Kapfenberg Bulls 150px|Logo der Kapfenberg Bulls Vereinsdaten Anschrift: Kapfenberg Bulls OfficeK. H. Waggerl Weg 68605 Kapfenberg Website: https://bulls-basketball.eu/ Gründungsjahr: 1976 Präsident: Gernot MachObmann:Clemens Ludwar Geschäftsführer: Oliver Freund Spielstätte: Sporthalle Walfersam Dressenfarben: Heimspiele: WeißAuswärtsspiele: Grün Heimspiel-Infoblatt: Bulls.Insider Gewonnene Titel Meister: 2001, 2002, 2003, 2004, 2017, 2018, 2019, 2026 Cup: 2007, 2014, 2017, 2018, 2019, 2020 Supercup: 2002, 2003, 2014, 2017, 2018 Europacup-Teilnahmen Korać-Cup: 1994/95 (1S-3N), 1995/96 (1S-1N),1996/97 (1S-1N), 1997/98 (2S-6N),1998/99 (2S-2N), 1999/00 (1S-1N),2000/01 (0S-2N), 2001/02 (0S-2N) ULEB Cup: 2003/04 (1S-9N), 2004/05 (0S-10N) FIBA EuroCup Challenge: 2002/03 (4S-6N), 2005/06 (0S-4N) CEBL Europacup: 2008/09 (6S-0N, 3. Platz im Final Four)
Kapfenberg Bulls ist ein Basketballverein aus Kapfenberg in der Steiermark. Seit 1991 spielt der Verein in der österreichischen Basketball-Bundesliga. Die größten Erfolge erzielte der Verein in den Jahren 2001–2004 mit vier Meistertiteln in Folge sowie drei Siegen im Supercup. Damit waren die Bulls der erste österreichische Basketballmeister, der nicht aus Wien oder Niederösterreich stammte. Zudem gewann die Mannschaft drei Mal den Cup. Den größten internationalen Erfolg erreichten die Bulls in der Saison 2008/09 mit einem dritten Rang in der Central European Basketball League, was die beste Platzierung einer österreichischen Basketballmannschaft in einem europäischen Wettbewerb darstellt.
Der Verein wurde 1976 als Sparte des Turnvereins Aflenz gegründet. 1996 wurde der Verein zu einem Zweigverein der Kapfenberger Sportvereinigung und der Vereinssitz nach Kapfenberg verlegt, nachdem die Bundesliga-Mannschaft in den Jahren zuvor ihre Spiele bereits in der Kapfenberger Walfersamhalle ausgetragen hatte. Seit 2004 trägt der Verein den Namen Kapfenberg Bulls, nachdem er zuvor unter anderem „TV Sparkasse Aflenz“, „Basketballclub Sparkasse Aflenz“ und „Basket Bears“ hieß. Seit 2009 ist die Eishockeymannschaft Kapfenberg Bulls eine Sparte des Vereins. Die Mannschaft ist der Nachfolger der insolventen Icetigers.
Trainer der Mannschaft war bis Ende Dezember 2017 Michael Schrittwieser, der in dieser Position an allen bis dahin errungenen Titeln der Bulls beteiligt war und dadurch zum erfolgreichsten österreichischen Basketballtrainer wurde.
Geschichte 1974 bis 1985 (Gründungszeit) 1974 entstand rund um Adolf „Adi“ Schrittwieser und Günther Agath in Aflenz eine Basketballgruppe, die im Turnsaal der Propstei Aflenz spielte.Meister aus dem „Graben“, Kleine Zeitung, 2. Dezember 2001. Die Mannschaft nahm an keiner Meisterschaft teil, trug aber einige Freundschaftsspiele aus. Der Leiter und erste Mannschaftskapitän dieser Gruppe war Gerhard Trost. Adi Schrittwieser beschrieb diese Anfangszeit in seinem Tagebuch wie folgt:
1976 gründete diese Gruppe offiziell einen Verein als Sparte des Turnverein Aflenz, um an der steirischen Meisterschaft teilnehmen zu können. Da der steirische Verband zur Nachwuchsförderung eine eigene Jugendmannschaft verlangte, stellte Schrittwieser eine Nachwuchsmannschaft, bestehend aus seinem Sohn Michael Schrittwieser und dessen Klassenkameraden aus der Volksschule, auf. Zu diesem Zeitpunkt trainierte und spielte der Verein im neu gebauten Turnsaal der Hauptschule Thörl. In ihrer ersten Saison erreichte die Nachwuchsmannschaft in der steirischen Meisterschaft den siebten Rang von acht Mannschaften. Bereits in der zweiten Saison (1978) wurden die Knaben Vizemeister. Das erste Trainingslager wurde 1979 in Hintermoos abgehalten.
