zentriert|350px|Circuit de Reims-Gueux, der ursprüngliche Kurs zwischen 1926 und 1952 Der Circuit de Reims-Gueux wird eröffnet. 172px|Weltmeisterin Herma Szabó 168px|Weltmeister Willy Böckl Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 1926 gewinnt Österreich 5 von 9 Medaillen. Herma Szabó wird Weltmeisterin bei den Damen, Willy Böckl siegt bei den Herren. Chronologie

Ereignisse Mehrsportveranstaltungen 23. bis 31. Januar/4. bis 11. Juli: In Deutschland, das nach dem Ersten Weltkrieg immer noch von den Olympischen Spielen ausgeschlossen ist, werden in Triberg und Titisee (Winter) sowie Köln (Sommer) zum zweiten Mal die Deutschen Kampfspiele ausgetragen. 27. bis 29. August: Die von der Fédération Sportive Féminine Internationale in Göteborg durchgeführte 2. Frauen-Olympiade wird nach Protest durch das IOC und die IAAF in Frauen-Weltspiele umbenannt. 104 Athletinnen aus 10 Nationen nehmen an der Veranstaltung teil.

Badminton

Cricket 31. Mai: Indien, Neuseeland und die West Indies werden Full Member der Imperial Cricket Conference (dem heutigen International Cricket Council, ICC).

Fußball 26. März: Durch die Fusion zweier Vereine entsteht der Fußballklub Real Oviedo in Asturien. Im Juli wird die Freie Vereinigung der Amateur-Fußballvereine Österreichs gegründet. Sie geht direkt aus dem Österreichischen Fußball-Verband (ÖFV) hervor und unterhält eine eigene Auswahlmannschaft, die Österreich bei internationalen Arbeitersport-Turnieren vertritt. Der Campeonato Sudamericano 1926 findet vom 12. Oktober bis 3. November zum zweiten Mal in Chile statt. Brasilien verzichtet auf eine Teilnahme, dafür nimmt das neue CONMEBOL-Mitglied Bolivien erstmals teil. Südamerikameister wird zum sechsten Mal Uruguay.

Leichtathletik

Leichtathletik-Meisterschaften Die Leichtathletik-Südamerikameisterschaften 1926 finden vom 15. bis zum 20. April in Montevideo statt. Die erfolgreichsten Athleten sind der chilenische Langstreckenläufer Manuel Plaza und der argentinische Mehrkämpfer Valerio Vallanía, die jeweils vier Titel gewinnen. Frauen dürfen an den Meisterschaften noch nicht teilnehmen.

Leichtathletik-Weltrekorde

Sprint

22. August: Gundel Wittmann, Deutschland, läuft die 100 Meter der Frauen in 12,4 s.

Mittelstreckenlauf

3. Juli: Otto Peltzer, Deutschland, läuft die 800 Meter der Männer in 1:51,6 min. 11. September: Otto Peltzer, Deutschland, läuft die 1500 Meter der Männer in 3:51,0 min.

Langstreckenlauf

mini|Paavo Nurmi am Start bei seinem Weltrekordlauf 24. Mai: Paavo Nurmi, Finnland, läuft die 3000 Meter der Männer im Deutschen Stadion in Berlin in 8:24,4 min. 13. Juli: Paavo Nurmi, Finnland, läuft die 3000 Meter der Männer in 8:20,4 min. 3. Oktober: Violet Piercy, Großbritannien, läuft den Marathon der Frauen in 3:40:22 h.

Gehen 11. November: Albertine Regel, Frankreich, ging im 10-km-Gehen in 58:14 min.

Wurfdisziplinen 21. Februar: Halina Konopacka, Polen, erreicht im Diskuswurf der Frauen 33,4 m. 23. Juli: Halina Konopacka, Polen, erreicht im Diskuswurf der Frauen 34,15 m. 26. Juni: Pauline Hascup, USA, erreicht im Speerwurf der Frauen 33,07 m. 7. September: Halina Konopacka, Polen, erreicht im Diskuswurf der Frauen 34,90 m. 19. Oktober: Bud Houser, USA, erreicht im Diskuswurf der Männer 48,20 m. 31. Oktober: Lillian Copeland, USA, erreicht im Speerwurf der Frauen 35,26 m.

Sprungdisziplinen 17. Mai: Kinue Hitomi, Japan, erreicht im Dreisprung der Frauen 11,62 m. 2. August: Phyllis Green, Großbritannien, springt im Hochsprung der Frauen 1,55 m. 28. August: Kinue Hitomi, Japan, springt im Weitsprung der Frauen 5,50 m.

Mehrkampf 18. August: Paavo Yrjola, Finnland, erreicht im Zehnkampf der Männer 7820 Punkte.

Motorsport mini|Grand Prix de la Marne 1926 25. Juli: Der Circuit de Reims-Gueux wird eröffnet, ein rund 7,826 km langer Dreieckskurs eröffnet, der im Uhrzeigersinn zu befahren ist. Initiator und Betreiber ist der Automobile Club Ardennais, das erste Rennen, den zweiten Grand Prix de la Marne, gewinnt an diesem Tag François Lescot auf einem Bugatti.

