Die PlayStation Portable (offizielle Abkürzung: PSP; zu Deutsch etwa tragbare PlayStation) ist die erste Handheld-Konsole der PlayStation-Marke von Sony Computer Entertainment (heute Sony Interactive Entertainment). Mit der PlayStation Portable ist es möglich, Videospiele zu spielen, Fotos und Filme zu betrachten, Musik zu hören oder im Internet zu surfen. Spiele sind in der Regel auf Universal Media Discs (UMD) gespeichert oder wurden im PlayStation Store digital bereitgestellt. Als Spiele-Handheld stand die PSP in direkter Konkurrenz zum Nintendo DS und zu den iOS-Geräten von Apple. Die PSP ähnelt im Aufbau einem DualShock-Controller, allerdings ist sie mit einem Bildschirm ausgestattet. Die jüngsten Versionen sind die PSP-E1000 sowie die ohne UMD-Laufwerk auskommende PSP Go. Ihr Nachfolger, die PlayStation Vita, wurde am 27. Januar 2011 im Rahmen einer Presseveranstaltung Sonys angekündigt. Sie wurde in Japan am 17. Dezember 2011 und in Europa und Amerika am 22. Februar 2012 veröffentlicht. Die Auslieferung der PSP wurde Anfang 2014 in den USA gestoppt, im Juni 2014 auch in Japan. Seit Ende 2014 war sie auch in Europa nicht mehr erhältlich und die Produktion wurde ganz eingestellt.

Store-Abschaltungen 2014: Ab dem 15. September wurde der offizielle Zugang zum PlayStation Store über die PSP in Europa, Ozeanien und Asien eingestellt. Bereits gekaufte Spiele konnten jedoch weiterhin über die Download-Liste heruntergeladen werden.

März 2016: Der PSP-Store wurde komplett auf der Konsole abgeschaltet, wobei Spiele noch über Umwege geladen werden können. Nutzer konnten zwar keine neuen Inhalte mehr direkt auf der PSP kaufen, aber weiterhin über den Webstore oder indirekt über PS3 oder PS Vita Spiele erwerben und auf die PSP übertragen

Juli 2021: Mit der endgültigen Stilllegung (u. a. am 2. Juli) entfiel die Restfunktionalität im PSP-Store – weder Kauf noch In-Game-Käufe waren jetzt noch möglich. Aber erneut: Bereits erworbene Inhalte konnten weiterhin über Download-Listen geladen werden, auch über PS3 oder Vita Stores

UMD-Spiele funktionieren weiterhin, auch nach Stopp der Online-Dienste. Es ist keine Online-Anbindung notwendig, daher sind sie auch weiterhin voll funktionsfähig, unabhängig von etwaigen Store-Schließungen oder Servereinstellungen.

UMD-Spielstände und Installationen laufen vollständig offline, solange das UMD-Laufwerk der PSP funktionsfähig bleibt.

Modelle

Die Modellbezeichnung in der letzten Ziffer ist je nach Erscheinungsland abweichend. Dabei werden folgende Nummern verwendet: xx = RegionJapanNordamerikaAustralienGroßbritannienEuropa/Mittlerer OstenSüdkoreaAsienTaiwanRusslandChinaMexikoDebuggingDebuggingNummer00010203040506070809Debug Firmware Eintrag + Custom Firmware Freischaltung1011Debug Firmware Eintrag + Custom Firmware Freischaltung12Debug Firmware Eintrag + Custom Firmware Freischaltung

PSP-1000 mini|PSP-1000 mit geöffneter Wikipediaseite im Webbrowser der PSP Am 12. Dezember 2004 erschien dieser Handheld in Japan mit einem Einführungspreis von 20.000 Yen (ca. 162 Euro) für das Standard-Pack und 25.000 Yen (ca. 200 Euro) für das Value-Pack. Das Value-Pack enthielt neben der eigentlichen PSP weiteres Zubehör: eine Tasche, einen Memory Stick (32 MB), einen Tragegurt bzw. ein Schlüsselband für Vorbesteller, Kopfhörer mit Fernbedienung, eine Demo-UMD (Universal Media Disc) und ein Reinigungstuch. Ab dem 24. März 2005 wurde der Handheld in den USA verkauft, allerdings nur im Value-Pack für 249 US-Dollar (ca. 210 Euro, Preis ohne Steuern).

Ab dem 1. September 2005 war das Gerät in Europa erhältlich, in Deutschland zu einem Einführungspreis von ca. 249 Euro für das Value-Pack. Wurde das Gerät auf der offiziellen europäischen PSP-Website registriert, erhielt man zunächst als kostenlose Beigabe den Film Spider-Man 2 auf UMD. Jedoch wurde auch eine UMD-Tasche (für fünf UMDs) und manchmal ein Schlüsselband statt Spider-Man 2 ausgeliefert.