1980 stellte der Verein zwei Nachwuchsmannschaften. In diesem Jahr wurde in Aflenz ein Freiplatz errichtet, der (neben Subventionen der Gemeinde Aflenz) zum großen Teil aus Eigenmitteln der Vereinsmitglieder finanziert wurde.
1981 beteiligten sich drei Nachwuchsmannschaften an steirischen Meisterschaften. Außerdem gelang Aflenz in diesem Jahr der Aufstieg in die 1. Klasse. Aus diesem Grund wurde 1982 mit Pavel Trupl der erste Legionär des Vereins verpflichtet.
Der erste Sponsor wurde 1983 mit der Sparkasse Aflenz gewonnen. Der Verein nannte sich TV Sparkasse Aflenz, später Basketballclub Sparkasse Aflenz. 1985 stieg die erste Mannschaft, die nach wie vor von Adi Schrittwieser trainiert wurde, erstmals in die Landesliga, die höchste steirische Spielklasse, auf. Außerdem gewann der Verein in den Altersgruppen „Schüler“ und „Knaben“ zwei steirische Meistertitel.
Das Interesse am Basketballsport im Aflenzer Raum nahm stetig zu, und einige Nachwuchsspieler der ersten Generation führten das Training der Nachwuchsmannschaften durch. Michael Schrittwieser übernahm 1985 die Gesamtleitung im Nachwuchs.
1986 bis 1993 (Der Aufstieg) 10 Jahre nach der Gründung des Vereins spielte die erste Mannschaft in der Saison 1986/87 zum ersten Mal in der Landesliga. Durch den Aufstieg wurde die Vereinsarbeit professioneller. Mit Boris Cerpes aus Marburg verpflichtete der Verein für die Landesliga-Mannschaft erstmals einen ausländischen Trainer.
Im Nachwuchs stellten sich Erfolge bei österreichischen Meisterschaften ein: Die Junioren erreichten das Viertelfinale, die Jugend den Vizemeistertitel und die Schüler wurden österreichischer Meister. Zu dieser Zeit nahm der Verein mit insgesamt sechs Mannschaften an Meisterschaften teil.
Nach einer knappen Qualifikation für die Aufstiegsspiele in Steyr fixierte die Mannschaft in der Saison 1987/88 erstmals den Aufstieg in die Bundesliga B. Trotz der Verpflichtung des ersten US-Legionärs Dwayne Texas stieg der Verein in der folgenden Saison wieder in die Landesliga ab. Obwohl die fünf besten Spieler intensiv von Grazer Bundesliga-Clubs umworben wurden, wanderte kein Spieler ab. Im März 1989 übernahm Fery Kienesberger die Mannschaft, 1990 wurde der sofortige Wiederaufstieg als Landesligameister geschafft.
In der Saison 1990/91 verpflichtete der Verein den gebürtigen Kalifornier John „Johnny“ Griffin. Mit ihm dominierte die Mannschaft den Grunddurchgang in der Bundesliga B. 15 Jahre nach Vereinsgründung gelang der Mannschaft 1991 der Aufstieg in die Bundesliga A. Seit diesem Zeitpunkt ist der Verein fester Bestandteil der höchsten österreichischen Spielklasse.Hier widerspricht sich die Literatur. Die Chronik Sport in Kapfenberg erwähnt einen zweiten Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 1993, beschreibt aber nicht, wann ein allfälliger Abstieg erfolgt sein soll. Der Basketball-Guide 2008/09 spricht davon, dass die Mannschaft seit 1991 in der höchsten österreichischen Spielklasse spielt, in der Geschichte der Kapfenberg Bulls sind darüber hinaus die Platzierungen für die Saisonen 1991 und 1992 zu finden. Da Sport in Kapfenberg in diesem Punkt unschlüssig ist und sich die beiden anderen Quellen entsprechen, wurde diesen hier der Vorzug gegeben.
Zu dieser Zeit expandierte der Verein in der Nachwuchsarbeit. Unter der Leitung von Roland Korntheuer wurden erste Trainingseinheiten für Kinder und Jugendliche aus Kapfenberg durchgeführt. Da es in Aflenz keine geeignete Halle für Bundesligabasketball gab, wurden die Meisterschaftsspiele ebenfalls im 15 km entfernten Kapfenberg in der Sporthalle Walfersam abgehalten.
In der ersten Bundesligasaison konnte der Verein nach einer schwachen Anfangsphase den fünften Platz belegen. In der folgenden Saison musste die Mannschaft einige Leistungsträger ziehen lassen. Die Legionärssuche gestaltete sich schwierig, insgesamt wurden in der Spielzeit neun US-Legionäre eingesetzt. Am Ende der Saison belegte der Verein mit Rang 11 einen Abstiegsplatz. Nur durch eine Aufstockung der Liga entging die Mannschaft dem Abstieg.