Motorradsport

Motorrad-Europameisterschaft

Bei der im belgischen Spa-Francorchamps ausgetragenen Motorrad-Europameisterschaft gewinnt der Einheimische René Milhoux auf Ready-Blackburne vor dem Deutschen Albert Beckert (DKW) den Titel in der 175-cm³-Klasse. Weitere Starter erreichten nicht das Ziel. In der Viertelliterklasse setzt sich der Brite Jock Porter auf New Gerrard gegen seinen Landsmann Geoff Davison (New Imperial) durch. Auch in diesem Rennen erreichten nur zwei Fahrer das Ziel. Bei den 350ern siegt der Brite Frank Longman auf A.J.S. vor dem Österreicher Otto Putz (Sunbeam) und den Einheimischen R. Demulder (Indian). In der 500-cm³-Klasse siegt der Brite Jimmie Simpson auf A.J.S. vor dem Österreicher Rupert Karner (Sunbeam) und dem Iren Stanley Woods (Norton).

Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft

Die Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft wird erstmals eingleisig ausgetragen. Deutsche Meister werden Arthur Müller (DKW, 175 cm³), Arthur Geiss (DKW, 250 cm³), Arthur Lohse (Schüttoff, 350 cm³), Ernst Jakob Henne (BMW, 500 cm³) und Paul Rüttchen (Harley-Davidson, 1000 cm³).

Radsport 15. Mai bis 6. Juni: Giovanni Brunero gewinnt den Giro d’Italia 1926 vor Alfredo Binda. Die Teamwertung gewinnt Legnano.

mini|Streckenkarte der Tour de France 1926 20. Juni bis 18. Juli: Der Belgier Lucien Buysse gewinnt die Tour de France 1926 vor dem Luxemburger Nicolas Frantz. Die Strecke ist mit einer Distanz von 5745 km bis heute die längste in der Geschichte der Tour de France. 24. Juli bis 1. August: Die Bahnradsport-Weltmeisterschaften 1926 finden in Turin und Mailand statt. 29. Juli: An den Straßenradsport-Weltmeisterschaften 1926 in Mailand beteiligen sich nur Amateurfahrer.

Ringen Anfang September: Bei den Ringer-Europameisterschaften 1926 im lettischen Riga erringt Deutschland die meisten Medaillen. Der SC Nürnberg 04 wird Mannschaftsmeister bei den Deutschen Ringermeisterschaften 1926 in Köln.

Rugby 30. November: Die Japan Rugby Football Union wird gegründet. Die Federação Portuguesa de Rugby, der nationale Sportverband für Rugby Union und Siebener-Rugby in Portugal, wird in Lissabon gegründet.

Schach Das Team aus Ungarn gewinnt die vom 1924 gegründeten Weltschachbund FIDE bei ihrem Kongress in Budapest veranstaltete Schacholympiade 1926.

Tennis Die Qualifikation der International Lawn Tennis Challenge 1926 findet vom 27. April bis 28. August in zwei Kontinentalzonen statt. 21. Juni bis 2. Juli: Wimbledon Championships 1926 9. bis 11. September: Im Finale der International Lawn Tennis Challenge 1926 siegen die USA über Frankreich.

Tischtennis 6. bis 12. Dezember: Die 1. Tischtennisweltmeisterschaft findet in London statt. Ungarn gewinnt in allen fünf abgehaltenen Bewerben die Goldmedaille. Länderspiele Deutschlands (Freundschaftsspiele) Januar: Berlin: D. – England 8:4 (Damen und Herren) Dezember: Berlin: D. – Ungarn 0:4 (Herren) Dezember Berlin: D. – CSR 5:4 (Herren) Berlin: D. – Österreich 5:4 (Herren)

Wassersport mini|hochkant|Parade für Gertrude Ederle 1926 am Broadway 6. August: Die US-Amerikanerin Gertrude Ederle durchschwimmt als erste Frau den Ärmelkanal zwischen Cap Gris-Nez und Dover. Dazu trägt sie einen von ihr und ihrer Schwester gemeinsam entwickelten zweiteiligen Schwimmanzug. Die Durchquerung wird durch Regen, Sturm, hohen Wellengang und Strömung erschwert, weshalb sie statt der kürzesten Distanz von 34 km insgesamt 56 km zurücklegt. Sie benötigt 14 Stunden und 34 Minuten und ist damit über zwei Stunden schneller als der bisherige Weltrekordhalter am Ziel. Am 27. August wird eine Konfettiparade für sie im New Yorker Financial District veranstaltet, an der schätzungsweise zwei Millionen Zuschauer teilnehmen. 18. bis 22. August: In Budapest werden die 1. Schwimmeuropameisterschaften abgehalten, die neben Schwimmen auch Wasserball und Wasserspringen umfassen. Teilnahmeberechtigt sind nur Männer. Das Deutsche Reich sammelt die meisten Medaillen. Wasserball-Europameister wird die Mannschaft aus Ungarn. 30. August: Der deutsche Langstreckenschwimmer Ernst Vierkötter durchschwimmt von Frankreich aus in 12:42 Stunden den Ärmelkanal und stellt damit eine Bestmarke auf, die 20 Jahre lang nicht unterboten wird. Die 41. Deutschen Meisterschaften im Schwimmen finden in Düsseldorf statt. Erfolgreichster Schwimmer wird mit zwei Siegen Friedel Berges.

