thumb|Ein Spiegel aus Spiegelmetall, mit einem Durchmesser von 120 Zentimetern, der aus einem Teleskop von Wilhelm Herschel stammt. Spiegelmetall (auch ‚Spiegel‘) ist eine sehr harte, gut polierbare, weißliche Legierung, meist eine Bronzelegierung aus Kupfer, Zinn und Zusätzen anderer Metalle, welche die Härte und Polierbarkeit verbessern.
Legierungen Einige für Spiegel verwendete Legierungen sind: einfache Zinnbronzen aus Kupfer und Zinn im Mischungsverhältnis von 4:1 bis 2:1, teilweise unter Zusatz von 1 bis 2 % Arsen 71–72 % Kupfer, 18–19 % Zinn, 4–4,5 % Antimon und Blei (altrömischer Spiegel) 80,8 % Kupfer, 9,1 % Blei, 8,4 % Antimon (ein chinesischer Metallspiegel) Platin und Stahl im Verhältnis 1:1 (ergibt ein besonders weißes Metall) 350 Teile Kupfer, 165 Teile Zinn, 20 Teile Zink, 10 Teile Arsen, 60 Teile Platin
Verwendung Aufgrund der guten Polierbarkeit ließen sich aus der Legierung Metallspiegel (Speculum) fertigen; selbst zur Herstellung von Hauptspiegeln von Teleskopen wurde es verwendet. Beispielsweise setzte Lord Rosse 1845 diese Legierung zur Fertigung des 1,8 Meter großen und 3,5 Tonnen schweren Spiegels des „Leviathan“ ein.
Nachteilig an der Legierung war, dass sie an der Luft vergleichsweise schnell anlief und dass so das Reflexionsvermögen nachließ; ein ständiges Nachpolieren der Spiegel war erforderlich. Metallspiegel wurden durch versilberte Glasspiegel mit deren Entwicklung durch Carl August von Steinheil und Léon Foucault, basierend auf einem Verfahren von Justus Liebig, 1859 abgelöst.
Literatur
Weblinks
Amazing piece of metal (speculum) youtube.com von Periodic Videos auf YouTube.
Einzelnachweise
Kategorie:Kupferlegierung Metall Kategorie:Optische Teleskoptechnik