: Kjell Bäckman, schwedischer Eisschnellläufer († 2019) 22. Februar: Luis Maidana, uruguayischer Fußballtorhüter 23. Februar: Werner Haase, deutscher Skilangläufer († 2014) 24. Februar: Frank Brazier, australischer Radrennfahrer († 2021)