PSP-2000 (PSP Slim & Lite) mini|PSP Slim & Lite (PSP-2000) Auf der E3 2007 zeigte Sony eine überarbeitete PlayStation Portable. Sie wurde am 7. September 2007 unter dem Namen PlayStation Portable Slim & Lite veröffentlicht.

Änderungen gegenüber der PSP-1000 Technische Neu implementierte UMD-Cache-Funktion. Später auch in PSP-3000 und E1000 vorhanden. verbessertes UMD-Laufwerk die Möglichkeit, den Akku der PSP über den USB-Port aufzuladen 64 MB Arbeitsspeicher (doppelt so viel wie bei der PSP-1000), ermöglicht schnellere Ladezeiten in Spielen, Videos und Internetinhalten Neuer Video-Ausgang für Medieninhalte auf dem Fernseher. Mit einem Progressive-Scan-TV und Spezialkabel lässt sich die Bildschirmprojektion auch während des Spiels anzeigen. Die Infrarot-Schnittstelle wurde entfernt. mini|PSP-1000 noch mit Infrarot-Schnittstelle (rechts)

Design um 19 % flacher geworden um 33 % (91 g) leichter geworden

PSP-3000 (PSP Slim & Lite) mini|PSP-3000 Auf der Leipziger Games Convention im August 2008 kündigte Sony an, bis Ende 2008 eine überarbeitete Version der PSP Slim & Lite auf den Markt zu bringen. Die äußeren Abmessungen und das Erscheinungsbild sind bis auf das Design dreier Knöpfe und dem dünner gewordenen silbernen Metallring an der Rückseite der PSP unverändert geblieben. Am 15. Oktober 2008 ist die PSP-3000 erschienen. Kurz nach dem Erscheinen gab es Berichte, dass auf dem neuen Display die nun horizontalen Bildzeilen bei schnellen Spielszenen hervortreten.

Änderungen gegenüber der PSP-2000 Technische mini|Der Unterschied zwischen alten (PSP-2000) und neueren Display (PSP-3000) im Detail.Ein Display mit optimiertem Kontrast, verbessertem Input-Lag, kürzerer Reaktionszeit und einem größeren Farbspektrum, das jedoch dunkler wirkt und mit einer leichten Antireflexbeschichtung versehen ist, aber bei schnellen Spielen möglicherweise Streifenartefakte (Scanlines) hinterlässt. Die Erweiterung der Videosignal-Ausgabe um ein Composite-Signal, sodass nun auch das Anzeigen von Spielen auf NTSC-TV-Geräten ohne Progressive Scan möglich ist. Integriertes Mikrofon Das Ladegerät liefert nur noch 1500 mA (PSP-2000: 2000 mA). Aktualisierte Schutzmaßnahmen gegen das Aufspielen alternativer Betriebssysteme (siehe auch: Geschlossene Plattform). Längere Akkulaufzeit

Design Ab der PSP-3000 (sowie N1000 und E1000) wurde die bisherige HOME-Taste der PSP-1000/2000 durch eine mit dem PlayStation-Logo ersetzt. Die Funktion blieb dabei unverändert. Der silberne Metallring um den PSP-Schriftzug auf dem UMD-Deckel der Rückseite, besitzt bei der PSP-3000 eine geringere Ringbreite als bei der PSP-2000.

PSP-N1000 (PSPgo) mini|Logo der PSPgo mini|PSPgo mit aufgeschobenen Bedienelementen Am 30. Mai 2009 gelangten durch einen Fehler im PlayStation Store erste Bilder und ein erstes Video zur PSPgo an die Öffentlichkeit, die erst zur E3 2009 veröffentlicht werden sollten. Erschienen ist die PSPgo am 1. Oktober 2009 und kostete 249,95 Euro. Äußerlich unterscheidet sich dieses Modell deutlich von den Vorgängern. Spiele sind nur noch online (über den PlayStation Store) via Download erhältlich.

Da zum 1. Oktober 2009 Aufladekarten (Guthabenkarte) für den PS-Store erschienen, war es auch möglich, den Shop ohne Kreditkarte zu nutzen.

Im April 2011 wurde die Produktion der PSPgo für Europa und Japan eingestellt. Für den nordamerikanischen Markt passierte das erst später.

Änderungen gegenüber der PSP-3000 Technische Der Bildschirm ist nun ein Slide-Screen, mit welchem die Bedienelemente verdeckt werden können. Das UMD-Laufwerk wurde entfernt. Es wurde ein interner Flashspeicher mit 16 GB hinzugefügt, auf dem PlayStation-Downloads, Mediendateien und Spielstände gespeichert werden können. Das Gerät besitzt einen fest integrierten Akku, ein Austausch durch den Benutzer ist nicht vorgesehen und führt zum Verlust der Garantie. Ist der Akku defekt, muss das Gerät durch einen Fachmann geöffnet werden. Bluetooth wird unterstützt. Anstelle eines Memory Stick (Pro) Duo wird nun ein Memory Stick Micro für die Speichererweiterung genutzt.