1993 bis 2000 (Auf dem Weg zum Spitzenclub) 1993 beendete Michael Schrittwieser seine Spielerkarriere und wurde als „Billiglösung“ stattdessen neuer Trainer der Herrenmannschaft. Bis auf eine Unterbrechung in der Saison 2002/2003 sollte Schrittwieser diese Position bis zum jetzigen Zeitpunkt ausfüllen und durch seine späteren Erfolge mit dem Verein zum erfolgreichsten österreichischen Basketballtrainer werden.
In der Saison 1993/94 belegte die Mannschaft den fünften Platz in der Meisterschaft und qualifizierte sich zum ersten Mal für einen europäischen Wettbewerb. Der Verein setzte eine Marketinggruppe ein, die ein Logo entwarf und einen Bären als Vereinsmaskottchen einsetzte. Im Zuge dieser Aktion wurde der Vereinsname auf Basket Bears geändert.
1994 stießen der Center Helmut Moschik und Co-Trainer Midhat „Mido“ Kamenica zu den Bears. Mit dem Stamm um die Legionäre Johnny Griffin, Mike Coffin und Sean Allen arbeitete sich der Verein langsam an die Spitze der Bundesliga vor und konnte einige Achtungserfolge in europäischen Wettbewerben feiern.
1996 erreichte die Mannschaft der Herren den dritten Platz. Dabei blieb die Mannschaft (saisonübergreifend) 55 Wochen ungeschlagen.55 tolle Wochen – aber jetzt riß die Aflenz-Serie, Kleine Zeitung, 25. März 1996. Michael Schrittwieser erhielt für seine Leistungen in dieser Saison die Auszeichnung zum Coach des Jahres, Johnny Griffin wurde Spieler des Jahres und Jürgen Kogler wurde von der Bundesliga zum Aufsteiger des Jahres gewählt.
In diesem Jahr verlegte der Verein seinen Sitz offiziell nach Kapfenberg und wurden ein Zweigverein der Kapfenberger Sportvereinigung, nachdem in den Jahren zuvor die Zusammenarbeit mit der Stadt Kapfenberg intensiviert wurde. Der Umzug nach Kapfenberg wurde von einigen Vereinsmitgliedern und Fans aus Aflenz negativ aufgenommen.Basket Bears: Gelungener Einstand mit neuem Namen, Kleine Zeitung, 27. August 1996.
1997 wurde mit der Firma Montan ein neuer Hauptsponsor gefunden,Neuer Sponsor, neuer Spieler: Heuer ist der Titel drinnen, Kleine Zeitung, 28. August 1997. deren Geschäftsführer Karl Thaller Präsident des Vereins wurde. Gegen Székesfehérvár (Ungarn) gelang erstmals der Aufstieg in die Hauptrunde des Korac-Cups, in der Liga wurde wie im Vorjahr der dritte Platz erreicht. Diesen Platz belegte die Mannschaft 1998: Nach einem sehr guten Grunddurchgang mit 14 Siegen in 18 Spielen verloren die Bears gegen den späteren Meister St. Pölten im Semifinale.
Auch 1999 scheiterte Kapfenberg in der Finalserie der Playoffs an St. Pölten. Mit Platz zwei wurde dennoch die bisher beste Platzierung in der Meisterschaft seit Vereinsgründung erreicht.
In der Saison 1999/2000 forcierten die Bears erneut ihre Jugendarbeit und konnten die Talente Armin Woschank, Aleksandar „Aco“ Djuric und Samuel Knabl als Nachwuchsspieler verpflichten. Im Jänner 2000 stand Kapfenberg erstmals im Cupfinale, verlor das Cupspiel gegen Traiskirchen jedoch mit 66:87. Auch im Ligafinale, das erstmals in der Ligageschichte live im TV auf dem Sender TW1 übertragen wurde,Die Zeitlupe klappte nicht – weder im Live-TV noch bei Coffin & Co. Kleine Zeitung, 17. Mai 2000. unterlagen die Bears Traiskirchen.
2001 bis 2004 (Die Meisterjahre) In der Saison 2000/01 spielten die Bears im Cup erneut gegen Traiskirchen und mussten eine bittere Niederlage hinnehmen. Trotz einer 22-Punkte-Führung konnte Traiskirchen mit dem starken Ex-Kapfenberger Sean Allen das Finalspiel noch drehen und sich mit einem 72:66-Sieg den Titel sichern.