Theodor von Mörner (* 20. April 1817 in Habelschwerdt, Landkreis Habelschwerdt, Provinz Schlesien; † 3. Januar 1874) war ein deutscher Historiker und Archivar.
Leben Theodor von Mörner stammte aus dem briefadeligen Zweig, der Vorfahre Erdmann von Mörner-ClossowGothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1918. Jahrgang 19, Justus Perthes, Gotha 1917, S. 576–580–596. ehelichte zweimal bürgerlich, der uradeligen Familie von Mörner, mit Kernland in der ostbrandenburgischen Neumark. Er war der Sohn eines ehemaligen Offiziers und späteren Verwalters der Kreiskasse in Habelschwerdt, respektive Salzfaktors zu Schweidnitz, Wilhelm Gustav von Mörner-Clossow (1781–1850). Seine Mutter war Friedrike von Dresky (1787–1853). Theodor hatte einen älteren Bruder, Eduard von Mörner, geboren 1808, verheiratet mit Hulda verw. Seyffert, geb. von Marbach (1814–1891), keine Nachfahren. Eduard war preußischer Regierungsrat.
Theodor besuchte von 1827 bis 1834 das Gymnasium in Schweidnitz, dann auf WunschVgl. Zeitschrift für Preußische Geschichte und Landeskunde. Jahrgang 11-Aus den Staatsarchiven, Berlin 1874, S. 241–247. der Eltern die Gewerbeschule, spätere Gewerbeakademie, in Berlin.
Ab 1835 studierte er unter anderem bei Henrich Steffens, Leopold von Ranke und Friedrich Wilken in Berlin. In den Jahren 1839 bis 1842 hinderte ihn eine schwere Krankheit an weiteren Studien. Dann setzte er seine Ausbildung in Breslau fort, wo er 1844 promoviert wurde. Als 1848 seine Bewerbung um einen Lehrstuhl in Zürich scheiterte, verließ er die Universität, arbeitete einige Zeit bei der „Hannoverschen Zeitung“ ehe er 1852 die Archivarslaufbahn begann. Im März 1857 wurde er Geheimer Archivar, 1859 Archivrat, 1860 zweiter Geheimer Staatsarchivar und 1866 schließlich Geheimer Archivrat. Seine fortschreitende Krankheit hinderte ihn daran, ein geplantes Werk über Adam Graf von Schwarzenberg zu vollenden.
Theodor von Mörner blieb unverheiratet.
Schriften De Orosii vita eiusque historiarum libris septem adversus paganos. Dissertation, Berlin 1844. Märkische Kriegs-Obersten des siebenzehnten Jahrhunderts. Wilhelm Hertz, Berlin 1861. ZLB Kurbrandenburgische Staatsverträge von 1601 bis 1700. G. Reimer, Berlin 1867. Nachdruck: de Gruyter, Berlin 1965.
Literatur
Besondere Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger. №.5, Eigenverlag, Berlin, 31. Januar 1874, S. 4. Vita Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1918. Jahrgang 12, Justus Perthes, Gotha 1917, S. 595–596.
Weblinks Deutsche-Biographie-Vita: Mörner, Theodor von Kalliope-Verbund-Index-Vita: Mörner, Theodor von (1817-1874) Deutsche-Digitale-Bibliothek: Theodor von Mörner. Historiker/Archivar
Einzelnachweise
Theodor Kategorie:Historiker Kategorie:Archivar Kategorie:Person (Schlesien) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1817 Kategorie:Gestorben 1874 Kategorie:Mann