Design Die Position der Bedienelemente wurde verändert. Das Display wurde etwas verkleinert und misst in der Diagonale nur noch 3,78 statt 4,3 Zoll. Die PSPgo wiegt nur noch 159 g. Offizieller Blog, spricht von 15 % weniger als die PSP-3000, was etwa 43 % gegenüber der PSP-1000 entspricht (159 g).

PSP-E1000 (PSP Street) mini|PSP Street (PSP-E1000) Auf der gamescom-Messe im August 2011 stellte Sony die PSP Street vor. Diese war als eine kostengünstige Version für den europäischen Markt gedacht und sollte, nach dem verschobenen Veröffentlichungstermin der Nachfolge-Konsole Playstation Vita, dem kurz zuvor im Preis gesenkten Nintendo-Handheld 3DS im Weihnachtsgeschäft 2011 Konkurrenz machen. Die Konsole wurde standardmäßig mit einem mattschwarzen Gehäuse verkauft, war allerdings auch in anderen Farben erhältlich.

Der auffälligste Unterschied zum Vorgänger-Modell war dabei das fehlende WLAN-Modul, welches den Funktionsumfang der Konsole drastisch einschränkte. So waren Multiplayer-Spiele nur lokal (=nur auf dem Gerät) gegen Computer-gesteuerte Gegner spielbar. Der Zugriff auf sämtliche Online-Dienste – darunter Internetbrowser, RSS-Feeds sowie weitere Funktionen, die eine drahtlose Datenübertragung erforderten – war ebenfalls nicht mehr möglich. Der Ton wird zudem nur über einen Mono-Lautsprecher ausgegeben, während alle vorherigen Modelle über zwei Stereo-Lautsprecher verfügten. Spiele-Downloads können nur noch mittels der Software "MediaGo" über den Umweg eines PCs auf die Konsole geladen werden, dessen Service aber Januar 2018 eingestellt worden ist.

Trotz dieser drastischen technischen Einschränkungen war die Konsole (vergleichsweise) schwerer und größer als ihr de-facto Vorgänger: so wog die PSP Street im Vergleich zur Go 223 g (+64 g) und war mit 172,4 mm × 73,4 mm × 21,6 mm auch etwas größer (Go: 169,4 mm × 71,4 mm × 18,6 mm).

Hackern gelang es, bereits während der Vorstellung der Konsole auf der gamescom diese zu "knacken" (cracking) und ein Video zu erstellen, auf welchem sie ein Homebrew auf der neuen PSP laufen ließen. Nachdem das Video beim Videohoster YouTube auftauchte, entfernte Sony sämtliche PSP-E1000-Geräte von der Kölner Messe.

Limited Editions Von jeder Version der PlayStation Portable, außer der PSPgo, gab es zusätzlich zu den Standardausgaben noch eine Vielzahl an limitierten Editionen. Diese wurden meist im Bundle mit dem zugehörigen Spiel, aber auch einzeln ausgeliefert und hatten ein einzigartiges Aussehen durch alternative Farbgebung oder sogar veränderter Hardware. Sie waren oftmals nur in ausgewählten Regionen verfügbar und konnten teilweise sogar ausschließlich durch Teilnahme an Verlosungen erhalten werden.

So gab es verschiedene Designs, die zum Beispiel Final Fantasy oder Metal Gear Solid als Thema hatten, wobei erstere lediglich thematisch passende Aufdrucke erhielten. Die Snake-Fans hingegen durften sich entweder an einer Camouflage-PSP oder einer in Metallic-Grün erfreuen, welcher neben dem Titel gebenden Spiel auf UMD zusätzlich noch ein Memory Stick und eine farblich dazu passende Tragetasche beilag.

Die Limited Edition der PSP-3000, die wegen des Spiels Monster Hunter Portable 3rd erschien und nur in Japan erhältlich ist, besaß außer der speziellen Farbgebung noch einen größeren Batterie-Pack (2200 mAh), eine angepasste XMB und einen speziellen, nach innen gewölbten Analogstick. Zudem besaß sie ein edel anmutendes Gehäuse, durch ihren goldenen Rahmen und die mattschwarze Schale. Auf der Rückseite stachen vor allem auch die voluminöseren Abdeckungen links und rechts ins Auge, welche dem größeren Akku geschuldet waren, aber den positiven Nebeneffekt hatten, dass die PSP so besser in der Hand lag. Dies führte in Verbindung mit dem konkaven Analog-Stick zu einer allgemein höheren Ergonomie als bei den Standardausführungen.

Technischer Hintergrund

Modell-Unterschiede