Wintersport Eishockey mini|links|Die viertplatzierte britische Eishockeynationalmannschaft bei der EM 11. bis 18. Januar: Die Eishockey-Europameisterschaft 1926 in Davos bricht mit neun teilnehmenden Teams, 25 Spielen und einer Dauer von acht Tagen alle bisherigen Rekorde. Die Schweizer Eishockeynationalmannschaft wird zum ersten und einzigen Mal Europameister vor der Tschechoslowakei und Österreich. 15. Mai: Der Eishockey-Verein New York Rangers wird in New York gegründet.

Skisport 4. bis 7. Februar: Verbunden mit dem IX. Kongress des Internationalen Skiverbandes vom 3. bis 6. Februar werden im finnischen Lahti große internationale Skikonkurrenzen ausgetragen. Diese Rendezvous-Rennen erhalten nachträglich den Status als Nordische Skiweltmeisterschaften 1926. Norwegen und Finnland teilen alle Medaillen der vier Wettbewerbe in Skilanglauf, Skispringen und Nordischer Kombination untereinander auf.

Eiskunstlauf 7./8. und 14./15. Februar: Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 1926 gewinnt Österreich 5 von 9 Medaillen. Herma Szabó wird in Stockholm Weltmeisterin bei den Damen, Willy Böckl siegt in Berlin bei den Herren. Im Paarlauf, der ebenfalls in Berlin ausgetragen wird, triumphiert das französische Paar Andrée Joly / Pierre Brunet vor zwei österreichischen Paaren. Die Eiskunstlauf-Europameisterschaft 1926 in Davos gewinnt wiederum Willy Böckl vor seinem Landsmann Otto Preissecker.

Geboren Januar 1. Januar: Hilda Múdra, tschechoslowakische Eiskunstlauftrainerin († 2021) 2. Januar: Bruce Harlan, US-amerikanischer Wasserspringer und Wasserpringertrainer († 1959) 2. Januar: István Pászto, ungarischer Radrennfahrer und Radsporttrainer († 2015) 3. Januar: Murray Dowey, kanadischer Eishockeytorhüter († 2021) 3. Januar: Ninel Wassiljewna Krutowa, sowjetische Wasserspringerin 3. Januar: Les Wilson, britischer Radrennfahrer († 2006) 4. Januar: Ib Vagn Hansen, dänischer Radrennfahrer († 2000) 4. Januar: Bengt Johansson, schwedischer Ringer († 2008) 5. Jänner: Adolf Hafner, österreichischer Eishockeyspieler († 2019) 5. Januar: Veikko Karvonen, finnischer Leichtathlet († 2007) 5. Januar: Harald Maartmann, norwegischer Skilangläufer († 2021) 6. Januar: Kid Gavilán, kubanischer Boxer († 2003) 6. Januar: Enzo Sacchi, italienischer Radrennfahrer († 1988) 7. Januar: Eero Laine, finnischer Biathlet († 1998) 10. Januar: Jack Kyle, irischer Rugbyspieler († 2014) 10. Januar: Günter Schlegel, deutscher Fußballspieler († 2004) 12. Januar: Hans Flückiger, Schweizer Radrennfahrer 12. Januar: Jöns Lahmann, deutscher Tennisspieler († 2019) 15. Januar: Muhammad Sharif Butt, pakistanischer Leichtathlet († 2015) 15. Januar: Karl-Alfred Jacobsson, schwedischer Fußballspieler († 2015) 15. Januar: Khashaba Jadhav, indischer Ringer († 1984) 15. Januar: Hannu Posti, finnischer Leichtathlet († 2012) 17. Januar: Petronella van Vliet, niederländische Schwimmerin († 2006) 18. Januar: Seth Abderhalden, Schweizer Bergsteiger und Extremkletterer († 1960) 20. Januar: Paul Meister, Schweizer Fechter († 2018) 23. Jänner: Gertrude Kolar, österreichische Turnerin († 2014) 24. Januar: Eugeniusz Lewacki, polnischer Eishockeyspieler und -trainer († 2025) 25. Januar: Neeltje Karelse, niederländische Leichtathletin († 2015) 28. Januar: Gene Hartley, US-amerikanischer Automobilrennfahrer († 1993) 28. Januar: Freddy Jensen, grönländischer Turner († 1996) 28. Januar: Vittorio Rossello, italienischer Radrennfahrer († 2016)